Wärmepumpe ersetzen - Das sind die Kosten und Preise
03. Juni 2024

- Wann sollten Sie Ihre Wärmepumpe ersetzen lassen?
- Wärmepumpe ersetzen – das sind die Kostenfaktoren
- Die Gesamtkosten für das Ersetzen einer Wärmepumpe
- Wärmepumpen und Fördergelder in der Schweiz
- So ersetzt der Profi Ihre Wärmepumpe
- Diese weiteren Optionen für ein alternatives Heizsystem gibt es
Wann sollten Sie Ihre Wärmepumpe ersetzen lassen?
Die Tatsache, dass es Wärmepumpen schon seit den 1980er Jahren gibt, ist vielen gar nicht bewusst. Schon damals suchte man aufgrund der vorherrschenden Ölkrise nach alternativen Heiztechniken und stiess auf die Wärmepumpe.
Es gibt zwar keine gesetzlich vorgeschriebene Austauschpflicht für eine Wärmepumpe, trotzdem kann ein Tausch nach 20-jähriger Nutzungsdauer durchaus Sinn ergeben. Denn die Lebensdauer der damaligen Wärmepumpen war auf 20 bis 25 Jahre ausgelegt. Wenn Ihre Wärmepumpe dieses «Alter» übersteigt, lohnt sich in manchen Fällen eine Reparatur nicht mehr, da sie unwirtschaftlich wäre.

Indem Sie Ihre alte Wärmepumpe ersetzen lassen, profitieren Sie von den folgenden Vorteilen:
- Niedrigere Betriebskosten: Die Betriebskosten lassen sich mit einer modernen Wärmepumpe um bis zu 20 Prozent senken. Nehmen Sie sich Ihren Jahresverbrauch zur Hand und rechnen Sie gleich nach. Auf lange Sicht kann sich das durchaus lohnen.
- Höherer Nutzungskomfort: Ältere Wärmepumpenanlagen sind in der Regel lauter als neue, zudem haben Sie die Möglichkeit neuere Geräte mithilfe von Smarthome-Systemen zu steuern.
- Wertsteigerung der Immobilie: Der Austausch Ihrer Wärmepumpe kann auch als Investition in die Zukunft gesehen werden. Sollten Sie Ihre Immobilie in den nächsten 20 Jahren verkaufen wollen, können Sie mit dem Vorhandensein eines neuen Wärmepumpensystems einen höheren Verkaufspreis rechtfertigen.
Sollte Ihre Wärmepumpe das 20 Lebensjahr jedoch noch nicht erreicht haben, können Sie sie selbstverständlich auch erst mal reparieren lassen.
Für den Einbau, Ersatz und die Reparatur von Wärmepumpen stehen Ihnen selbstverständlich unsere angebundenen Betriebe zur Verfügung. Laden Sie einfach Ihren Auftrag bei uns hoch und erhalten Sie im Anschluss Offerten von Betrieben aus Ihrer Umgebung.
Wichtig – Planung ist entscheidend:
Wenn Sie Ihr altes Heizsystem auf eine Wärmepumpe umstellen, ist es sehr wichtig vorab gescheit zu planen. Die Realität sieht nicht so aus, dass Ihr Handwerker Ihnen die Wärmepumpe einfach ruckzuck einsetzt. Erst einmal muss festgestellt werden, welche anderen Systeme in Ihrem Haus vorhanden sind, wie etwa Solaranlage, Fussbodenheizung et cetera.
Eine gründliche Planung gewährleistet, dass alle Systeme optimal aufeinander abgestimmt sind und keine zusätzlichen Probleme entstehen.
Wärmepumpe ersetzen – das sind die Kostenfaktoren

