Solaranlage - Das sind die Kosten und Preise
18. November 2022

- Wie setzen sich die Kosten einer Solaranlage in der Schweiz zusammen?
- Mögliche Zuschüsse und Einnahmen
- Aussichten in Bezug auf die Kosten von Solaranlagen in der Schweiz
- Zusammenfassung
Wie setzen sich die Kosten einer Solaranlage in der Schweiz zusammen?
Zunächst einmal setzen sich die Kosten für eine Solaranlage aus den Anschaffungskosten und den laufenden Wartungskosten zusammen. Abgezogen werden können staatliche Förderungen, Einnahmen durch das Einspeisen von überzähligem Strom in die öffentlichen Netze und steuerliche Vorteile.
Unser Tipp: Zur besseren Vergleichbarkeit sollten Sie sich immer die Kosten einer Solaranlage pro Quadratmeter in der Schweiz anschauen.
Anschaffungskosten
Lassen Sie uns zunächst auf die reinen Anschaffungskosten zu sprechen kommen. Mögliche Abzüge und Einnahmen werden wir später behandeln. Um die Kosten der Solaranlage in der Schweiz für Sie anschaulicher zu gestalten, möchten wir uns an einem typischen Beispiel orientieren.
In der Schweiz liegt der durchschnittliche Stromverbrauch eines Einfamilienhauses bei rund 4’500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Um eine Solaranlage rentabel zu betreiben, wählt man eine Leistung, die dem rund 1,75-fachen davon entspricht, mithin 7’500 Kilowattstunden.
Da man den Strom nicht immer dann benötigt, wenn er produziert wird (tagsüber an sonnigen Tagen), verkauft man den überschüssigen Strom an das örtliche Elektrizitätswerk. Dadurch ergeben sich erfahrungsgemäss rechnerisch ein Eigenverbrauch von 30 Prozent und ein Verkauf von 70 Prozent des produzierten Stroms.
Um die gewünschte Leistung von rund 7’500 Kilowattstunden zu erzielen, muss die Solaranlage eine Leistung von 8 bis 9 Kilowatt-Peak (kWp) aufweisen, da man pro Kilowatt-Peak von einer Ausbeute von bis zu 900 Kilowatt-Peak ausgeht.
Eine Solaranlage, die aus verschiedenen Komponenten besteht, würde in unserem Beispiel folgende Kosten verursachen:
| Bezeichnung | Preis von CHF | Preis bis CHF |
|---|---|---|
| Solarmodule | 7’000.- | 9’000.- |
| Wechselrichter | 3’300.- | 4’500.- |
| Montagesystem, Kleinteile etc. | 1’450.- | 2’300.- |
| Einbau durch einen Fachbetrieb | 5’400.- | 7’100.- |
| Gesamtkosten | 17’150.- | 22’900.- |
Die bei Ofri angeschlossenen Fachbetriebe freuen sich darauf, Ihnen ein unverbindliches Angebot unterbreiten zu dürfen. Anschliessend können Sie diese in Ruhe vergleichen und sich für das beste Angebot entscheiden. Achten Sie hierbei nicht nur auf den Preis, sondern insbesondere auf die Leistungskennzahlen der Anlage.
Unterhaltskosten
Neben den reinen Anschaffungskosten einer Solaranlage kommen in der Schweiz auch laufende Kosten für Wartung, Reparaturen, Reinigung und gegebenenfalls Versicherungen hinzu. Als Faustregel kann man hierbei mit einem Betrag von 1 Prozent bis 2 Prozent der Anschaffungskosten rechnen.
Nehmen wir das Mittel aus den oben genannten Anschaffungskosten (rund CHF 20’000.-) und ebenfalls das Mittel der Prozentwerte (1,5 %) ergeben dies jährliche Unterhaltskosten von rund CHF 300.-.
Spartipp: Als privater Betreiber einer Solaranlage brauchen Sie in aller Regel keine separate Versicherung abzuschliessen, sondern melden einfach die neue Anlage bei Ihrer Gebäudeversicherung an. Für ein paar wenige Franken mehr im Jahr ist dies mitversichert.
