Wärmepumpe installieren - Das sind die Kosten und Preise
04. Juni 2024

- Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?
- Kostenaufschlüsselung Wärmepumpe installieren
- Wärmepumpe installieren: Die Wirtschaftlichkeit im Vergleich
- Wärmepumpe installieren und Kosten einsparen? Mit diesen Förderungen in der Schweiz möglich
- Fazit: Diese Wärmepumpe lohnt sich kostentechnisch zu installieren
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?
Welches Wärmepumpen-System das richtige für Ihr Bauvorhaben ist, hängt von unterschiedlichen Gesichtspunkten ab. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe und die Wasser-Wasser-Wärmepumpe gelten als am effizientesten. Sie nutzen die durch Wärme erzeugte Energie des Grundwassers, beziehungsweise des Erdbodens. Bedauerlicherweise sind bei diesen Systemen umfangreiche Erdarbeiten notwendig, weshalb sie zu den teuersten Wärmepumpen-Varianten gehören.
Übrigens ist es auch möglich eine Wärmepumpe zu mieten, anstatt sie zu kaufen. Es fallen dank Mietkauf keine Kosten für das Gerät selbst an und Sie profitieren dennoch sofort von der Wärmepumpen-Technik und sinkenden Heizkosten. Fragen Sie bei Ihrer Beratung auch nach dieser Möglichkeit.
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Kostenaufschlüsselung Wärmepumpe installieren
Obwohl in etwa 80 Prozent aller Neubauten Wärmepumpen installiert sind, sind deren Anschaffungskosten höher als die der herkömmlichen Verbrennungsheizungen. Das lässt sich aber mit den kleinen Herstellungszahlen und den technischen Feinheiten erklären.
Ökonomische Vorteile werden Sie bei der Wärmepumpe nur bei täglicher Nutzung wahrnehmen. Wärmepumpen zeichnen sich vor allem durch sehr geringe Unterhaltskosten aus. Das ist auch der Grund, warum sich Wärmepumpen im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen nach nur wenigen Jahren amortisieren. In der nachfolgenden Tabelle können Sie sich einen Überblick über die anfallenden Kosten der verschiedenen Wärmepumpen verschaffen.
Zur Berechnung der nachfolgenden Zahlen gehen wir von einem Haus mit einem Wärmebedarf von circa 20’000 Kilowattstunden pro Jahr aus. Die aufgeführten Kosten sind als Gesamtkosten zu betrachten: Enthalten sind sowohl begleitende Kosten als auch jene für den Handwerkerdienst. Laufenden Kosten setzen sich aus Heiz- und Wartungskosten zusammen.
| Wärmepumpentyp | Besonderheiten | Investitionskosten | Betriebskosten / Jahr |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Vielfach einsetzbar, mit BB* | CHF 30’000.- | ca. CHF 1’200.- |
| Sole-Wasser (Kollektoren) | Benötigen viel Platz, mit BB* | CHF 39’000.- | ca. CHF 1’000.- |
| Wasser-Wasser | GSB** + BB* | CHF 60’000.- | ca. CHF 1’000.- |
| Luft-Luft | Lüftungsanlage notwendig, keine BB* | CHF 38’000.- | ca. CHF 1’500.- |
*BB = Baubewilligung
**GSB = Gewässerschutzbewilligung
Kosten des Geräts
Als erstes müssen Sie das Gerät selbst anschaffen. Es kostet zwar auf den ersten Blick mehr als eine Gastherme, dieser Aspekt ist jedoch untergeordnet zu betrachten. Denn die Kosten kriegen Sie wieder rein.
Je nach Wärmepumpen-System liegen die Kosten für Gerät und dazugehörige Ausstattung zwischen CHF 10’000.- bis CHF 20’000.-. Wenn noch nicht vorhanden, müssen Sie auch in ein Wärmeverteilsystem und in einen Wärmespeicher investieren. Hier kommen noch einmal an die CHF 7’000.- hinzu.
Zusätzliche Einbaukosten: Lüftungsanlage oder Bohrung? Vor allem durch die begleitenden Kosten sind Wärmepumpen in der Anschaffung teuer. Diese Kosten variieren je nach Typ der Wärmepumpe. Die Luft-Wasser-Wärmepumpeschneidet insgesamt am günstigsten ab. Nach einmaliger Erschliessung ist die Nutzung der Wärmequelle, nämlich die der Umgebungsluft, verhältnismässig günstig.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe wie auch die Sole-Wasser-Wärmepumpe erfordern umfangreiche Erdarbeiten, welche die Kosten in die Höhe treiben. Für die Verlegung der Kanäle und Erdsonden müssen noch einmal CHF 18’000.- eingeplant werden.
