Warum sollte ich für die Kaminsanierung einen Profi beauftragen?
Ein gut intakter Kamin ist ein wichtiges Element für den Brandschutz eines Hauses. Daher sollte man sich vorher gut überlegen ob man sich einfach einen Bausatz aus dem Baumarkt besorgt oder nicht doch lieber einen Profi damit beauftragt. Der Fachmann kann viel besser und schneller erkennen welche Probleme es genau gibt mit dem Kamin, welches das beste und günstigste Sanierungssystem ist, oder ob der Kamin schlimmsten Falles sogar abgetragen und neu aufgebaut werden muss.
Was ist zu beachten bei der Kaminsanierung?
Um die Gefahr für Brand- und Rauchschäden möglichst früh zu erkennen ist die jährliche Kaminsäuberung durch den Kaminkehrer über den Zustand des Kamins eine gute Kontrolle. Zusätzlich sollte man aber auch als Hausbewohner auf folgende Hinweise achten: 1) hell gelbe bis dunkelbraun gefärbte Feuchtigkeitsflecken an den Wänden 2) ob an den Kehrleisten oder aus der Steckdose Rauch kommt 3) ob der Kamin mit asbesthaltigem Material gebaut ist.
Was sind die Vorteile der Kaminsanierung?
Ein Vorteil ist auf jeden Fall die Verbesserung des Wohnkomforts. Da viele Schäden am Kamin durch Wasser, Teer und Schwefel entstehen, kann sich auch in den Wohnräumen ein Geruch nach diesen Stoffen entwickeln. Mit der Sanierung durch den Profi hat man auch noch das sichere Gefühl, dass alles fachgerecht eingebaut wurde.
Welche Vorbereitungen sind für die Kaminsanierung zu treffen ?
Wenn man die Kaminsanierung durch einen Profi durchführen lässt halten sich die Vorbereitungen in Grenzen. Auf jeden Fall sollte man mehrere Angebote einholen bevor man sich entscheidet. Da die Handwerkskosten meistens der grösste Teil der Kosten und von verschiedenen Faktoren abhängig sind, können die Preise auch sehr unterschiedlich sein.
Welches Varianten gibt es bei einer Kaminsanierung ?
Es gibt mehrere Möglichkeiten um einen Kamin zu sanieren damit er wieder voll funktionstüchtig wird. Das Ausschleifen des Schornsteins, das Einbringen von Rohrsystemen oder die Sanierung mit einem Glasfiberschlauch. Welche Methode am besten geeignet ist entscheidet die Art des Kamins bzw. die Brennstoffe die in ihm verbrannt werden. Bei Öl und Gasbrennern können leichte und flexible Kunststoffmaterialien verwendet werden. Bei Kaminöfen die mit Holz oder Pellets betrieben werden ist die Abgastemperatur wesentlich höher. Daher muss man auf Stahl- oder Keramikrohre zurückgreifen. Bei der Sanierungsmethode durch Ausschleifen wird eine spezielle hochtemperaturbeständige Mörtelmasse an der Innenwand des Kamins aufgetragen, um den Kaminquerschnitt zu erhalten. Es werden nur Unebenheiten ausgeglichen und offene Fugen, beziehungsweise Löcher werden geschlossen. Diese Art der Kaminsanierung eignet sich besonders für Kamine die aus massivem Mauerwerk (Vollziegel, Stein) gebaut sind. Auch für undichte Fugen bei Schamottkaminen ist diese Methode bestens geeignet. Beim Einbringen von neuen Rohrsystemen wird das in der Regel vom Dach aus vorgenommen. Im Bereich des Anschlusses und des Reinigungstürchens sind Aufschlagarbeiten oft unumgänglich. Aber es entsteht auch ein Qualitätszuwachs, da aus dem alten einschaligen Kamin durch das Rohrsystem ein mehrschaliger entstanden ist. Bei dem Material der Rohre muss man sich entscheiden ob sie aus Keramik oder aus Kunststoff sein sollen. Wobei wieder entscheidend ist, mit welchem Brennstoff (die Höhe der Abgastemperatur) der Kamin betrieben wird. Bei der Sanierung mit einem Glasfiberschlauch wird dieser in den Schornstein eingeführt und aufgeblasen, damit er sich an die Innenwände legt. Nach der Aushärtung ist der Glasfiberschlauch wie eine Schutzhülle. Auch bei dieser Methode bleibt der Querschnitt des Kamins erhalten. Sie ist gut zu empfehlen bei asbestzementgebundenen Kaminen, ist aber nur zugelassen für Temperaturen von max. 400 Grad und daher nur für Öl- oder Gasbetriebene Feuerstätten geeignet.
Wie viel Zeit muss für eine Kaminsanierung eingeplant werden?
Die komplette Kaminsanierung kann von einem Profi meist innerhalb eines Tages durchgeführt werden. Man erspart sich selber viel Zeit da man nicht noch zwischendurch vielleicht vergessene Baumaterialien besorgen muss und auch den Kauf von speziellem Werkzeug kann man sich ersparen.
