Mustervertrag Handwerker

29. Mai 2010

Bei der Vergabe von Handwerker-Aufträgen kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Grund sind oft unklare Vereinbarungen bezüglich Preis und Leistung.

Da Auftraggeber und Handwerker meist nicht die gleiche Sprache sprechen, lohnt es sich, für die Auftragsvergabe eindeutige Vereinbarungen bezüglich Preis und Leistung zu treffen. Ofri hat dafür einen einfachen Mustervertrag erstellt, in dem die wichtigsten Punkte enthalten sind (Download Mustervertrag).

Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Punkte des Mustervertrags erläutert, die für eine klare und eindeutige Vereinbarung bezüglich Preis und Leistung notwendig sind.

Preis
Häufig werden Arbeiten nach Regie bzw. Aufwand abgerechnet. Dies hat für den Handwerker den Vorteil, dass er nachträglich Mehrkosten wie z.B. Nachbesserungen, Abtransport, Entsorgung oder Wegkosten geltend machen kann. Vermerken Sie in der Vereinbarung, dass die Arbeiten zu einem Fixpreis ausgeführt werden (inkl. Mehrwertsteuer, Wegkosten sowie je nach Auftrag sämtliche Material- und Nebenkosten).

Termin
Angaben wie ’so bald wie möglich’ oder ‘vorraussichtlicher Ausführungstermin am’ sind nicht zu empfehlen, da dies kein eindeutiger Termin ist und der Handwerker mit der Ausführung warten kann, ohne dabei in Verzug zu geraten. Legen Sie einen genauen Termin fest wann die Arbeiten erledigt sein sollen, wie z.B. ‘Ausführungstermin: bis 01. September 2010′. Ist die rechtzeitige Vollendung bis zum vereinbarten Zeitpunkt nicht mehr möglich, ohne dass Sie eine Schuld daran haben, können Sie vom Vertrag zurücktreten ohne den Ausführungs- bzw. Lieferungstermin abwarten zu müssen.

Garantie/Ausführung
Falls nichts anderes vereinbart worden ist, gilt bei einem Handwerker-Auftrag für die allgemeinen Vertragsbedingungen der Werkvertrag, welcher im Obligationenrecht (OR) geregelt ist. Häufig werden aber auch die SIA-Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins angewandt. Dies muss aber explizit in der Vereinbarung erwähnt werden. Dabei kommt typischerweise die Norm SIA 118 zum Tragen, welche eine Art Präzisierung des Werkvertrages darstellt, vor allem hinsichtlich Mängel und Gewährungsleistungsgarantie. Nachteil der SIA-Normen: relativ teuer (ein Exemplar für die Norm SIA 118 alleine kostet CHF 153.-) und mit 76 Seiten sehr umfangreich. Eine weitere Alternative ist der Bauvertrag des Hauseigentümerverbands (HEV), welcher etwas schlanker als die SIA-Normen daherkommt und sich daher insbesondere für kleine Renovations- oder Umbauarbeiten gut eignet.

Downloads
Mustervertrag Handwerker

Weiterführende Links
Werkvertrag (OR)
SIA-Normen bestellen
Bauvertrag des HEV bestellen

10 Tipps für einen entspannten Umzug (Teil 2 der Umzugsserie)

23. Februar 2010

Sie haben nun den ersten Teil des Wohnortwechsels erfolgreich überstanden. Das neue Wohnobjekt ist gefunden und optimaler weise entspricht es sogar Ihren Kriterien. Oder Sie glauben das zumindest, haben aber die versteckten Mängel noch nicht entdeckt. Wie auch immer, Sie stehen nun kurz davor, Ihr gesamtes Hab und Gut von A nach B zu verschieben. Und damit das Vorhaben nicht in Materialschäden, Wutausbrüchen und Freundschaftskündigungen endet, sollte das ganze gut geplant sein. Hier finden Sie 10 Tipps, welche Ihnen den Umzug und auch die Zeit danach erleichtern können:

  1. Seien Sie vorsichtig beim berühmten „Ausmisten vor dem Umzug“. Im Eifer des Gefechts, könnten Sie etwas tun, was sie später bereuen würden. Womöglich noch unter dem Einfluss von Ihrer Freundin, Verlobten, Geliebten oder gar Ehefrau, welche Ihre Carrera Rennbahn schon lange scheisse und Ihre DVD-Sammlung von 2500 Filmen einfach übertrieben findet. Dies kann aber auch der Freund, Verlobte, Geliebte oder Ehemann sein, der Sie versucht zu überreden, Ihre Schuhsammlung von 320 Paaren auf 100 Paare zu reduzieren. Absolute Vorsicht ist geboten. Das Vorstadium des Umzuges ist geprägt von Gefühlsschwankungen, welche unter anderem auch falsche Euphorie beinhaltet. Diese Euphorie kann zu unüberlegten Handlungen führen, welche später bitter bereut werden. Gehen Sie Kompromisse ein.
  2. Wenn Sie nun (überlegt!) ausgemistet haben, müssen die Sachen verpackt werden. Es gibt hier einige Punkte, die beachtet werden müssen. Dies beginnt bei der Anzahl an Kisten. Lieber zwanzig zu viel als eine zu wenig. Am beliebtesten sind die klassischen Zügelkartons, welche faltbar sind. Die kriegen Sie in allen Baumärkten wie JUMBO, Do it + Garden Migros, oder aber Coop Bau + Hobby. Die meisten Leute kaufen Sie aber hier: IKEA, denn da führt bei einem Umzug ohnehin kein Weg dran vorbei. Diese Kartons haben dann auch die optimale Grösse und seitliche Tragemöglichkeiten.
  3. Doch Vorsicht, auch die optimale Kartongrösse kann man ganz einfach überladen. Achten Sie unbedingt auf regelmässige Beladung. Ein Ikea-Zügelkarton voll mit Büchern vermiest die gute Zügellaune schlagartig. Für die Witzbolde unter Ihnen gäbe es noch die Möglichkeit die Kisten mit Prädikaten wie ‚leicht‘ oder ‚schwer‘ oder ‚Heisst Du Hulk Hogan? Sonst lass es…‘ zu beschriften. Die ganz Lustigen unter Ihnen schreiben die leichten Kisten mit ‚schwer‘ und die schweren mit ‚leicht‘ an. Das ist aber ein Single-Shot-Joke, ist also nur am Anfang lustig.
  4. Beim Umzug kommt es auf eine gute Organisation an. Sie erleichtern sich und auch allen Beteiligten die Arbeit. Je grösser der Haushalt, desto wichtiger die Organisation. Schreiben Sie die Kisten an. Wohin gehört Sie, ist was zerbrechliches drin etc. Am besten machen Sie einen Grundrissplan von der alten sowie von der neuen Wohnung oder dem Haus. Hängen sie den Plan überall auf, damit die Zügelhelfer sich jederzeit orientieren können. Den Zimmern können Sie Farben zuteilen. Sie beschriften nun zum Beispiel am alten und am neuen Ort das Elternschlafzimmer und vergeben diesem Zimmer die Farbe Blau. Alle Kisten und Möbelteile in diesem Zimmer kriegen nun einen blauen Punkt. Nun sollten alle erkennen, dass diese Kiste aus dem Elternschlafzimmer am alten Ort ins Elternschlafzimmer am neuen Ort kommt. Keine falsche Hoffnungen, es wird Leute geben, die das nicht schaffen und die blaue Kiste ins grün markierte Zimmer stellen. Dies hat nichts mit Intelligenz zu tun, denn auffällig oft passiert dieses Missgeschick auch den Akademikern unter den Zügelhelfern. Das Phänomen tritt beim Zügeln in einer zuverlässigen Regelmässigkeit auf und sollte sie nicht weiter stören.
  5. Nun kommt der entscheidendste Punkt beim Umzug: Manpower! Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten und auch Faktoren, die das Ganze erschweren. Das Ziel ist es, eine gut funktionierende und harmonisierende Zügeltruppe auf die Beine zu stellen. Vermeiden Sie Personenkonstellationen, welche ungünstig oder zerstritten sind. Versuchen Sie eine gute Mischung hinzukriegen. Das heisst Leute, die gut anpacken können aber auch Leute, die eher gut organisieren können und den Überblick behalten. Den Schwerpunkt sollten Sie aber auf die Leute setzen, welche gut anpacken können, denn ein Umzug ist in erster Linie ein Kraftakt. Und wenn sie vorab gut organisiert haben (siehe Punkt 3), dann klappt das auch. Bis auf die Person mit der blauen Kiste im grünen Zimmer. Und das wichtigste, versuchen Sie möglichst viele Leute zu organisieren. Je mehr, desto besser. Aber Achtung, je mehr desto besser muss die Organisation sein. Es sollte jeder Helfer während des ganzen Umzuges immer was zu tun haben.