Bei der Luft-Luft-Wärmepumpe ist ein Lüftungssystem notwendig, das weitere Kosten verursacht. Rechnen Sie hier bei einem Einfamilienhaus mit etwa CHF 5’000.-. Wenn bereits ein Lüftungssystem vorhanden ist, ist diese Variante natürlich vorzuziehen.
Überlegen Sie vielleicht sogar eine Photovoltaik-Anlage zu installieren? In unserem Ratgeberartikel finden Sie alle notwendigen Informationen zum Thema Förderung.

Handwerker- und Einbaukosten
Die Installation sollte unbedingt von einer Fachfrau ausgeführt werden. Diese Kosten sollten Sie bei der Planung gleich miteinkalkulieren. Sie können im Durschnitt von Stundensätzen zwischen CHF 90.- und CHF 160.- ausgehen.
Insgesamt sollte der Fachbetrieb an die CHF 8’000.- erhalten. Allerdings fallen diese Kosten immer an, auch bei dem Einbau einer normalen Heizungsanlage.
Unverzichtbar: Gründliche Planung
Bevor Sie Ihr altes Heizsystem gegen eine Wärmepumpe austauschen, ist eine detaillierte Planung unerlässlich. Den Handwerker einfach einbauen lassen – so funktioniert es in der Realität meist nicht. Zunächst müssen die vorhandenen Systeme in Ihrem Haus, wie Solaranlagen oder Fussbodenheizungen, überprüft werden.
Durch eine umfassende Planung wird sichergestellt, dass alle Systeme optimal zusammenarbeiten und keine unerwarteten Probleme auftreten.
Laufende Kosten
Die Ersparnisse, die Sie bei den laufenden Kosten haben, machen die Wärmepumpe wirtschaftlich attraktiv. Die laufenden Kosten setzen sich aus Wartungs- und Heizkosten zusammen.
Wartungskosten
Tendenziell sind die Wartungskosten bei Wärmepumpen günstiger als bei «normalen» Heizungen. Unter anderem auch weil kein Kaminfeger beauftragt und bezahlt werden muss. Es kommen jährlich circa CHF 250.- Wartungskosten auf Sie zu. Zum Vergleich: Für Verbrennungsheizungen sind es an die CHF 650.- im Jahr.
Heizkosten
Gehen wir vom oben angebrachten Beispiel eines Beispielhauses mit 20’000 Kilowattstunden Wärmebedarf im Jahr aus. Mit einer neuen Ölheizung kommen Sie auf Heizkosten von etwa CHF 2’100.-. Bei einer Gasheizung sind es CHF 1’300.- jährlich.
Bei gleichem Heizbedarf zahlen Sie mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nur CHF 900.- im Jahr.
Sole-Wasser- und Wasser-Wasser- Wärmepumpen sind noch günstiger. Hier können Sie mit circa CHF 720.- pro Jahr rechnen. An diesem Beispiel ist einfach zu erkennen, dass die Amortisierung schon nach wenigen Jahren erfolgt.
Die Luft-Luft-Wärmepumpe stellt eine Ausnahme dar, denn hier liegen die Heizkosten deutlich höher. Im Jahr liegen diese bei circa CHF 1’250.-. Diese Variante ist zwar immer noch günstiger als jede Verbrennungsheizung, jedoch dauert die Amortisierung erheblich länger als bei anderen Wärmepumpen-Systemen.

Wärmepumpe installieren: Die Wirtschaftlichkeit im Vergleich
Wenn Sie heutzutage eine Ölheizung für kleines Geld kaufen, müssen Sie spätestens in ein paar Jahren draufzahlen. Dadurch, dass Wärmepumpen wenig laufende Kosten produzieren, amortisieren sich diese nach sehr kurzer Laufzeit. Die Amortisierung einer Wärmepumpe hängt sowohl von den laufenden Kosten als auch von den Anschaffungskosten gleichermassen ab.
