Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist ein fugenloses Bad wirklich pflegeleichter als ein gefliestes?
Im Alltag meistens ja. Ohne Fugen gibt es weniger Rillen, in denen sich Kalk und Schimmel festsetzen, und die Fläche lässt sich in einem Zug abwischen.
Der Unterschied liegt darin, was gepflegt wird. Beim gefliesten Bad ziehen Sie mit den Jahren die Silikonfugen nach und dichten Ränder neu ab. Beim fugenlosen Bad bleiben nur wenige elastische Fugen an Anschlüssen wie Wand zu Boden oder rund um den Ablauf; dafür schonen Sie die durchgehende Versiegelung. Für die meisten Haushalte bedeutet das unter dem Strich weniger wiederkehrende Arbeit.
Sind fugenlose Böden im Bad rutschig?
Glatt versiegelte Oberflächen können nass rutschig sein, das lässt sich aber steuern. Für Boden und Dusche gibt es rutschhemmende Versiegelungen und griffigere Materialien.
Ein Steinteppich etwa ist von Natur aus rutschhemmend, weil seine Oberfläche körnig und leicht rau ist. Sprechen Sie die Rutschsicherheit mit dem Betrieb an, bevor die Oberfläche festgelegt wird.
Eignen sich fugenlose Beläge auch für die Dusche?
Ja, sofern die Abdichtung stimmt. Gerade in der Dusche kommt es darauf an, dass unter der Sichtschicht eine fachgerechte Verbundabdichtung liegt und die Versiegelung intakt bleibt.
Materialien wie Mikrozement, Kalkputz oder Steinteppich sind für den Spritzwasserbereich geeignet, wenn sie richtig aufgebaut und gepflegt werden. Entscheidend ist die saubere Ausführung, nicht allein die Wahl des Materials.
Darf ich mein Bad in einer Mietwohnung fugenlos umgestalten?
Nicht ohne Zustimmung. Das Badezimmer gehört zur Mietsache, und eine fugenlose Umgestaltung ist eine bauliche Änderung. Solche Eingriffe brauchen nach Mietrecht die schriftliche Zustimmung der Vermieterschaft (Art. 260a OR).
Klären Sie vorab auch, wer den Rückbau bei einem Auszug trägt. Ohne Absprache riskieren Sie, dass Sie die Wohnung beim Auszug wieder in den ursprünglichen Zustand bringen müssen.
Wie lange dauert die Umsetzung eines fugenlosen Bads?
Länger, als viele denken. Die Beschichtung entsteht in mehreren Lagen, und dazwischen wie am Schluss braucht es Trocknungs- und Aushärtezeiten, bevor versiegelt und das Bad wieder genutzt werden kann.
Je nach Material, Fläche und Zustand des Untergrunds sollten Sie mit mehreren Arbeitstagen rechnen. Der Fachbetrieb nennt Ihnen im Angebot einen konkreten Ablauf und sagt, ab wann die Dusche wieder benutzbar ist.