  6. Es gibt sehr seltene Fälle, in denen ein Umzug auf spektakuläre Art und Weise stattfindet. Die Voraussetzung dafür ist jedoch ein kurzer Umzugsweg und immens viel Manpower. Wenn dieser Index (Umzugsweg zu Manpower) nämlich negativ ist, das heisst, der Umzugsweg ist kürzer als Manpower vorhanden, dann besteht die Möglichkeit eine Helferkette zu bilden. Im Prinzip kommt es dann auch nicht mehr auf eine optimale Verpackung und Organisation an, denn die Helfer reichen sich ja dann einfach Gegenstand für Gegenstand weiter. Falls der Umzugsweg über eine oder mehrere unter Umständen dicht befahrene Strassen führt, kann die Helferkette mit zusätzlichen Problemen konfrontiert werden. Dass man mit einer Helferkette von A nach B zügeln kann ist äusserst selten und funktioniert so gut wie nie. Und falls doch, dann wenn man entweder im selben Haus auf eine andere Etage umzieht oder man einfach sehr sehr viele Leute kennt, welche einem unbedingt helfen wollen.
  7. Wenn Sie nicht das Glück haben und Ihr Umzug sieht so aus wie in Punkt 6, dann brauchen Sie voraussichtlich ein Transportfahrzeug. Auch hier gibt es grosse Unterschiede. Je grösser das Fahrzeug, desto mehr passt auch rein, logisch. Aber je mehr das reinpasst, umso besser und vorsichtiger muss man das Fahrzeug beladen, dass die Ladung während der Fahrt stabil bleibt und nichts kaputt geht. Es muss auch berücksichtigt werden, wie die Platzverhältnisse an den Umzugsorten sind. Es nützt nichts, mit dem Lastwagen aufzufahren, wenn vor dem Haus keine Parkmöglichkeit besteht und der Truck nirgends abgestellt, oder er nicht gewendet werden kann. Zudem stellt sich hier auch eine Kostenfrage. Das ganze sollte im Verhältnis sein. Wenn der Umzugsweg sehr weit ist, lohnt es sich natürlich ein sehr grosses Fahrzeug zu beschaffen, so dass man den Weg nur einmal machen muss. Wie auch immer, schauen Sie auf alle Fälle, dass sie Spanngurten und Wolldecken oder Polstermaterial zur Verfügung haben, diese Dinge sind unverzichtbar.
  8. Achten Sie unbedingt darauf, dass am Umzugstag zur vereinbarten Zeit alles parat ist. Das heisst alles verpackt, Möbel auseinandergebaut (Achtung, die Schrauben immer in einen Beutel und den Beutel anschreiben!), alles angeschrieben, Kaffe für die Helfer gemacht, genug zu futtern und zu trinken, Transportfahrzeug steht zu Verfügung, ist vollgetankt und Parkmöglichkeit ist vorhanden, Wege im Treppenhaus und auf der Strasse frei etc.
  9. Informieren Sie am Umzugstag auch Ihre Nachbarn. Der Lift (falls vorhanden) könnte überdurchschnittlich oft und lange besetzt sein, es wird Durchzug und Lärm geben. Womöglich sind die Zufahrtswege durch Ihr Transportfahrzeug versperrt. Durch die Information können Sie sich womöglich unnötigen Ärger ersparen und vielleicht sogar einen spontanen unerwarteten Helfer dazugewinnen.
  10. Achten Sie während des Umzugs unbedingt auf das Wohl der Helfer. Schauen Sie, dass regelmässige Kaffeepausen gemacht werden können. Raucher sollten unbedingt genügende Nikotinversorgung haben und niemand sollte Hunger leiden. Durch regelmässige kleine Pausen mit Kaffee und Snacks kann man die gute Stimmung aufrecht erhalten. Schauen Sie auch dass die Arbeit gerecht verteilt ist und schuften Sie unbedingt auch mit, damit die Leute sehen, dass sie selbst auch anpacken. Und schmeissen Sie nach dem Einzug gefälligst eine fette Einweihungsparty oder mindestens ein dickes Nachtessen für alle Helfer. Denn das haben sie sich auf alle Fälle verdient.

