Solaranlage installieren - Das sind die Kosten und Preise
29. November 2022

- Begriffserklärung: Kilowattstunde (kWh) und Kilowatt-Peak (kWp)
- Wie viel Strom benötigt man eigentlich?
- Solaranlagen sind so preiswert wie nie zuvor
- Folgende Kostenpositionen kommen bei der Installation einer Solaranlage auf Sie zu
- Folgende Einnahmen stehen den Kosten einer Solaranlage gegenüber
- Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage aus und wann haben sich die Kosten amortisiert?
- Zusammenfassung und Empfehlung der Fachbetriebe von Ofri
Begriffserklärung: Kilowattstunde (kWh) und Kilowatt-Peak (kWp)
Die Kilowattstunde (kWh) ist eine Masseinheit für Energie. Eine Kilowattstunde entspricht der Energie, die eine Solaranlage (oder eine andere stromerzeugende Quelle) in einer Stunde erzeugen kann. Es handelt sich demnach um ein Mass für die Stromproduktion der Anlage. 1 kWh entspricht ungefähr der Leistung, die Sie für eine Waschmaschinenladung benötigen, für 7 Stunden Fernsehen oder für das Betreiben einer Energiesparlampe für rund 50 Stunden.
Eine Kilowatt-Peak (kWp) bemisst die Leistung einer Photovoltaikanlage und gilt nur für Solarstrom. Der Kilowatt-Peak gibt den Höchstwert einer Solaranlage an und dient der besseren Vergleichbarkeit verschiedener Module und Anlagen. Dabei muss man wissen, dass eine Solaranlage nicht immer auf Höchstleistung läuft, da zum einen die Sonne nicht immer scheint und zum anderen die Module mit Schnee bedeckt sein könnten oder anderen Einschränkungen ausgesetzt sind.
Sie können eine Solaranlage für die Erzeugung von Strom nutzen, als Solarthermieanlage für den Warmwasser- und Heizbedarf, als Module auf dem Dach, als Solardachziegel oder ein hochmodernes Solar Roof von Tesla einbauen lassen.
Wie viel Strom benötigt man eigentlich?
Um die Kosten der Installation einer Solaranlage zu berechnen, muss man sich natürlich auch Gedanken über die benötigte Strommenge machen. Dies hat am Ende Einfluss auf die Grösse und Leistung der gewählten Anlage. Hier ein Beispiel aus der Praxis:
Im Durchschnitt verbraucht ein 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus rund 4’500 kWh Strom pro Jahr. Eine Solaranlage von 10 Kilowatt-Peak kann im Jahr bis zu 9’000 kWh produzieren (ausgehend von 900 kWh pro 1 kWp). Somit könnten rund 50 % des gewonnenen Stroms in das öffentliche Netz eingespeist werden, was zusätzliche Einnahmen generiert.
Solaranlagen sind so preiswert wie nie zuvor
Die internationale Energieagentur (IEA) hatte vor einigen Jahren eine Prognose zur Entwicklung der Preise von Solaranlagen erstellt. Diese ist bereits heute um einige Jahrzehnte voraus. Preise, die erst für das Jahr 2040 erwartet wurden, sind schon heute Realität. Damit ist Solarenergie eine der preiswertesten Formen der Stromgewinnung überhaupt.
Die folgende Grafik zeigt die Preisentwicklung von Solarenergie je kWh in der Schweiz:

Die Zeit, auf Solarenergie umzustellen, ist wirklich sehr günstig. Kostete eine Kilowattstunde 1992 noch rund CHF 2.-, sanken die Preise bis 2022 auf rund CHF 0.10.
Nutzen Sie die Gelegenheit und geben Sie bei Ofri eine Offertanfrage ein. Unsere Partnerbetriebe unterbreiten Ihnen sehr gerne Angebote, die Sie in Ruhe miteinander vergleichen können. Diese helfen Ihnen auch dabei, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen.
