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Start » Ratgeber » Boiler anschliessen – Warum Sie diese Arbeit Profis überlassen sollten

Boiler anschliessen – Warum Sie diese Arbeit Profis überlassen sollten

Ein Boiler versorgt Ihren Haushalt mit warmem Wasser zum Duschen, Baden und Spülen. Der Anschluss eines Boilers ist jedoch keine Aufgabe für Heimwerker. Hier laufen Wasser und Strom beziehungsweise Gas in unmittelbarer Nähe zueinander. Ein fehlerhafter Anschluss kann zu schweren Unfällen, Wasserschäden oder gesundheitsgefährdenden Situationen führen. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen, warum Fachleute unverzichtbar sind, welche Boilertypen zur Verfügung stehen und was bei einem professionellen Anschluss beachtet werden muss. Sie erfahren ausserdem, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Boiler-Alternative die Zukunft gehört.

Ofri Redaktion
15. Januar 2026 - 12 Min. Lesezeit

Handwerker schliesst Boiler an

  • Warum der Boileranschluss Profis vorbehalten ist
  • Welche Boilertypen gibt es?
  • Was macht ein Fachbetrieb beim Anschliessen?
  • Kosten für den Boileranschluss
  • Wartung und Unterhalt
  • Durchlauferhitzer als Alternative?
  • Fazit: Professioneller Anschluss ist unverzichtbar

Warum der Boileranschluss Profis vorbehalten ist

Gefahren bei unsachgemässem Anschluss

  • Stromschlaggefahr: Boiler benötigen oft einen eigenen Stromkreis mit 16 oder 20 Ampere Absicherung. Selbst wenn der Boiler zunächst funktioniert, können versteckte Fehler später zu Kurzschlüssen oder Bränden führen.
  • Wasserschäden: Undichte Anschlüsse oder falsch montierte Dichtungen führen zu Wasseraustritt. Wasser kann in Wände, Böden und Decken eindringen und erhebliche Bauschäden verursachen. Die Reparaturkosten übersteigen schnell den gesparten Installationsaufwand.
  • Legionellengefahr: Wird das Wasser nicht auf mindestens 50 Grad Celsius erhitzt, können sich gesundheitsgefährdende Legionellen-Bakterien vermehren. Ein korrekt angeschlossener und eingestellter Boiler verhindert dies.
  • Gasaustritt bei Gasboilern: Bei unsachgemässem Anschluss von Gasboilern kann Gas austreten. Gasanschlüsse dürfen deshalb ausschliesslich von konzessionierten Gasinstallateuren ausgeführt werden.

Wichtig: In der Schweiz ist gesetzlich vorgeschrieben, dass elektrische Arbeiten ausschliesslich von zertifizierten Elektrofachleuten durchgeführt werden dürfen. Bei Verstössen erlischt nicht nur die Versicherungsdeckung, Sie machen sich auch strafbar. Beauftragen Sie deshalb immer einen qualifizierten Elektro-Fachbetrieb.

Gesetzliche Vorschriften in der Schweiz

Die Niederspannungsinstallationsverordnung (NIV) regelt klar, dass elektrische Installationen nur durch konzessionierte Elektroinstallateure durchgeführt werden dürfen. Dies umfasst auch den Anschluss von Elektroboilern. Bei Gasboilern gelten die Richtlinien des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW).

Ein unsachgemässer Anschluss führt zu folgenden Konsequenzen: Erlöschen der Gebäudeversicherung bei Schäden, strafrechtliche Verfolgung bei Unfällen, keine Gewährleistung bei Gerätedefekten sowie Haftung für alle entstehenden Schäden.

Professionelle Installation lohnt sich: Die Investition in einen Fachbetrieb mag zunächst höher erscheinen, schützt Sie aber vor möglichen Folgekosten. Sie erhalten eine fachgerechte Installation, Gewährleistung auf die Arbeiten und die Sicherheit, dass alle Vorschriften eingehalten wurden.

Welche Boilertypen gibt es?