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Wärmepumpe von einem Handwerksbetrieb installieren zu lassen, kommen diese Kosten auf Sie zu:
- Anfahrtskosten
- Materialkosten
- Arbeitsaufwand (wird oft in Stunden abgerechnet)
Möchten Sie zum Beispiel eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe ersetzen lassen, könnte der Zeitaufwand grösser sein. Hier muss eventuell noch Öl abgepumpt werden und je nach Art der ursprünglichen Montage kann es auch länger dauern, die Ölheizung zu demontieren.
Auch die Entsorgung Ihrer alten Heizanlage müssen Sie einplanen. Bei Ofri können Sie aber nach dem Hochladen Ihres Auftrags Offerten von Dienstleistern aus Ihrer Nähe miteinander vergleichen, bevor Sie sich entscheiden. All das ist zunächst unverbindlich und für Sie mit keinerlei Kosten verbunden.
Die Gesamtkosten für das Ersetzen einer Wärmepumpe
Für das Ersetzen einer Wärmepumpe wurden auf Ofri bisher Preise zwischen CHF 6945.- und CHF 30'663.- verzeichnet. In den Preisen sind selbstverständlich die Investitionskosten für eine neue Wärmepumpe enthalten.
In der folgenden Tabelle haben wir die Kosten für den kompletten Neueinbau einer Wärmepumpe ins Verhältnis zum Ersatz einer Wärmepumpe gesetzt. Es handelt sich allerdings um Richtwerte, die auch mal von Ihrer individuellen Ausgangslage abweichen können.
| Heizungstyp | Neueinbau | Wärmepumpenersatz inkl. Demontage alter Heizung |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | CHF 15’000.- bis CHF 20’000.- | CHF 30’000.- bis CHF 35’000.- |
| Erdwärmepumpe | CHF 15’000.- bis CHF 20’000.- + Bohrung CHF 10’000.- bis CHF 15’000.- | CHF 35’000.- bis CHF 45’000.- |
| Wärmepumpenboiler | CHF 3’000.- bis CHF 3’500.- | CHF 3’000.- bis CHF 3’500.- |
Wenn Sie sich die erste Offerte einholen und vom Preis erschlagen sind, dann lohnt es sich immer eine Zweitmeinung einzuholen.
Bitte beachten Sie, dass zu Ihrer neuen Wärmepumpe weitere Arbeiten an Ihrem Haus hinzukommen könnten, welche die Funktionalität Ihrer Wärmepumpe unterstützen. Zum Beispiel braucht es für eine Erdwärmepumpe eine entsprechenden Zugang zum Erdreich, der durch eine Bohrung erfolgt.
Wärmepumpen und Fördergelder in der Schweiz
Wenn es um solch eine grosse Investition geht, lohnt es sich, vorab herauszufinden, welche Fördergelder für Ihr Vorhaben zur Verfügung stehen.
Das Gebäudeprogramm stellt für allerlei energetische Sanierungen wie etwa Dämmung, thermische Solaranlagen und auch Wärmepumpen finanzielle Mittel zur Verfügung.
Die Massnahme M-05 garantiert für den Einbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen einen Mindestsatz von CHF 1’600.-. Dieser kann sich von Kanton zu Kanton unterscheiden. M-06 billigt Ihnen einen Mindestsatz von circa CHF 2’400 für Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen zu.
Nur für die Installation einer Luft-Luft-Pumpe gibt es in der Schweiz keine Fördergelder. Das dafür ohnehin notwendige Schaffen eines Lüftungssystem kann allerdings durch die Massnahme M-09 bezuschusst werden.
Sie denken alternativ über die Installation einer Photovoltaik-Anlage nach? Dann lesen Sie gerne in unseren Artikel zu Fördermitteln von Photovoltaik-Anlagen rein.
So ersetzt der Profi Ihre Wärmepumpe
Wie läuft es eigentlich ab, wenn der Profi Ihre Wärmepumpe einbaut? Generell kommt das immer ganz auf Ihre Situation und die genaue Art der Pumpe an.
Ist auch eine Demontage notwendig? Handelt es sich um einen Neubau? Bei einer Erdwärmepumpe muss der Profi zum Beispiel in den Boden bohren, um die Wärmepumpe einzubauen. Es gibt also keinen pauschalen Vorgang, der in jedem Fall anzuwenden ist.
Wenn es um Ihr Heizsystem geht, ist es übrigens auch keine gute Idee, daraus ein Do-It-Yourself-Projekt zu machen. Damit gefährden Sie sich und die Bewohner Ihres Hauses. Deswegen sollten Sie hier unbedingt mit einem Profi zusammenarbeiten.
So können Sie sicher gehen, dass alles nach Vorschriften eingebaut wird und keine Probleme entstehen. An dieser Stelle gibt es also keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, weil diese immer individuell auf Ihr Haus angepasst werden muss und eine Durchführung nur vom Experten empfohlen ist.
Diese weiteren Optionen für ein alternatives Heizsystem gibt es

Neben der Wärmepumpe gibt es auch andere Möglichkeiten, mit denen Sie Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung Wärme zuführen können.
Da gäbe es zum Beispiel die Solarthermieanlage Die Solarthermie ist gerade beim Erhitzen von Wasser sehr vorteilhaft.
Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, eine Infrarotheizung einbauen zu lassen.
Einen eher schlechten Ruf hat die Elektroheizung. Aber hat sie diesen Ruf auch verdient?
In unserem grossen Artikel zum Heizkostenvergleich können Sie sich schlau lesen.
Wichtig ist, dass Sie bei Ihrer Entscheidung langfristig denken. Ist die Investition jetzt hoch, aber dafür sparen Sie langfristig? Dann kann es sich durchaus lohnen, diesen Schritt zu gehen. Insbesondere wenn die Variante, für die Sie sich entscheiden, auch besser für die Umwelt ist. So ist die Wärmepumpe in jedem Fall eine Lösung, die gut für die Umwelt ist und demnach nicht nur für Ihren Geldbeutel eine gute Entscheidung, sondern auch für die Zukunft Ihrer Enkelkinder und Nachfahren.
Weiterhin sollten Sie die Instandhaltungskosten nicht aus den Augen verlieren. Erkundigen Sie sich ruhig direkt beim Experten, wie es mit Wartungskosten aussieht. Dieser kann Sie auch über die Lebenserwartung Ihres bevorzugten Heizsystems aufklären.
Bei Wärmepumpen beträgt diese in der Regel 20 – 25 Jahre. Aber fragen Sie ruhig nach, wie es bei Ihrem Modell genau aussieht.
Die Temperaturen fallen, der Winter ist da und die Heizkosten steigen? Was tun? Wir haben die folgenden Tipps für Sie gesammelt, wie Sie Heizkosten sparen können.