10 Tipps für die Wohnungssuche

14. Februar 2010

Bei einem Umzug taucht das Grösste aller Probleme eigentlich immer ganz am Anfang auf. Und zwar die Suche nach einem geeigneten Wohnobjekt. Natürlich gibt es immer eine grosse Anzahl leer stehender Wohnobjekte, oder solche, die es werden.

Aber machen Sie sich nicht allzu grosse Hoffnungen, denn Sie sind in diesem Augenblick natürlich nicht der oder die Einzige auf der Suche nach einem neuen Heim. Und die meisten Wohnobjekte, welche frei werden, machen das in der Regel koordiniert und pünktlich dreimal im Jahr. Nämlich zu den üblichen Kündigungsterminen. So können Sie sogar sicher gehen, dass gleichzeitig mit Ihnen zusammen auch alle Anderen suchen.

Gut, Sie werden ganz klare Kriterien haben, was die Suche nach Ihrem zukünftigen Wohnobjekt klar einschränkt. Doch leider haben das alle Anderen auch. Und die klassischen Kriterien wie „schön, gross, modern, gut gelegen und günstig“ kommen leider bei den Meisten vor.

Doch sagen wir mal, Sie lassen sich von all dem nicht abschrecken. Sie sind fest entschlossen ein neues Wohnobjekt zu suchen und (vielleicht sogar) zu finden. Wir stellen Ihnen hier 10 Möglichkeiten für eine mehr oder weniger erfolgreiche Wohnungssuche vor (gemeint sind ausschliesslich komplette Wohnobjekte, keine WG-Zimmer. Die kann man sich auf der örtlichen Uni besorgen!):