Übersicht der gängigen Systeme

Boilertyp Funktionsweise Energiequelle Effizienz Status in der Schweiz
Elektroboiler Direktes Erhitzen mit Heizstab 100 % Strom Sehr niedrig In meisten Kantonen bei Neuinstallation verboten
Wärmepumpenboiler Wärmegewinnung aus Umgebungsluft 35 % Strom, 65 % Umgebungswärme Sehr hoch (COP 3-4) Empfohlen und gefördert
Indirekt beheizter Boiler Über Heizungswärme Heizsystem Abhängig von Heizung Gängig bei Neubauten
Gasboiler Gasbrenner Erdgas/Flüssiggas Mittel Selten geworden
Solarthermie-Boiler Sonnenkollektoren Solar + Elektro-Backup Hoch Zukunftslösung

Elektroboiler – Das Auslaufmodell

Der klassische Elektroboiler erhitzt Wasser mit einem elektrischen Heizstab und hält es konstant warm. Diese Geräte verbrauchen enorm viel Strom, da sie das Wasser rund um die Uhr auf Temperatur halten müssen, auch wenn Sie es nicht benötigen.

In der Schweiz sind etwa eine Million Elektroboiler im Einsatz. Sie verbrauchen drei Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs, was zwei Milliarden Kilowattstunden pro Jahr entspricht. Deshalb haben die meisten Kantone die Neuinstallation von Elektroboilern bereits verboten. Ausnahmen gelten nur für kleine dezentrale Etagenboiler in Mehrfamilienhäusern, wenn bauliche Gründe einen zentralen Boiler unmöglich machen.

Elektroboiler

Probleme mit Elektroboilern:

  • Extrem hoher Stromverbrauch (etwa CHF 900.- bis CHF 1’200.- pro Jahr für einen Vierpersonenhaushalt)
  • Kalkablagerungen reduzieren Effizienz um bis zu 30 Prozent
  • Regelmässige Entkalkung alle fünf Jahre nötig (Kosten CHF 300.- bis CHF 500.-)
  • Umweltbelastung durch hohen Strombedarf

Wärmepumpenboiler – Die moderne Alternative

Ein Wärmepumpenboiler funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank. Er entzieht der Umgebungsluft Wärme und nutzt diese zur Erwärmung des Wassers. Das Gerät kombiniert einen Warmwasserspeicher mit einer integrierten Wärmepumpe. Ein Ventilator saugt Raumluft an. Diese erwärmt ein Kältemittel, das bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft. Ein Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, wodurch es sich stark erhitzt. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme an das Wasser im Speicher. Das Kältemittel kühlt ab, wird wieder flüssig und der Kreislauf beginnt von neuem.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Vorteile eines Wärmepumpenboilers:

Energieeinsparung Reduziert Stromkosten um etwa 60 bis 70 Prozent im Vergleich zum Elektroboiler. Bei einem Vierpersonenhaushalt sparen Sie jährlich CHF 600.- bis CHF 800.-.
Entfeuchtung Der Wärmepumpenboiler entzieht der Raumluft Feuchtigkeit. In Waschküchen hilft dies beim Trocknen der Wäsche. Der Raum wird während des Betriebs leicht abgekühlt, was im Sommer angenehm ist.
Umweltfreundlich Nutzt erneuerbare Umgebungswärme statt fossiler Energieträger. Reduziert CO₂-Emissionen erheblich.
Weniger Kalkprobleme Kalkablagerungen bilden sich langsamer als bei Elektroboilern, da die Wassertemperatur gleichmässiger ist.

Der Wärmepumpenboiler erreicht einen COP-Wert (Coefficient of Performance) von drei bis vier. Das bedeutet: Für jede Kilowattstunde Strom gewinnt er drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Er verbraucht nur etwa ein Drittel des Stroms eines Elektroboilers.

Anforderungen an den Aufstellraum:

  • Mindestvolumen 20 Kubikmeter (Faustregel)
  • Unbeheizte Räume wie Keller, Waschküche oder Technikraum
  • Umgebungstemperatur idealerweise acht bis 30 Grad Celsius
  • Gute Luftzirkulation oder Anschluss an Lüftungssystem möglich

Indirekt beheizter Boiler

Diese Boiler sind an die zentrale Heizung angeschlossen. Das Wasser wird über einen Wärmetauscher durch die Heizungswärme erwärmt. Die Temperatur wird über den Heizungsregler eingestellt.

