Ein Pfirsichbaum (Prunus persica) im Garten – ein Traum von süssen, saftigen Früchten. Doch viele Hobbygärtner denken: «Der wächst doch von allein und trägt Früchte.» Leider falsch! Ohne regelmässigen Schnitt vergreist der Baum, bildet zu viele Blüten und produziert nur kleine, geschmacklose Früchte. Ein gezielter Schnitt sorgt für eine luftige Krone, gesundes Wachstum und vor allem für grössere, aromatische Pfirsiche.

Ein Pfirsichbaum wächst anders als Birn- oder Apfelbäume – und genau deshalb benötigt er einen speziellen Schnitt. Der grösste Unterschied: Pfirsiche wachsen nur an einjährigen Trieben! Das bedeutet:

Vorteile eines regelmässigen Schnitts:
Folgen, wenn kein regelmässiger Schnitt durchgeführt wird:
Ein Pfirsichbaum sollte jährlich geschnitten werden, um gezielt Fruchttriebe zu fördern.
Ein falscher Zeitpunkt für das Schneiden eines Pfirsichbaums kann die Ernte ruinieren. Pfirsichbäume haben spezielle Bedürfnisse – und der richtige Moment macht hier den Unterschied!
Merke: Sobald sich die ersten rosa Blütenknospen zeigen, ist es Zeit für den Schnitt!

Wasserschosse sind senkrecht nach oben wachsende Triebe, die wenig zur Fruchtbildung beitragen. Diese sollten entfernt werden, um die Energie des Baumes auf fruchttragende Äste zu lenken. Idealerweise entfernt man sie, bevor sie verholzen.
Die goldene Regel: Hauptschnitt im Frühling, Feinschnitt im Sommer. So bleibt Ihr Pfirsichbaum gesund und ertragreich.
Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung schneiden Sie Ihren Pfirsichbaum richtig:
Merke: Ein Pfirsichbaum braucht jedes Jahr neue Fruchttriebe, sonst nimmt der Ertrag ab.

Sollten Sie selbst keine Zeit oder das richtige Werkzeug haben, um Ihren Pfirsichbaum richtig zu schneiden, stehen Ihnen die Fachbetriebe bei Ofri natürlich gerne zur Seite. Stellen Sie eine unverbindliche Offertenanfrage und vergleichen Sie die Angebote.
Grossflächige Schnittstellen sollten mit Wundverschlussmittel behandelt werden. Direkt nach dem Schnitt ist es ausserdem empfehlenswert, den Baum gut zu wässern. Im Frühjahr sollte die Pflanze mit Kompost oder organischem Dünger versorgt werden und ein gesundes Wachstum zu fördern.
Ein guter Schnitt sorgt am Ende nicht nur für einen gesunden Baum – er entscheidet auch über die Qualität und Grösse der Früchte. Mit ein paar gezielten Techniken können Sie den Ertrag steigern und süssere Pfirsiche ernten:
Ein Pfirsichbaum braucht das richtige Verhältnis zwischen Blättern, Trieben und Früchten. Experten empfehlen:
Entfernen Sie überflüssige Fruchtansätze frühzeitig, damit die verbleibenden Pfirsiche mehr Nährstoffe bekommen.
Beim sogenannten Saftwaage-Schnitt werden alle Fruchttriebe auf eine ähnliche Höhe gekürzt. So verteilt der Baum seine Energie gleichmässig auf die verbleibenden Triebe. Dadurch entsteht weniger Konkurrenz unter den Früchten und damit eine bessere Qualität.
Alle Fruchttriebe sollten auf eine gleichmässige Länge gekürzt werden (etwa 30–40 Zentimeter). Keine Äste zu steil stehen lassen – lieber leicht schräg nach aussen wachsen lassen

Ein alter Pfirsichbaum trägt oft weniger Früchte. Durch einen gezielten Verjüngungsschnitt kann man ihn wieder produktiv machen:
Pfirsiche wachsen nur an jungen Trieben. Deshalb sollten Sie jedes Jahr alte Fruchttriebe stark zurückschneiden, um Platz für neue zu schaffen. Regel: Entfernen Sie etwa ein Drittel der älteren Fruchttriebe – so bleibt der Baum immer in Bestform.
Im Sommer ist oft schon erkennbar, welche Triebe die besten Früchte tragen. Markieren Sie diese mit Bändern oder Kreide, damit Sie im nächsten Frühjahr gezielt schneiden können. Mit diesen Strategien holen Sie das Beste aus Ihrem Pfirsichbaum heraus – für eine üppige Ernte mit grossen, saftigen Früchten!
Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie auch Ihren Zwetschgenbaum oder Kirschbaum richtig schneiden, finden Sie eine Anleitung und Tipps in unserem Ratgeber.
Ein kranker Pfirsichbaum oder ein kranker Baum im Allgemeinen ist kein Grund zur Panik – mit dem richtigen Schnitt und gezielten Massnahmen kann er (fast) immer gerettet werden. Wichtig ist, die Symptome früh zu erkennen und konsequent zu handeln.
Die Kräuselkrankheit wird durch einen Pilz verursacht und zeigt sich im Frühjahr durch rot-grüne, verformte Blätter. Betroffene Blätter fallen früh ab, der Baum wird geschwächt und trägt weniger Früchte. Die beste Lösung: Befallene Äste sofort zurückschneiden, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet.

Trocknen junge Triebe plötzlich ein und bleiben wie verbrannt am Baum hängen? Dann steckt meist die Monilia-Spitzendürre dahinter. Hier hilft nur ein sofortiger Rückschnitt bis ins gesunde Holz – mindestens 20 Zentimeter unterhalb der befallenen Stelle.
Ein stark harzender Pfirsichbaum leidet oft unter falschem Schnitt oder Stress. Ursachen sind Frostschäden, zu radikale Rückschnitte oder Pilzinfektionen. Um den Baum zu entlasten, sollten Sie geschädigte Äste entfernen und Wunden mit Wundverschlussmittel behandeln.
Pfirsichbäume sollten immer an trockenen Tagen geschnitten werden, damit Pilze keine Angriffsfläche haben. Dabei muss scharfes Werkzeug verwendet werden, um glatte Schnittflächen zu erhalten. Das regelmässiges Auslichten der Krone hilft die Luftzirkulation zu verbessern.








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