  1. Die beste aller Möglichkeiten ist die sehr seltene Kombination aus Glück und Zufall. Das heisst, sie suchen nicht ein passendes Wohnobjekt, sondern ein passendes Wohnobjekt sucht Sie. Geben Sie ein Inserat mit Ihren Kriterien auf (für Inserate siehe Punkte 3 bis 7). Vielleicht klingelt dann eines Tages das Telefon und Ihnen bietet jemand ein freistehendes 7-Zimmer Landhaus mit Wohnfläche in der Grösse eines mittelgrossen Mediamarktes, grossem Weinberg, 3 Swimmingpools und Land in der Grösse eines Golfplatzes zur freien Gestaltung anbietet, welches genau Ihren Kriterien entspricht und die Hälfte kostet, von dem was Sie sich vorgestellt haben. Das gibt es so gut wie nie, also weiter zur nächsten Möglichkeit.
  2. Es gibt noch eine weitere sehr angenehme und stressfreie Variante. Voraussetzung ist nur, dass Sie die richtigen Leute kennen und davon möglichst viele. Senden Sie ein Mail an alle, die Sie kennen und teilen Sie diesen Leuten mit, dass Sie ein Wohnobjekt mit den entsprechenden Kriterien suchen. Die Erfolgsrate ist auch hier nicht sehr hoch, doch die Möglichkeit, dass so was funktioniert besteht durchaus.
  3. Ein (aus eigener Erfahrung) absoluter Geheimtipp sind die Gratisanzeigen im Migros, Coop oder wo man die sonst noch aufgeben kann. Hier inserieren oft Leute, die von modernen Medien wie zum Beispiel dem Internet keinen blassen Schimmer haben. Das versieht sie automatisch mit dem Prädikat „altmodisch“ und folglich auch mit „uninformiert“. Wenn Sie Glück haben auch uninformiert im Zusammenhang mit den heutigen Mietpreisen.
  4. Auch die Website gratis-inserate.ch hat so manch gutes Angebot versteckt. Diese Seite ist auch sonst ein Renner. Während sich die Leute auf ebay und ricardo.ch fast das Hirn raussteigern, holen Sie sich den genau gleichen Artikel zum halben Preis ab. Hat aus eigener Erfahrung schon mehrmals funktioniert. Wie gesagt, hier verstecken sich auch Wohnobjekte.
  5. Was auch immer zu empfehlen ist, ist der „Landanzeiger“ der jeweiligen Gemeinde. Diese hochwertige Broschüre ist vor allem bei den Leuten älteren Jahrgangs sehr beliebt und beinhaltet so manches günstiges Hammerobjekt zu guten Preisen. Das inserierende Publikum weist ähnliche Prädikate auf wie in Punkt 3.
  6. Sie können es natürlich wie die meisten Anderen machen und zum Beispiel auf homegate.ch oder immoscout24.ch suchen. Sie müssen sich allerdings bewusst sein, dass die wirklich „guten“ Objekte“ den Besitzer respektive Mieter wechseln, bevor sie überhaupt den Weg ins Internet finden. So bleibt auf diesen Seiten oft viel überteuerter Mist. Und um die wenigen „guten“ Objekte prügeln sich dann unzählige Leute.
  7. Wenn Sie noch ein kleines Stück cleverer sind als einige Konkurrenten, dann suchen sie besser auf alle-immobilien.ch oder auch comparis.ch, denn auf dieser Seite sind, (fast) alle Inserate von verschiedenen Websites (wie auch in Punkt 6 beschrieben) zusammengefasst.
  8. Wenn Sie bereit sind etwas Geld in die Hand zu nehmen, können Sie sich auch an diese dubiosen Vermittlungsfirmen wenden. Erkundigen Sie sich vielleicht zuerst im Internet über die einzelnen Firmen (Namen nenne ich hier keine, da ich auch mal auf so eine reingefallen bin und in solche Firmen einfach kein Vertrauen finde). Wenn unter dem Firmennamen schon skandalöse Kassensturzberichte zu finden sind, lohnt es sich, die Finger davon zu lassen. Falls Sie trotz allem diese Variante wählen, viel Glück! Bei einer erfolgreichen Vermittlung fallen auf alle Fälle zum Teil horrende Provisionskosten an.
  9. Wenn Sie richtig viel Geld haben, sollte die Wohnobjektsuche eigentlich ohnehin keine Probleme darstellen (und den Punkt lassen wir hier auch aus!), denn im obersten Preissegment lässt sich eigentlich alles finden und die Konkurrenz wird kleiner, je höher der Preis ist. Wenn Sie aber nur das Gefühl haben, dass sie viel Geld besitzen, dies in Wahrheit aber gar nicht so ist, dann können Sie es ja mal auf ricardo.ch versuchen. Auch dort werden Wohnobjekte angeboten und Sie haben sogar noch den ultimativen Auktions-Kick dabei. Für Leute, bei denen der Spieltrieb zusätzlich eine Rolle spielt sicher eine geeignete Variante.
  10. Die letzte Variante richtig sich an alle, die schon so richtig verzweifelt sind und vielleicht schon eine Multikarte in der Notschlafstelle bestellt haben. Entweder Sie ziehen tatsächlich in der Notschlafstelle ein oder Sie vergessen einfach Ihre Kriterien und nehmen das, was noch zu haben ist. Ok, sie haben dann vielleicht eine 2-Zimmerwohung weit weg von der nächsten Stadt zum doppelten Preis, den Sie sich eigentlich leisten könnten. Einen Balkon gibt es nicht und vor Ihrem Schlafzimmer verkehrt der ICE auf der Schweizer Hauptverkehrsachse. Aber denken Sie immer daran, der nächste Kündigungstermin kommt bestimmt und dann werden die Karten wieder neu gemischt.

Übrigens: Bequem mehrere Umzugs- und Reinigungsofferten einholen und vergleichen können Sie natürlich auf dem Handwerker-Vergleich von ofri.ch.

Review DIY-Communities

31. Januar 2010

Nach Familien- und Hunde-Communities durfte natürlich auch eine Do-it-yourself-Community nicht fehlen. Das Vorbild kommt aus den USA: instructables heisst dort das Flickr/YouTube für Heimwerker-Projekte. In Deutschland versuchen sich an dieser Idee EXPLI, wawerko sowie die von Bosch gegründete Plattform 1-2-do. Wir haben die 4 Seiten etwas näher angeschaut.