Beispiele für die Gesamtkosten einer Solaranlage nach Anlagengrösse
Viele gleiche Arbeiten fallen sowohl bei der Installation von kleineren als auch bei grösseren Solaranlagen an. Daher sind grössere Anlagen im Vergleich stets preiswerter, wenn man die Kosten pro Quadratmeter betrachtet. Hier einige Beispiele:
Betrachtung der Preise nach Kosten pro Kilowatt-Peak:
| Leistung | Preis von CHF | Preis bis CHF |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 2’300.- | 3’000.- |
| bis 30 kWp | 1’800.- | 2’500.- |
| bis 100 kWp | 1’200.- | 1’750.- |
Betrachtung der Preise nach Kosten pro Quadratmeter (Ausgehend von einer benötigten Fläche an Solarmodulen von 6 qm je 1 kWp):
| Leistung | Preis pro Quadratmeter in CHF | benötigte Fläche in Quadratmeter |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 400.- bis 500.- | bis zu 60 |
| bis 30 kWp | 300.- bis 380.- | bis zu 180 |
| bis 100 kWp | 200.- bis 250.- | bis zu 600 |
Folgende Kostenpositionen kommen bei der Installation einer Solaranlage auf Sie zu
Die Kosten für den Einbau einer Solaranlage setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Die Hauptfaktoren, die am Ende den Preis ausmachen, sind:
- Grösse der Dachfläche und der gewünschten Solaranlage sowie deren Leistung.
- Grösse des Haushalts und der damit verbundene Strombedarf.
- Auswahl der Solarmodule, die es in unterschiedlichen Qualitäten und Effizienzklassen gibt.
- Kosten für die Arbeitsleistung der Installation
- Sonstige Materialkosten für Unterkonstruktion, Verrohrung und Wechselrichter
- Weitere Nebenkosten wie Gerüstbau und Sicherungsmassnahmen.
Beispiel: 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus
Bleiben wir bei unserem Beispiel von zuvor und schauen uns die einzelnen Kostenpositionen für eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus genauer an:
| Leistung | Durchschnittliche Kosten |
|---|---|
| Solarmodule | CHF 7’000.- bis CHF 9’500.- |
| Steuerungseinheit | CHF 2’000.- bis CHF 4’500.- |
| Wechselrichter | CHF 3’500.- bis CHF 4’500.- |
| Unterbau, Gerüst, Kleinteile | CHF 2’000.- bis CHF 3’000.- |
| Arbeitsleistung | CHF 5’500.- bis CHF 7’500.- |
| Gesamtkosten | CHF 23’500.- bis CHF 33’500.- |
Was sind die Kostentreiber, wenn man eine Solaranlage installieren lässt?
Der grösste Kostentreiber bei einer Solaranlage sind nicht die Module (die über die Jahre immer preiswerter geworden sind), sondern die Arbeitskosten des Fachbetriebes für das Montieren der Solaranlage. Dabei muss man berücksichtigen, dass viele Arbeiten in gleichem Masse bei einer kleinen oder einer grossen Anlage anfallen, was prozentual die Kosten einer kleinen Anlage ansteigen lässt.
Daher sollte man immer abwägen, ob man nicht gleich eine etwas grössere Solaranlage vorsieht und den überschüssigen Strom an den lokalen Energieversorger verkauft.
Welche Kosten entstehen durch den Betrieb und die Wartung einer Solaranlage?
Solaranlagen sind in aller Regel sehr wartungsarm. Hier und dort können jedoch einmal kleinere Reparaturen auftreten. Wenn Sie mit rund 1 % der Anschaffungskosten für die jährliche Wartung berücksichtigen, sind Sie auf der sicheren Seite.
Extra Versicherung für eine Solaranlage ist nicht notwendig
Es ist nicht notwendig, eine zusätzliche Versicherung für eine Solaranlage abzuschliessen. Sie können aber der Gebäudeversicherung den Einbau melden und für ein paar Franken im Jahr die Photovoltaikanlage gegen mögliche Elementarschäden mitversichern.
Eine zusätzliche Batterie ist sinnvoll, aber teuer
Nicht immer nur dann, wenn die Sonne scheint, brauchen Sie Strom. Gerade nachts möchten Sie selbstverständlich Ihr Licht einschalten und fernsehen können. Daher ist es überlegenswert, einen Batteriespeicher vorzusehen – auch wenn dieser nicht ganz preiswert ist.
Die heutige Technologie beruht in der Regel auf Lithium-Ionen-Akkus, ähnlich eines Smartphones. Am Ende werden Sie dadurch unabhängiger und werden (wenn überhaupt) nur noch einen sehr geringen Teil Ihres Bedarfs hinzukaufen müssen. Das rechnet sich über die Jahre.
