Eine professionelle Bodenbeschichtung verwandelt staubende Betonböden in robuste, pflegeleichte Flächen. Sie schützt vor Öl, Feuchtigkeit und Abrieb. Mit der richtigen Technik können Sie Böden selbst beschichten und jahrelang von den Vorteilen profitieren. Dieser Ratgeber führt Sie durch alle Schritte der Bodenbeschichtung.

Unbeschichtete Betonböden haben Nachteile, die eine Beschichtung behebt.
Beton sandet ohne Beschichtung. Jede Bewegung wirbelt Staub auf. Eine Beschichtung versiegelt die Oberfläche und bindet den Staub dauerhaft.
Beschichtete Böden lassen sich feucht wischen. Flecken verschwinden leicht. Unbeschichteter Beton saugt Verschmutzungen ein.
Öl, Kraftstoffe, Salz und Reinigungsmittel greifen Beton an. Epoxidharz-Beschichtungen sind chemikalienbeständig und schützen den Untergrund.
Die Beschichtung erhöht die Abriebfestigkeit. Reifen, Werkzeuge und schwere Lasten hinterlassen keine Spuren.
Eine glatte, gleichmässige Oberfläche in Wunschfarbe wertet Garagen, Keller und Werkstätten optisch auf. Verschiedene Farbtöne ermöglichen individuelle Gestaltung.
Beschichtete Böden halten Jahrzehnte. Sie vermeiden teure Sanierungen durch rechtzeitigen Schutz.
Bodenbeschichtungen eignen sich für viele Bereiche.
| Einsatzbereich | Anforderungen | Empfohlene Beschichtung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Garage | Öl-, salz-, abriebfest | 2K Epoxidharz | Reifenabrieb, Streusalz, Öltropfen |
| Keller | Feuchtigkeitsresistent | 2K Epoxidharz, wasserbasiert | Hohe Luftfeuchtigkeit, eventuell aufsteigende Feuchtigkeit |
| Werkstatt | Mechanisch sehr belastbar | 2K Epoxidharz, PU-Beschichtung | Herabfallende Werkzeuge, Rolllasten |
| Lagerraum | Abriebfest, pflegeleicht | 2K Epoxidharz | Palettenverkehr, Gabelstapler bei grossen Flächen |
| Hobbyraum | Optisch ansprechend, pflegeleicht | 2K Epoxidharz mit Effektflakes | Weniger Belastung, mehr Designanspruch |
| Waschküche | Wasserresistent, rutschhemmend | 2K Epoxidharz mit Anti-Rutsch-Zusatz | Feuchtigkeit, Reinigungsmittel |
Übrigens: Unser Ratgeber Garagenboden streichen bietet zusätzliche Tipps speziell für Garagenböden, einschliesslich der richtigen Farbauswahl und alternativer Beschichtungsmethoden.
Verschiedene Systeme haben unterschiedliche Eigenschaften.
Zwei Komponenten (Harz und Härter) werden gemischt. Nach chemischer Reaktion entsteht eine harte, sehr widerstandsfähige Oberfläche. Ideal für Garagen und Werkstätten. Hohe Chemikalienbeständigkeit und Abriebfestigkeit. Glänzende Oberfläche. Nicht UV-beständig, vergilbt bei Sonnenlicht.
Elastischer als Epoxid. UV-beständig, vergilbt nicht. Etwas weicher, daher bei sehr hoher mechanischer Belastung weniger geeignet. Oft als Versiegelung über Epoxid verwendet.
Umweltfreundlicher, geruchsarm. Geringere chemische Belastung während der Verarbeitung. Etwas weniger robust als lösemittelbasierte Systeme. Gut für Innenräume mit weniger Belastung.
Einfachere Verarbeitung, keine Mischung nötig. Weniger robust als 2K-Systeme. Für leichte Belastungen ausreichend.