Die Luft-Luft-Variante kostet natürlich weniger als das Erdsonden-Modell. Bei Letzterem sind die laufenden Kosten noch etwas niedriger. Soll heissen, dass bei einer Erdwärmepumpe gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe nach einer gewissen Zeit durchaus preisliche Vorteile entstehen.
Folgendes Bild ergibt sich, wenn wir uns erneut das Beispiel mit dem Haus mit 20’000 Kilowattstunden Heizbedarf pro Jahr ansehen:
| Heizungsart | Amortisation im Vergleich zur Ölheizung | Amortisation im Vergleich zu Gasheizung |
|---|---|---|
| Ölheizung | - | nie |
| Gasheizung | sofort | - |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | ca. 4 Jahre | ca. 9 Jahre |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Kollektoren) | ca. 7 Jahre | ca. 13 Jahre |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Sonden) | ca. 11 Jahre | ca. 18 Jahre |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | ca. 16 Jahre | ca. 25 Jahre |
| Luft-Luft | ca. 13 Jahre | über 25 Jahre |
Wichtig – Planung ist entscheidend:
Wenn Sie Ihr altes Heizsystem auf eine Wärmepumpe umstellen möchten, ist eine sorgfältige Planung unverzichtbar. Ihr Handwerker kann die Wärmepumpe nicht einfach so installieren. Zunächst muss geprüft werden, welche anderen Systeme in Ihrem Haus vorhanden sind, wie zum Beispiel Solaranlagen, Fussbodenheizung und so weiter.
Eine gründliche Planung stellt sicher, dass alle Systeme optimal aufeinander abgestimmt sind und keine zusätzlichen Probleme entstehen.
Wärmepumpe installieren und Kosten einsparen? Mit diesen Förderungen in der Schweiz möglich
Der Bund und die Kantone stellen grosse Summen zur Förderung von Wärmepumpeninstallationen zur Verfügung. Die Schweiz ist seit einigen Jahren darauf erpicht, umweltfreundliche Technologien und erneuerbare Energien zu stärken.
Die Massnahme M-05 des Gebäudeprogramms fördert neben Wärmepumpen auch noch andere energetische Sanierungen, wie thermische Solaranlagen und Dämmungen. Der Mindestsatz beim Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei CHF 1’600.-. Diese Summe kann, je nach Karton, auch höher ausfallen.
Die effizienteren, aber auch teureren Sole-Wasser- und Wasser-Wasser- Wärmepumpen werden mit der M-06-Massnahme mit mindestens CHF 2’400.- gefördert. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe wird in der Schweiz bisher nicht gefördert.
In einigen Kartonen kann alternativ die Einrichtung eines ohnehin benötigten Lüftungssystems mit der M-09-Massnahme gefördert werden.
Es lohnt sich in jedem Fall sich vor den Baumassnahmen gut zu erkundigen, welche Förderungsprogramme in Ihrer Region greifen.
| Art der Wärmepumpe | Gebäudeprogramm-Nummer | Förderungshöhe |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | M-05 | Mindestens CHF 1’600.- + CHF 60 / Kilowatt |
| Wasser-Wasser | M-06 | Mindestens CHF 2’400.- + CHF 180 / Kilowatt |
| Sole-Wasser | M-06 | Mindestens CHF 2’400.- + CHF 180 / Kilowatt |
| Luft-Luft | keine | — |
| Lüftungssystem | M-09 | Bitte informieren Sie sich in Ihrem Kanton. Nur in manchen Fällen möglich. |
Fazit: Diese Wärmepumpe lohnt sich kostentechnisch zu installieren
DIE günstigste Wärmepumpe gibt es tatsächlich nicht, denn jedes Haus ist anders und die Wünsche der Eigentümer unterscheiden sich ebenfalls. Welches Wärmepumpen-System sich in Ihrem Fall lohnt, hängt von diversen Faktoren ab. Bei den meisten Wärmepumpen ist ein Wärmeverteilsystem erforderlich. Die Luft-Luft-Anlage benötigt zum Beispiel ein Lüftungssystem.

Im besten Fall ist eines von beidem bereits vorhanden, dann können die entsprechenden Geräte mit verhältnismässig wenig Aufwand installiert werden. Bei der Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kommen Sie insgesamt günstig weg. Auf Dauer ist jedoch das Heizen mit Wasser-Wasser- und Sole- Wasser- Wärmepumpen noch günstiger. Allerdings können hier die benötigten Gewässerschutzbewilligungen ein Hindernis darstellen.
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