Heizung sanieren - Das sind die Kosten und Preise
20. Dezember 2022

- Wann sollten Sie Ihre Heizung sanieren, um Kosten zu sparen?
- Genaues Rechnen lohnt sich bei der Heizungssanierung
- Heizung sanieren: Kosten sparen durch Förderprogramme
- Heizkosten im Detail
- Die Kosten des Einbaus verschiedener Heizgeräte im Vergleich
- Welches Heizsystem ist das günstigste?
Wann sollten Sie Ihre Heizung sanieren, um Kosten zu sparen?
Sie fragen sich, wann Sie Ihre Heizungsanlage sanieren sollen? In den folgenden Fällen lohnt sich der Austausch:
- bei Heizkesseln mit einem Alter von über 15 bis 20 Jahren
- bei grossen Heizkesseln, die zu viel Platz beanspruchen und deren Kesseltemperatur dauerhaft sehr hoch läuft
- wenn die Abgaswerte vom Kaminfeger bemängelt werden
Genaues Rechnen lohnt sich bei der Heizungssanierung
Auf den ersten Blick mag ein klimafreundliches Heizsystem höher im Preis liegen als eine Öl- oder Gasheizung. Jedoch sollten Sie sich die Zeit nehmen und Ihren Fall genau durchrechnen, sie werden von dem Ergebnis überrascht sein.
Wenn Sie die gesamte Lebensdauer betrachten und die Energiekosten mit in Ihre Rechnung einbeziehen, können langfristig Einsparungen erzielt werden. Steuerliche Aspekte können sich zu Ihrem Vorteil auswirken und auch der Wert der Liegenschaft (Eigentum) kann ansteigen.
Je nachdem wie alt und in welchem Zustand die Liegenschaft ist, ist es möglich, dass eine Gesamterneuerung den meisten Sinn ergibt und so eine Wertsteigerung erreicht werden kann.
Tipp: Wenn Sie planen ein Gebäude zu verkaufen, sollten Sie durchrechnen, ob eine Sanierung der Heizung vor dem Verkauf eine gewinnbringende Investition wäre. Sie können Ihren Fachmann über Ofri finden und sich gründlich beraten lassen. Laden Sie dafür Ihren Auftrag bei uns hoch und vergleichen Sie im Anschluss Offerten aus Ihrer Region.

Heizung sanieren: Kosten sparen durch Förderprogramme
Ein wichtiger Entscheidungsfaktor ist auch die Klimafreundlichkeit erneuerbarer Energien. Projekte, die zum Umweltschutz beitragen, werden sehr häufig gefördert. Somit sollen fossile Heizmittel, wie Öl oder Gas, Stück für Stück, durch umweltfreundlichere, moderne Alternativen umgerüstet werden. So gut wie jeder Kanton bietet verschiedene Förderungsmodelle an, jeweils angepasst nach Verbrauch und Heizungstyp.
Sie sollten sich bei Kanton und Bund sowie Banken, Gemeinden, Energiefachstellen und Energieversorgern nach den aktuellen Förderprogrammen erkundigen. Diese Programme sind meist zeitlich begrenzt, daher sollten Sie Ihr Bauvorhaben in das Zeitfenster der angestrebten Förderung legen. Nutzen Sie Ihre Chance und nehmen Sie finanzielle Unterstützung für sich und Ihr Projekt in Anspruch.
Interessieren Sie sich für den Einbau einer Photovoltaikanlage? Dann wird Sie unser Ratgeberartikel zum Thema interessieren. Hier entlang.
Heizkosten im Detail
Vielleicht erscheint Ihnen eine neue Heizung anfangs aufgrund der Anschaffungskosten etwas teuer, jedoch sparen Sie im Anschluss an den benötigten Rohstoffen und Heizmitteln. Wärmepumpen gelten zum Beispiel als sehr effizient, wenn es um’s Heizen geht.
Gepaart mit einem geringen Stromverbrauch für den Betrieb und der Nutzung von Erdwärme sind sie im Vergleich mit anderen Heizsystemen beeindruckend günstig. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt.