Das Original instructables kommt aus den USA und wurde bereits 21.07.2005 gestartet, was sich auch an der Anzahl von gut 32′000 Anleitungen bemerkbar macht, womit instructables die grösste der hier vorgestellten Seite ist.

Beim Publizieren von Anleitungen bzw. Projekten lassen sich Dateien und Videos von Portalen wie Youtube oder Vimeo einbinden. Weiter steht eine flickr-import Funktion zur Verfügung.

Praktisch sind hier beim durchstöbern der Anleitungen die sogenannten ‘Guides’, was ein Äquivalent zu Twitters Listen sind, also von Benutzern erstelle Kategorien, welche verschiedene Anleitungen zu einem selbstdefinierten Begriff zusammenfassen. Sämtliche Anleitungen können als Widget in eine Webseite eingefügt werden.

Auf dem Profil werden die üblichen verdächtigen Informationen angezeigt: Infos zum Benutzer,  publizierte Anleitungen (inkl. Bewertungen), etc. Wie in Youtube kann man Veröffentlichungen anderer Benutzer abonnieren. Für verschiedene Errungenschaften (z.B. im Newsletter von instructables erwähnt oder Gewinner eines Contests) werden auf dem Profil ‘Achivements’ angezeigt. Desweiteren werden auch Patches eingeblendet, die eine Art Respekt-Bekundungen von anderen Mitgliedern für einer bestimmten Anleitungen sind.

Favoriten kann man leider nur als Premium-Mitglider abspeichern, was für den eingefleischten Heimwerker preiswerte 1.95$ pro Monat kostet.

Offizieller Launch von Expli war 03.12.2009, 07.08.2008, aktuell sind gut 3′000 Anleitungen verfügbar.  Damit ist Expli die grösste deutschsprachige DIY-Community in diesem Vergleich.

Der Editor zum Beschreiben der Projekte ist bedienungsfreundlich und übersichtlich gestaltet und es stehen in etwa die gleichen Funktionen wie bei instructables zur Verfügung.

Beim durchstöbern der pulizierten Anleitungen ist es etwas Schade, dass man gefundene Favoriten nicht abspeichern kann.

Auch hier gibt es für jeden Benutzer ausführliche Profil-Infos die angezeigt werden. Als neues Mitglied ist man zuerst ‘Neueinsteiger’ und kann sich dann z.B. zu einem ‘Enthusiasten’ hocharbeiten. Ebenso werden auch hier die Errungeschaften wie z.B. ‘Gewinner beim Halloween Wettbewerb’ eingeblendet. Die Benutzer können sich untereinander verknüpfen indem man Fan eines Benutzers werden kann.  Etwas schade dass man hier nicht das Abo-Prinzip angewandt wird und man so im Kontobereich einen Überblick der Anleitungen des ‘bewunderten’ Benutzers hätte. Wie bei instructables gibts auch hier ein Diskussionsforum.

Im Footer fast etwas versteckt untergebracht gibt es auf Expli als nette Zusatzfunktion eine Baumarkt-Suche, mit welcher man regional (auf Deutschland begrenzt) eine Filiale der grossen Baumarkt-Ketten wie Hornbach, OBI oder Praktiker suchen kann.

Launch von wawerko war 08.08.2008 und aktuell sind über 700 Anleitungen online.

Zu den Anleitungen wird auch hier eine Einschätzung des Zeitbedarfs und eine Einschätzung des Schwierigkeitsgrades der Umsetzung angeben.

Bei Wawerko vernetzt man sich über das Hinzufügen von Freunden (Buddies). Projekte des Buddy kann man dann über sein Profil einsehen. Auch wieder etwas Schade, dass nicht wie bei instructables die entsprechenden Projekte gleich im Kontobereich angezeigt werden. Anders als bei Expli kann man hier jedoch Favoriten abspeichern. Je nach Anzahl veröffentlichter Anleitungen steigt man auch hier in der Benutzer-Hierarchie auf. Etwas unklar sind aber die verschiedenen Abstufungen: Pinkys Meister oder Bastelwastels Meister als Titel sind für ein neues Mitglied relativ schwer einzuordnen.

Auf Wawerko ist ebenfalls ein Forum verfügbar, wo unterschiedliche Themen diskutiert werden.

