Badewanne sanieren - Kosten und Preise in der Schweiz
12. August 2026

- Badewanne sanieren: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
- Welche Varianten gibt es bei der Badewannensanierung?
- Wie lange hält eine sanierte Badewanne?
- Wie lange dauert die Sanierung und wann kann ich wieder baden?
- Badewanne ersetzen statt sanieren
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Badewanne sanieren: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Eine Badewannensanierung kostet je nach Methode und Zustand der Wanne unterschiedlich viel. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine ungefähre Preisübersicht.
| Leistung | Einheit | Kosten von | Kosten bis |
|---|---|---|---|
| Badewannensanierung (Zahlen aus Ofri-Aufträgen) | Pauschal | CHF 1410.- | CHF 2200.- |
| Neue Beschichtung (Richtwert) | Pauschal | CHF 540.- | CHF 660.- |
| Kompletter Wannenersatz (Richtwert) | Pauschal | CHF 1’250.- | CHF 2’000.- |
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Welche Varianten gibt es bei der Badewannensanierung?
Die klassische Variante ist die Neubeschichtung. Dabei wird die Badewanne von Kalk befreit und anschliessend mit einer neuen Beschichtung in der Farbe Ihrer Wahl überzogen. Kleinere Kratzer lassen sich auch punktuell ausbessern, an einer Acrylwanne beispielsweise mit Flüssigacryl.
Daneben gibt es zwei weitere Wege:
- Badewannen-Liner: eine Acryl-Replik, die auf die alte Wanne aufgesetzt wird
- Kompletter Ersatz: die alte Wanne kommt raus, eine neue kommt rein
Alte Badewanne neu beschichten – Kosten und Ablauf
Im Vergleich zu einem kompletten Badewannenersatz (CHF 1’250.– bis CHF 2’000.–) ist eine Neubeschichtung deutlich günstiger und kostet in der Regel nur CHF 540.– bis CHF 660.–. Für die Neubeschichtung der Wanne sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:
- Oberfläche abschleifen
- Risse und abgenutzte Stellen auffüllen
- Grundierung auftragen
- mit Farbe streichen
- polieren
Wenn nur die Oberfläche mit kleinen Flecken oder Kratzern bedeckt ist, ist die Neubeschichtung die passende Wahl. Eine ausführliche Aufschlüsselung finden Sie in unserer Übersicht zu den Kosten für eine neue Beschichtung.
Sonderoption für die Badewannensanierung: Badewannen-Liner
Badewannen-Liner oder Badewannenauskleidungen sind im Grunde eine Acryl-Replik Ihrer bestehenden Badewanne. Sanitärinstallateure kleben sie mit doppelseitigem Klebeband und Silikonacryl auf die bestehende Wanne auf.
Der Einbau selbst geht schnell und braucht ein bis zwei Tage. Geduld verlangt der Vorlauf: Zuerst werden Fotos und genaue Masse aufgenommen, dann wird die Replik gefertigt, und bis dahin vergehen ein bis zwei Monate. Voraussetzung ist eine Wanne, deren Substanz noch in Ordnung ist.
Wenn Sie zur Miete wohnen, sollten Sie auf jeden Fall vorab die schriftliche Zustimmung der Vermieterschaft einholen und die Details der Badewannensanierung besprechen.
Wie lange hält eine sanierte Badewanne?
Eine Neubeschichtung hält am kürzesten, ein Liner deutlich länger, eine neue Wanne am längsten. Der Preisunterschied bildet also vor allem ab, wie lange Sie danach Ruhe haben.
Eine Beschichtung, die nach vier Jahren wieder fällig wird, kostet über zehn Jahre gerechnet mehr als ein einmaliger Wannenwechsel. Wie lange sie trägt, hängt an drei Dingen:
- Untergrund: feste Substanz mit oberflächlichen Kratzern hält länger als abgeplatzte Emaille
- Material und Auftrag: Spritzverfahren mit Profimaterial statt Rolle und Baumarkt-Set
- Pflege danach: keine Scheuermittel, keine Haftmatten mit Saugnäpfen
Einzelne Schweizer Anbieter geben bis zu acht Jahre Garantie auf ihre Beschichtung, gebunden an ihre eigenen Materialien. Wer so lange geradesteht, rechnet auch mit einer entsprechenden Lebensdauer.
Fragen Sie in jeder Offerte ausdrücklich nach der Garantie auf die Beschichtung und danach, was sie abdeckt. Erst damit lassen sich zwei Angebote wirklich vergleichen.
Wie lange dauert die Sanierung und wann kann ich wieder baden?
Das Bad ist kürzer blockiert, als viele annehmen:
- Neubeschichtung: ein Tag, davon der grösste Teil Trocknung
- Wannenwechsel: wenige Stunden, Nutzung am Folgetag
- Liner: Einbau ein bis zwei Tage, Vorlauf ein bis zwei Monate
Die neue Silikonfuge braucht in allen Fällen rund 24 Stunden, bevor Wasser daran darf. Beim Beschichten kommt hinzu, dass die Wanne eingebaut bleibt und der Zeitplan von der Trocknung bestimmt wird. Halten Sie in dieser Zeit das Fenster geschlossen, sonst setzt sich Staub in der frischen Schicht fest.