Mögliche Zuschüsse und Einnahmen
Neben den Kosten der Solaranlage müssen aber auch mögliche Fördermittel und Einnahmen durch den Verkauf überschüssigen Stroms in die Gesamtrechnung einbezogen werden.
Staatliche Förderungen
Der Hauptanteil der staatlichen Unterstützung bei den Kosten für eine Solaranlage in der Schweiz liegt in der Einmalvergütung als Zuschuss zu den Investitionskosten. Bei Anlagen im privaten Bereich, die unter 100 Kilowatt-Peak liegen, beträgt die Förderung bis zu 30 Prozent.
Die feste Einmalvergütung (EIV) berechnet sich über einen Grundbeitrag plus einen Wert pro Kilowatt-Peak. Der Grundbeitrag liegt bei angebauten oder freistehenden Solaranlagen bei CHF 700.- und bei integrierten Systemen bei CHF 1’550.-. Hinzu kommen CHF 380.- je Kilowatt-Peak. Bei einer integrierten Solaranlage von 10 Kilowatt-Peak summiert sich der Wert demnach wie folgt:
CHF 1’550.- + (10 × 380) = CHF 5’350.-
Einspeisevergütung der Elektrizitätswerke
Neben der Einmalvergütung können Sie überschüssigen Strom in das öffentliche Netz einleiten und erhalten hierfür eine Einspeisevergütung. Diese variiert schweizweit jedoch sehr stark und liegt zwischen 6 und 20 Rappen.
Hinzu kommt ein möglicher Vertrag (in manchen Kantonen) zur Abtretung des ökologischen Mehrwerts (Herkunftsnachweis, HKN), der vielfach zusätzlich mit 4 Rappen pro Kilowattstunde vergütet wird.
Unser Tipp: Wenn Sie mit einem der Fachbetriebe auf Ofri zusammenarbeiten, helfen Ihnen diese gerne bei der Beantragung der Förderung.
Aussichten in Bezug auf die Kosten von Solaranlagen in der Schweiz
Langfristig werden wir im Energiebereich drei Trends in Bezug auf Solaranlagen beobachten:
1. Strom wird teurer Es ist damit zu rechnen, dass Strom immer teurer wird. Daher macht sich die Aufstellung einer Solaranlage doppelt bezahlt. Erstens muss man weniger teuren Strom beziehen und zum Zweiten wird man mehr für die Einspeisung ins Netz erhalten.
2. Nachhaltigkeit wird immer wichtiger Der Nachhaltigkeitstrend nimmt immer weiter Fahrt auf und immer mehr Menschen machen sich glücklicherweise Gedanken um die Zukunft unseres Planeten. Mit einer Solaranlage übernimmt man einen Teil dieser Verantwortung und tut so bereits eine Menge für den Umweltschutz.
3. Solarmodule werden immer effizienter und preiswerter Die Entwicklung auf technischer Ebene schreitet rasant voran. Nicht nur, werden dadurch die Solarmodule deutlich effizienter, die Herstellung wird auch preiswerter.
Die Kosten einer Solaranlage pro Quadratmeter in der Schweiz werden dadurch insgesamt fallen. Kantone und Gemeinden werden Vergütungssätze für den eingespeisten Strom anpassen und im Laufe der Jahre erhöhen.
Zusammenfassung
Die Kosten einer Solaranlage in der Schweiz stellen eine bedeutende Investition dar. Da eine solche Anlage sich jedoch innerhalb von 10 bis 15 Jahren amortisiert hat, ist die Montage einer Solaranlage in jedem Fall lohnend. Hinzu kommen staatliche Förderungsbeiträge von bis zu 30 Prozent der Kosten und die Möglichkeit, Einnahmen durch den Verkauf überschüssigen Stroms zu erzielen.
Die langfristigen Aussichten auf preiswertere Solarmodule, steigende Stromkosten und die Umsetzung einer nachhaltigen Lebensweise lassen die Kosten einer Solaranlage in der Schweiz in den Hintergrund rücken.
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Und bitte denken Sie stets daran, dass die Profibetriebe bei Ofri gerne zu Ihrer Verfügung stehen. Lassen Sie sich am besten gleich heute noch vollkommen unverbindlich und kostenlos Angebote machen.