Launch von 1-2-do war 08.08.2008 und aktuell sind gut 300 Projekte online. 1-2-do ist eine von der Firma Bosch gegründete Community. Bosch ist bereits mit der Webseite bosch-do-it.de vertreten, welche bisher lediglich Projekte publiziert hat. 1-2-do ist sozusagen bosch-do-it reloaded mit einer Prise Social Network.

Wie bei den anderen Communities kann man hier Projekte bzw. Anleitungen einstellen. 1-2-do hat hier aber explizit den Fokus auf Heimwerkern oder Kreatives/Verschönern. Auch nicht verwunderlich, da die Seite primär ein Marketing-Instrument von Bosch ist und Bohrmaschinen halt relativ wenig mit z.B. Kochrezepten zu tun haben.

Anders als bei den anderen Seiten kann man hier aber auch bloss sein Projekt vorstellen ohne eine Bauanleitung zu liefern. Eigentlich noch ein interessanter Ansatz, da einerseits Bastler vielleicht bloss etwas Bewunderung für ihr Werk suchen ohne gleich eine Bastelanleitung schreiben zu wollen, und andererseits nicht jedes Projekt auch gleich nachgebaut, sondern z.B. wie Fotos auf Flickr einfach bestaunt werden möchte.

Leider kann man hier aber weder Veröffentlichungen von anderen Benutzern abonnieren und auch keine Favoriten abspeichern. Eigentlich komisch, hat man bei 1-2-do doch einen starken Fokus auf die Community gelegt. Wie bei Facebook oder Twitter kann man die Seite nach Mitgliedern absuchen und als Kontakt hinzufügen, wobei nach verschiedenen Interessengebieten/Fertigkeiten (Elektrowerkzeuge, Kreativ Basteln, etc.) gefiltert werden kann. Im Kontobereich gibt es einen Live-Stream mit den neusten Aktivitäten seiner Kontakte. Selbst die Statusmeldungen (‘gerade an meiner neuen Hunde-Hütte dran’) fehlen hier nicht.

Auch schon fast ein Standard-Feature: man kann für verschieden Aktionen (Projekt einstellen, Thema im Forum eröffnen, etc.) Punkte sammeln und so in der Benutzer-Hierarchie aufsteigen. Falls einem ein Projekt oder Forumbeitrag besonders gut gefällt, kann man dafür seine Stimme abgeben. Neben dem obligatorischen Diskussionsforum gibt es hier zudem ein Heimwerker-Wiki.

Zusammenfassung

Auf den DIY-Communities sind einige ziemlich interessante Anleitungen zu finden. Auch blosses Durchstöbern der teilweise äusserst kreativen Projekte bzw. Anleitungen hat einen gewissen Unterhaltsungswert.

Als eingefleischter Bastler, Tüftler und Heimwerker ist man hier gut aufgehoben und kann sich mit gleichgesinnten austauschen, was primär auch der Zweck einer solchen Community sein soll.

Grösste Herausforderung für die DIY-Communities wird es wohl sein, vom Aufmerksamkeitsbudget der Benutzer ein Stück abzuschneiden und gegen grosse Portale wie Videojug, Howcast, YouTube oder scribd anzutreten. Für viele Problemstellung im DIY-Bereich gibt es dort nämlich bereits zahlreiche Anleitungen.

Ob der Vorteil einer lokalen bzw. Deutschen Version und der Fokus auf die Nische do-it-yourself aufgeht wird sich zeigen.

Maler-Offerten

29. Januar 2010

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Maschendrahtzaun aufstellen

28. Januar 2010

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Gartenteich anlegen

28. Januar 2010

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Auftragsmelder regional

22. Januar 2010

Liebe Auftragnehmer

Wir haben den Auftragsmelder erweitert. Sie können die Email-Benachrichtigungen für neue Aufträge Ihrer Branche jetzt auch auf Kantone begrenzen.

So können Sie also beispielsweise Aufträge im Bereich Maler- und Gipserarbeiten nur für den Kanton Zürich, Aargau und Luzern abonnieren. Um die gewünschten Regionen zu aktivieren, loggen Sie sich ein und navigieren Sie zum ‘Auftragsmelder’ wo Sie die Einstellungen vornehmen können.