Beim Wannenwechsel steckt der Aufwand in der Demontage. Spezialisierte Betriebe lösen die alte Wanne mit eigens dafür gebauten Maschinen heraus, ohne die Plättli anzutasten und ohne bauliche Veränderung.
Badewanne ersetzen statt sanieren
Die zeit- und kostenintensivste Option beinhaltet die Entfernung Ihrer bestehenden Badewanne, um eine neue zu installieren. In der Regel müssen hier auch Wandplättli weichen, die im Anschluss wieder zu ersetzen sind. Was neue Platten kosten, zeigt unsere Übersicht zu den Kosten für das Fliesen im Bad.
Solange die Wand offen ist, lassen sich Arbeiten miterledigen, die sonst ein zweites Mal Handwerker ins Haus bringen:
- Duschventil aufrüsten
- Haltegriffe für den sicheren Einstieg setzen
- Wanne durch eine bodenebene Dusche ersetzen
- gleich das ganze Bad erneuern, siehe Kosten der Badezimmer-Renovation
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Achtung: In Bädern aus der Zeit vor 1990 kann der Plättlikleber Asbest enthalten. Müssen für den Wannenwechsel Platten weichen, ist vorher eine Abklärung nötig, und die Entfernung übernimmt eine anerkannte Spezialfirma. Das verteuert den Ersatz erheblich. Was Private dazu wissen müssen, fasst die Suva zum Thema Asbest zusammen.
Ob sich der Ersatz lohnt, hängt weniger am Alter der Wanne als an ihrem Zustand. Kostet die Instandsetzung einen erheblichen Teil dessen, was eine neue Wanne inklusive Einbau kosten würde, ist der Ersatz die vernünftigere Investition. Bei manchen Schäden erübrigt sich die Rechnung ohnehin.
Gegen eine Sanierung und für den Ersatz spricht:
- durchgehende Risse durch das Material
- Rost an durchgescheuerten Stellen
- Verformungen der Wanne
- bereits mehrfach beschichtete Oberfläche

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet es, eine Badewanne neu beschichten zu lassen?
Eine Neubeschichtung ist die günstigste Form der Badewannensanierung und kostet deutlich weniger als ein kompletter Wannenwechsel. Der genaue Betrag hängt von der Grösse der Wanne, ihrem Zustand und dem Aufwand für die Vorbereitung ab.
Weil die Wanne dabei eingebaut bleibt, entfallen Demontage, Entsorgung und die Arbeit an den Plättli. Genau diese Positionen machen beim Ersatz den grössten Teil der Rechnung aus.
Was kostet es, eine Badewanne zu ersetzen?
Ein Badewannenersatz kostet ein Mehrfaches einer Neubeschichtung. Neben der neuen Wanne fallen Demontage, Entsorgung, Anschlussarbeiten und die Wiederherstellung der Wandflächen an.
Deutlich günstiger wird es, wenn ein spezialisierter Betrieb die alte Wanne ohne Schaden an den Plättli herauslöst. Dann entfällt der Posten für neue Platten und Verfugung.
Geht der Wannenwechsel wirklich ohne Plättlischaden?
Ein Wannenwechsel ohne Plättlischaden ist bei den meisten Einbausituationen möglich. Spezialisierte Betriebe trennen die alte Wanne mit eigens dafür entwickelten Maschinen heraus und entfernen die über- und untermauerten Wannenränder, ohne die umliegenden Platten anzutasten.
Verlangen Sie in der Offerte eine ausdrückliche Zusage dazu. Wer ohne dieses Verfahren arbeitet, rechnet neue Platten und Verfugung mit ein.
Wie lange dauert eine Badewannensanierung?
Eine Badewannensanierung dauert je nach Verfahren wenige Stunden bis einen Tag. Beim Beschichten bestimmt die Trocknung den Zeitplan, beim Wannenwechsel die Demontage.
Die Ausnahme ist der Badewannen-Liner. Der Einbau selbst geht schnell, aber bis die passgenaue Acryl-Replik gefertigt ist, vergehen ein bis zwei Monate. Nach jeder Variante braucht die neue Silikonfuge rund 24 Stunden, bevor die Wanne wieder mit Wasser in Berührung kommen sollte.
Kann man eine alte Badewanne neu beschichten lassen, wenn sie schon Rost hat?
Eine alte Badewanne mit Rost lässt sich nur eingeschränkt neu beschichten. Punktueller Rost an einer abgeplatzten Stelle ist meist noch zu retten, weil die Stelle ausgeschliffen und aufgefüllt werden kann.
Hat sich der Rost dagegen durch das Material gefressen oder zeigt die Wanne durchgehende Risse, trägt keine Beschichtung mehr dauerhaft. Ein Fachbetrieb beurteilt das vor Ort in wenigen Minuten.
Darf ich als Mieterin oder Mieter die Badewanne sanieren lassen?
Als Mietende dürfen Sie eine Badewannensanierung nicht ohne Zustimmung veranlassen. Die Wanne gehört zur Bausubstanz, und ihre Sanierung ist eine bauliche Massnahme an fremdem Eigentum.
Holen Sie die Zustimmung der Vermieterschaft schriftlich ein und klären Sie dabei gleich, wer die Kosten trägt. Ist die Wanne altersbedingt abgenutzt, fällt die Instandsetzung häufig in den Bereich des Unterhalts und damit in die Verantwortung der Vermieterschaft.