Ein Walnussbaum im Garten ist nicht nur ein schöner Schattenspender, sondern liefert auch schmackhafte Nüsse. Doch damit der Baum gesund bleibt und zuverlässig trägt, braucht er regelmässige Pflege – vor allem durch den richtigen Schnitt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann und wie Sie einen Walnussbaum schneiden, ohne ihn zu schädigen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und praktischen Tipps gelingt Ihnen das auch als Hobbygärtner.

Walnussbäume wachsen stark und bilden eine breite Krone. Ohne regelmässigen Schnitt nehmen sich die Äste gegenseitig das Licht. Das schwächt den Baum, reduziert die Fruchtbildung und macht ihn anfällig für Krankheiten.
Ein gezielter Rückschnitt sorgt dafür, dass:
Besonders junge Walnussbäume profitieren von einem regelmässigen Schnitt. Er hilft ihnen, eine ausgewogene Kronenform zu entwickeln, was spätere Korrekturen überflüssig macht. Auch ältere Bäume dürfen Sie schneiden – aber mit Bedacht. Zu starke Eingriffe schaden dem Baum und führen zu Wundwasser oder Pilzbefall.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baum geschnitten werden sollte oder Sie sich den Eingriff nicht zutrauen, lohnt sich die Hilfe vom Profi. Erfahren Sie hier, wann sich ein Gärtner lohnt.
Viele Bäume schneidet man klassisch im Winter. Beim Walnussbaum ist das aber ein Fehler. Er gehört zu den stark «blutenden» Bäumen. Das heisst: Schneiden Sie ihn im Frühling oder Winter, tritt viel Saft aus den Schnittstellen aus. Das schwächt den Baum und erhöht die Infektionsgefahr. Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist im Spätsommer, idealerweise im August.
In dieser Phase hat der Walnussbaum sein Wachstum abgeschlossen. Der Saftdruck ist gering, und die Schnittwunden können bis zum Winter gut verheilen. Auch die Blätter helfen in dieser Zeit noch bei der Wundheilung. Achten Sie dabei auf trockenes Wetter – so vermeiden Sie Pilzinfektionen durch Feuchtigkeit.
Tipp: Führen Sie grössere Schnittmassnahmen nur alle paar Jahre durch. Bei jungen Bäumen genügt oft schon ein Form- oder Erziehungsschnitt.
Ein radikaler Rückschnitt – zum Beispiel vor dem Fällen – sollte unbedingt vom Fachmann durchgeführt werden. Lesen Sie hier, wann sich das Fällen eines Walnussbaums lohnt.
Bevor Sie loslegen, brauchen Sie das passende Werkzeug.
Empfehlenswert sind:
Achten Sie darauf, dass alle Werkzeuge sauber und wirklich scharf sind. So vermeiden Sie Quetschungen und Pilzbefall an den Schnittstellen.
Starten Sie mit einem Kontrollblick.
Entfernen Sie zuerst:
So schaffen Sie Platz und verbessern die Belüftung der Krone.
Nun geht’s ans eigentliche Auslichten. Schneiden Sie überflüssige Seitenäste und sich kreuzende Zweige heraus. Ziel ist eine lockere, lichtdurchflutete Krone. Lassen Sie dabei stets einen Astansatz (Astring) stehen – nie ganz bündig mit dem Stamm schneiden.
Walnussbäume reagieren empfindlich auf starke Eingriffe. Schneiden Sie daher nie mehr als ein Drittel der Krone in einem Jahr. Radikale Rückschnitte fördern das Wachstum von Wasserschossen, die Sie später wieder entfernen müssen.
Grosse Schnittstellen (über 3 cm) sollten Sie mit einem Wundverschlussmittel behandeln. Das schützt den Baum vor Keimen und Pilzen. Kleinere Wunden heilt der Baum in der Regel selbstständig.
Hinweis: In unserem allgemeinen Ratgeber zum Schneiden von Bäumen finden Sie viele weitere nützliche Tipps und Anregungen.
Ofri-Profi-Tipp: Bei grossen Bäumen oder schwierigen Bedingungen lohnt sich der Einsatz eines Profis. Stellen Sie ganz unverbindlich eine Offertenanfrage und vergleichen Sie in aller Ruhe die Angebote – direkt aus Ihrer Region.








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