Für einen Batteriespeicher müssen Sie mit Kosten zwischen CHF 9’000.- für eine 6 kWh-Batterie und 15’000.- für eine Batterie mit 12 kWh Leistung rechnen. Wirklich empfehlenswert ist die Tesla Powerwall 2 mit 13,5 kWh für unter CHF 10’000.-.
Folgende Einnahmen stehen den Kosten einer Solaranlage gegenüber
Im Grunde gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um die Investition in eine Photovoltaikanlage zu amortisieren beziehungsweise die Kosten für das Installieren der Solaranlage zu senken:
- Nutzung von Fördermitteln
- Verkauf von überschüssigem Strom an Ihren örtlichen Energiebetreiber

1. Fördermittel zur Reduzierung der Kosten bei der Installation einer Solaranlage
Die Schweiz fördert den Einbau einer Solaranlage mit stolzen Einmalzahlungen. Die Förderung besteht aus zwei Komponenten, einer Basiszahlung und einer Zuzahlung je kWp. Der Grundbetrag beläuft sich auf CHF 700.- und die Zuzahlung auf CHF 380.- je kWp.
Bei einer Anlage mit 10 kWp kommen demnach CHF 4’500.- zusammen. Das macht am Ende rund 20 Prozent der Gesamtkosten aus.
2. Verkauf des Stroms an das kantonale Elektrizitätswerk
Gerade, wenn Sie keinen Batteriespeicher haben, werden Sie den Grossteil Ihres produzierten Stroms verkaufen. Je nach Kanton erhalten Sie zwischen 9 und 25 Rappen pro kWh. Bei einem mittleren Wert von 15 Rappen und einer Abgabe von 50 Prozent einer 10 kWp Anlage kommen demnach zusammen:
- 10 Kilowatt-Peak Anlage Jahresproduktion: 9’000 kWh
- Davon Abgabe 50 %: 4’500 kWh
- Mögliche Einnahmen bei 15 Rappen je kWh: CHF 675.- pro Jahr
Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage aus und wann haben sich die Kosten amortisiert?
Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit spielen viele Faktoren eine Rolle und eine pauschale Aussage über die Dauer bis zur Amortisation kann nicht getroffen werden. Sie sollten mit einem Zeitrahmen von 10 bis 20 Jahren kalkulieren und folgende Aspekte dabei berücksichtigen:
- Wie hoch waren die Kosten, um die Solaranlage zu installieren?
- Wurden alle Fördermittel ausgeschöpft?
- Welchen Anteil des Gesamtstromverbrauchs kann durch die Anlage abgedeckt werden oder wie viel Strom musste hinzugekauft werden?
- Wie hoch ist der Preis für Strom in Ihrem Kanton und wie viel wird für das Einspeisen des produzierten Stroms vergütet?
- Ist mit weiteren schnellen Preissteigerungen zu rechnen?
- Ist ein Stromspeicher (Batterie) eingebaut?
- Welche Strommenge konnte an das örtliche Elektrizitätswerk verkauft werden?
- Wie hoch waren die Unterhaltskosten der Anlage? Mussten Reparaturen durchgeführt werden?
- In welcher Region befinden Sie sich? Der mögliche Solarenergieertrag kann sich je nach Standort unterscheiden. Grundsätzlich ist das Leistungspotenzial in den Schweizer - Bergregionen höher als im Flachland.
Wie Sie sehen, sind sehr viele Parameter bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit zu berechnen. Anhand dieser Fragen können Sie jedoch eine Berechnung für Ihren konkreten Fall erstellen.
Zusammenfassung und Empfehlung der Fachbetriebe von Ofri
Wir haben mit einigen Experten aus unserem Netzwerk gesprochen. Alle sind sich darüber einig, dass das Installieren einer Solaranlage zwar mit Kosten verbunden ist, aber sich wirtschaftlich in jedem Fall rechnet. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden die Energiekosten in den nächsten Jahren weiter steigen.
Profitieren Sie zudem von dem Massnahmenpaket des Bundes. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 werden Projekte zur Energieeffizienzerhöhung, zur Senkung von CO₂-Emissionen und zur Erweiterung erneuerbarer Energien auf Bundesebene gefördert.
Die auf Solaranlagen spezialisierten Betriebe unterbreiten Ihnen gerne Angebote. Stellen Sie einfach eine Anfrage bei uns ein und erhalten Sie Offerten qualifizierter Fachbetriebe in Ihrer Region.