Mehrere Schichten sorgen für optimale Haftung und Schutz.
| Schicht | Funktion | Details |
|---|---|---|
| Schicht 1 – Grundierung | Schliesst Poren im Beton und verbessert die Haftung der Hauptschicht | Verhindert Aufsteigen von Restfeuchtigkeit. Bei stark saugenden Böden unbedingt nötig. |
| Schicht 2 – Hauptbeschichtung | Die tragende Schicht aus 2K Epoxidharz | Wird meist in zwei Durchgängen aufgetragen (je etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter). Bildet die robuste, schützende Oberfläche. |
| Schicht 3 – Versiegelung (optional) | Zusätzlicher Schutz gegen Abrieb | PU-Versiegelung bringt UV-Beständigkeit. Bei Designböden schützt sie eingestreute Farbflakes. |
| Zusätze | Funktionale und dekorative Erweiterungen | Anti-Rutsch-Granulat für rutschfeste Oberflächen. Farbflakes für dekorative Effekte. |
Gründliche Vorbereitung ist wichtiger als die Beschichtung selbst. Fehler hier führen zu Ablösungen.

Zuerst werden grobe Verschmutzungen entfernt: Staub und Schmutz abkehren und lose Teile aufnehmen. Hartnäckige Ölflecken sollten Sie mit einem Spezialreiniger oder einer Ätzlösung behandeln, denn Öl verhindert die Haftung vollständig – danach unbedingt gründlich nachwaschen.
Bei versiegelten Altböden, lackierten Flächen oder vorhandenen Sinterschichten muss die Oberfläche mechanisch geschliffen werden, am besten mit einem Schleifgerät und grober Körnung (circa 36), damit der Untergrund ausreichend aufgeraut ist.
Zum Schluss folgt die Endreinigung: Schleifstaub sorgfältig absaugen, feucht nachwischen, alles staubfrei machen und den Boden vollständig trocknen lassen.
Kleben Sie Wände, Türschwellen und andere angrenzende Flächen sorgfältig mit Malerkrepp ab. Epoxidharz haftet extrem gut und lässt sich schwer entfernen.
Der Verbrauch hängt von Untergrund und Schichtdicke ab.
Folgen Sie diesen Schritten für professionelle Ergebnisse beim Beschichten Ihres Bodens
Mischen Sie die Grundierung gemäss Herstellerangabe. Meist zwei Teile Harz auf einen Teil Härter. Rühren Sie gründlich mit Bohrmaschine und Rührquirl (niedrige Drehzahl, sonst Hitzeentwicklung). Lassen Sie die Mischung fünf bis zehn Minuten stehen (Entgasung).
Tragen Sie die Grundierung mit einer Kurzflor-Rolle auf. Arbeiten Sie zügig, die Topfzeit beträgt meist 60 bis 90 Minuten. Beginnen Sie in einer Ecke und arbeiten Sie sich zum Ausgang vor. Lassen Sie die Grundierung zwölf bis 24 Stunden trocknen.
Mischen Sie die 2K Epoxidharz-Beschichtung. Beachten Sie das Mischverhältnis exakt, meist zehn zu eins oder zwei zu eins je nach Produkt. Wiederum gründlich rühren und entgasen lassen.
Giessen Sie die Beschichtung auf den Boden. Verteilen Sie sie mit einer Zahnrakel oder Bodenwalze. Arbeiten Sie in Bahnen, Bahn für Bahn. Rollen Sie die Fläche mit einer Kurzflor-Rolle im Kreuzgang (vertikal, horizontal, vertikal).
Bei Luftblaseneinschlüssen sofort mit Stachelwalze (Entlüftungsroller) entlüften. Tragen Sie Nagelschuhe, um auf der frischen Beschichtung zu laufen.
Lassen Sie die erste Schicht zwölf bis 24 Stunden trocknen (siehe Herstellerangabe).
Tragen Sie die zweite Schicht genauso auf wie die erste. Sie erhöht die Schichtdicke und sorgt für deckende, gleichmässige Oberfläche.
Optional bei Designboden: Streuen Sie Farbflakes auf die noch nasse Beschichtung. Verteilen Sie sie gleichmässig von Hand. Nach dem Aushärten tragen Sie eine klare Versiegelung auf, um die Flakes zu fixieren.
