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Communiqués de presse » Photovoltaik: Schwachstelle im Schweizer Stromnetz?
27. Janvier 2026

Photovoltaik: Schwachstelle im Schweizer Stromnetz?

Die Schweiz baut Photovoltaik-Anlagen rasch aus und stärkt damit die Energiewende. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von Geräten aus dem Ausland. Besonders bei Wechselrichtern dominieren Hersteller aus China.

Laut Tagesschau Deutschland warnen Fachleute vor wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Risiken. Vor diesem Hintergrund befragt die Schweizer Handwerkerplattform Ofri Solaranlagen-Installateure zu ihren IT-Sicherheitskonzepten.

Photovoltaik-Dach

Was sind Wechselrichter und wieso stellen sie ein Sicherheitsrisiko dar?

Ein Wechselrichter bildet das Herzstück einer Solaranlage. Das kleine Bauteil wandelt Gleichstrom aus den Solarmodulen in Haushaltsstrom um und leitet ihn ins Netz.

Die meisten Wechselrichter verbinden sich für eine bedienerfreundliche Steuerung sowie Updates und Wartungen aus der Ferne ständig mit dem Internet. Hersteller behalten dadurch Zugriff auf das zentrale Element und könnten im Extremfall einen flächendeckenden Ausfall von PV-Anlagen auslösen.

Herkunftsländer von Wechselrichtern

«Der Hersteller spielt bei der Auswahl unserer Wechselrichter eine zentrale Rolle», sagt Samuel Eichenberger, Inhaber des Solarbetriebs Froglux AG. «Etablierte Hersteller garantieren die Einhaltung aktueller europäischer und nationaler Normen.»

Laut Nachrichtenportal Die Presse gelten für Kleinanlagen im Privatbereich jedoch nur geringe Sicherheitsstandards. Zudem zählen zu den etablierten Herstellern viele chinesische Anbieter wie Huawei und GoodWe. Sie dominieren derzeit den europäischen Markt. Dieser Importanteil kann im Fall geopolitischer Spannungen ein erhebliches Risiko darstellen, so ein Sprecher von Fronius einem österreichischen Wechselrichterhersteller.

Was Endverbraucher über Sicherheitsrisiken wissen

Samuel Eichenberger berichtet, dass Kunden ihn oft auf Sicherheitsaspekte seiner Solaranlagen ansprechen. Ihr Interesse geht dabei weit über den klassischen Schutz vor Stromschlag und Brand hinaus: «Die digitale Sicherheit gerät zunehmend in den Fokus», schlussfolgert der Solarbetrieb-Inhaber. «Bei vernetzten oder fernüberwachten Anlagen geht es heute vor allem um IT- und Cybersicherheit.»

Sicherheitsmassnahmen

«Man muss immer unterscheiden zwischen privaten Häuslebauern und öffentlichen Ausschreibungen. Bei letzteren gibt es sehr hohe Sicherheitsstandards», berichtet Dave Lämmel vom Solarbetrieb Walter Kälin Holzbau AG.

Aber auch Privathaushalte sollten sich schützen, zumal Cloud-Dienste und Smart-Home-Geräte immer verbreiteter sind. Hier eignen sich Schutzmassnahmen wie starker Passwortschutz oder verschlüsselte Kommunikation.

Mit stärkeren Sicherheitsstandards in die Solarzukunft

Der schnelle Ausbau von Photovoltaik erhöht die Abhängigkeit von internetverbundenen Wechselrichtern, die oft aus China stammen. Höhere IT-Sicherheitsstandards, vor allem für Kleinanlagen, und eine bessere Aufklärung der HausbesitzerInnen können die Sicherheit der Schweizer Solarversorgung stärken.

Über Ofri

Das Zürcher Unternehmen Ofri betreibt seit 2011 ein unabhängiges Handwerksportal. Privatpersonen und Verwaltungen erstellen dort Aufträge und erhalten passende Offerten von regionalen Fachbetrieben. Für Handwerker bietet die Plattform eine effiziente Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen.

Quellen:

  • Tagesschau (2025): Gefahr aus China?
  • Die Presse (2025): Blackout auf Knopfdruck
  • Befragung von Solarbetrieben im Ofri-Netzwerk (2025)

Kontakt für Rückfragen: ofri Internet GmbH, Amina Hartmann, 0445202281, [email protected], www.ofri.ch

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