Als nicht mehr zeitgemäss gelten Öl- und Gasheizungen. Hier fallen jeden Monat sehr hohe Kosten an. Sie möchten Ihre Ölheizung ersetzen lassen? Hier erfahren Sie mehr zum Thema.
In der Vergangenheit haben sich die Preise für Rohstoffe aufgrund verschiedener Ereignisse bis hin zu verfünffacht. Dies trägt dazu bei, dass Heizmittel aus nicht erneuerbaren Quellen unattraktiv und äusserst ineffizient geworden sind.
Leider gibt es für Holz-Fans ebenfalls eine unglückliche Entwicklung. Scheitholz und ganz besonders Holzpellets sind in ihren Anschaffungskosten so massiv angestiegen, dass die entsprechenden Heizungsanlagen enorm an Ökonomie einbüssen.
Wir haben Ihnen zur Übersichtlichkeit eine Tabelle der unterschiedlichen Heizstoffe und deren Effizienz eine Tabelle zusammengestellt. In der folgenden Aufstellung gehen wir von einem Wärmebedarf von circa 20’000 kWh im Jahr aus.
| Heizstoff | Preis (Stand ‘22) | Heizkosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Heizöl | CHF 160.- / 100 l | CHF 3’300.- |
| Gas | CHF 0.20 / kWh | CHF 3’960.- |
| Wärmepumpe | CHF 0.20 / kWh (Strom: ~4’500 bis 6500 kWh / Jahr) | CHF 900.- bis CHF 1’260.- |
| Strom | CHF 0.20 / kWh | CHF 4’080.- |
| Fernwärme | CHF 0.11 / kWh | CHF 2’280.- |
| Hackschnitzel | CHF 50-60 / Srm = ~230 kg | CHF ~1’200.- |
| Holzpellets | CHF 660 / t | CHF 3’360.- |
| Scheitholz | CHF 150-210 / Srm (je nach Holzart) = ~400 kg | CHF ~3’000.- |
Die Kosten des Einbaus verschiedener Heizgeräte im Vergleich
Die nachfolgenden Werte sollen Ihnen als Richtwerte dienen, um die Anschaffungskosten der einzelnen Heizungsgeräte besser einschätzen zu können.
| Heizungsart | Kosten |
|---|---|
| Öl- & Gasheizung | > CHF 20’000.- |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | CHF 15’000.- bis CHF20’000.- |
| Erd-Wärmepumpe | CHF 15’000.- bis 20’000, falls Bohrung notwendig zusätzlich CHF 10’000.- bis CHF 15’000.- |
| Pellet-Heizung | CHF 40’000.- bis CHF 50’000.- |
| Solarthermie-Anlage | CHF 15’000.- |
| Photovoltaik | CHF 15’000.- |
| Wärmepumpenboiler | CHF 3’000.- bis CHF 3’500.- |
Beim Heizung-Sanieren die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten
Hier zeigt sich sehr gut, in welchem Umfang sich die zu Anfang teure, neue Heizung lohnt. Im Gegenzug ist es so, dass eine im Vergleich günstigere Heizung in der Anschaffung höhere Betriebskosten verursacht. Nehmen wir die Luft-Wasser-Wärmepumpen als Beispiel. Hier rechnen sich die hohen Anschaffungs- und Installationskosten bereits nach wenigen Jahren, da die Betriebskosten niedrig sind und so schnell den Ausgleich schaffen. Weitere Kosten entstehen für die Wartung.
Im direkten Vergleich werden Sie feststellen, dass eine Öl- oder Gasheizung über 20 Jahre doppelt so viel kostet wie eine Wärmepumpe. Aber auch die Strom- und Holzheizungen werden in der Entwicklungstendenz immer unwirtschaftlicher.
Welches Heizsystem ist das günstigste?
Erneuerbare Energien sind hoch im Trend. Denn das der Umstieg von Gas- und Ölheizung sich lohnt, ist erwiesen. Ganz egal für welches der neuen Heizsysteme Sie sich entscheiden, es wird langfristig betrachtet umweltfreundlicher und günstiger sein.
Auch wenn die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch sind, ist auf lange Sicht gesehen, die Wärmepumpe die insgesamt günstigste und sparsamste Heizungsanlage. Die notwendig werdende Investition amortisiert sich schnell durch niedrige Betriebskosten. Nicht zuletzt liegt es daran, dass in fast allen Kantonen attraktive Förderprogramme verfügbar sind. Im Namen des Umweltschutzes und auch Ihrer Geldbörse kann von der Anschaffung einer neuen Öl- oder Gasheizung nur abgeraten werden.
Welches Heizsystem jedoch das Richtige für Sie ist, hängt im Wesentlichen von der vorhandenen Infrastruktur und dergleichen ab. Lassen Sie sich ausführlich beraten. Sie können Ihren Fachmann über Ofri finden. Laden Sie dafür Ihren Auftrag bei uns hoch und vergleichen Sie im Anschluss Offerten aus Ihrer Region.