Für höchsten Schutz tragen Sie nach vollständiger Trocknung (24 bis 48 Stunden) eine PU-Versiegelung auf. Sie macht die Oberfläche noch abriebfester und UV-beständiger.
Bei Anti-Rutsch-Beschichtung streuen Sie Quarzsand in die letzte Schicht. Oder verwenden Sie Beschichtung mit integriertem Anti-Rutsch-Effekt.
Geduld ist wichtig. Zu frühe Belastung beschädigt die Beschichtung.
Typische Zeiten bei 20 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit:
| Phase | Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|---|
| Überstreichbar | sechs bis zwölf Stunden | Zwischen Schichten |
| Begehbar | zwölf bis 24 Stunden | Vorsichtig ohne Last |
| Leicht belastbar | 48 Stunden | Möbel aufstellen |
| Voll belastbar | sieben bis zwölf Tage | Auto fahren, schwere Lasten |
Einflussfaktoren auf die Trocknungszeit:
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Temperatur | Unter zehn Grad Celsius deutlich länger, über 25 Grad Celsius schneller |
| Luftfeuchtigkeit | Hohe Luftfeuchtigkeit verzögert Aushärtung |
| Schichtdicke | Dickere Schichten brauchen länger |
| Belüftung | Gute Luftzirkulation beschleunigt Trocknung |
Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen das Ergebnis stark. Boden und Raum müssen mindestens zehn Grad Celsius haben, ideal sind 15 bis 25 Grad Celsius. Unter zehn Grad Celsius härtet Epoxid nicht richtig aus, über 30 Grad Celsius verkürzt sich die Topfzeit drastisch.
Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 65 Prozent liegen. Über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit kann zu Schleiern und Verfärbungen führen, unter 40 Prozent kann die Oberfläche zu schnell anziehen.
Sorgen Sie für ausreichende Luftzirkulation, aber vermeiden Sie Zugluft, da diese Staub aufwirbeln kann, der in der nassen Beschichtung klebt. Achten Sie darauf, dass die Bodentemperatur mindestens drei Grad Celsius über dem Taupunkt liegt, sonst kondensiert Feuchtigkeit auf der Oberfläche.
Frühjahr und Herbst sind die idealen Jahreszeiten für eine Bodenbeschichtung, da es im Sommer oft zu heiss und im Winter zu kalt ist.
Diese Probleme treten oft auf. Sie können Sie leicht vermeiden, wenn Sie die Ursachen kennen:

Manchmal ist Fachwissen unverzichtbar.
Ein Profi ist sinnvoll bei:
Wenn Sie professionelle Unterstützung bei der Bodenbeschichtung benötigen, empfehlen wir Ihnen, mehrere Offerten von qualifizierten Bodenleger- oder Malerbetrieben einzuholen. So können Sie Preise vergleichen und den passenden Partner für Ihr Projekt finden.
Auf Ofri können Sie kostenlos und unverbindlich Offerten einholen und erhalten Angebote von geprüften Betrieben aus Ihrer Region.
Eine professionelle Bodenbeschichtung verwandelt staubende Betonböden in strapazierfähige, pflegeleichte Flächen. 2K Epoxidharz bietet optimalen Schutz für Garagen, Keller und Werkstätten.
Der Erfolg hängt von gründlicher Vorbereitung ab. Prüfen Sie den Untergrund, reinigen Sie sorgfältig und beachten Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Arbeiten Sie zügig aber präzise.
Mit den richtigen Materialien, guter Planung und etwas Geduld erzielen Sie professionelle Ergebnisse. Bei Unsicherheiten oder grossen Projekten holen Sie Fachleute hinzu. Eine gut ausgeführte Beschichtung hält Jahrzehnte und zahlt sich durch einfache Pflege und Werterhaltung aus.







100% gratis für Sie
Geprüfte Handwerker & Dienstleister
Mit Nutzerbewertungen