  • Vorteile: Niedrige Anschaffungskosten, keine separaten Stromkosten für Warmwasser, kompakte Bauweise.
  • Nachteile: Die Effizienz hängt komplett von der Heizung ab. Im Sommer muss die Heizung eventuell nur für Warmwasser laufen, was bei fossilen Heizsystemen ineffizient ist. Bei Wärmepumpenheizungen funktioniert das System jedoch sehr gut.

Was macht ein Fachbetrieb beim Anschliessen?

Schritt 1: Vorbereitung und Planung

Der Fachbetrieb prüft zunächst die örtlichen Gegebenheiten. Ist die elektrische Installation ausreichend dimensioniert? Gibt es einen geeigneten Aufstellort? Sind Wasser- und Abwasserleitungen vorhanden? Bei Wärmepumpenboilern muss das Raumvolumen stimmen und die Luftzirkulation gewährleistet sein. Bei Neubauten oder Sanierungen erstellt der Fachbetrieb einen detaillierten Installationsplan. Dieser berücksichtigt alle technischen und rechtlichen Anforderungen.

Schritt 2: Mechanische Installation

Bei Wandboilern wird zunächst eine stabile Trägerschiene montiert. Diese muss das Gewicht des gefüllten Boilers tragen können. Ein 300-Liter-Boiler wiegt gefüllt etwa 350 Kilogramm. Die Schiene wird mit einer Wasserwaage exakt ausgerichtet und fest verschraubt. Der Boiler wird an der Schiene eingehängt und gesichert. Bei Standboilern entfällt die Wandmontage, dafür muss ein tragfähiger Untergrund vorhanden sein.

Schritt 3: Wasseranschlüsse

Vor Beginn der Arbeiten wird die Hauptwasserzufuhr abgestellt. So werden Wasserschäden während der Installation vermieden. Ein Boiler benötigt typischerweise drei Anschlüsse, die farbcodiert sind:

  • Blau: Kaltwasserzuleitung vom Hausnetz
  • Rot: Warmwasserableitung zu den Verbrauchsstellen
  • Neutral: Druckausgleich oder Sicherheitsventil

Bei drucklosen Boilern (Niederdruck-Boilern) ist die Installation anders. Diese werden nur an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Die Warmwasserentnahme erfolgt über eine spezielle Niederdruckarmatur.

Anschluss eines Boilers

Wichtige Komponenten:

  • Sicherheitsgruppe: Verhindert Überdruck im Boiler, maximal sieben Bar
  • Rückschlagventil: Verhindert Rückfluss von Warmwasser ins Kaltwassernetz
  • Absperrventile: Ermöglichen Wartung ohne Komplett-Absperrung
  • Kondenswasserablauf: Bei Wärmepumpenboilern für entfeuchtete Luft

Alle Verbindungen werden mit geeigneten Dichtungen versehen. Der Fachbetrieb verwendet zugelassenes Dichtmaterial wie Hanf mit Dichtpaste oder PTFE-Band. Nach dem Anschluss erfolgt eine Dichtigkeitsprüfung.

Schritt 4: Elektrischer Anschluss

Boiler werden meist über einen separaten Stromkreis angeschlossen. Je nach Leistung benötigen sie eine Absicherung von zehn bis 20 Ampere. Wärmepumpenboiler mit Kompressoren über vier Kilowatt Leistung benötigen ein technisches Anschlussgesuch beim Energieversorger. Die Stromzufuhr erfolgt über eine dreipolige Leitung:

  • Phase (L): stromführende Leitung, meist braun oder schwarz
  • Neutralleiter (N): meist blau
  • Schutzleiter (PE): gelb-grün, angeschlossen an Gehäusemasse

Der Thermostat regelt die Wassertemperatur und verhindert Überhitzung. Ein Direktanschluss des Heizstabs ohne Thermostat ist strengstens verboten und lebensgefährlich. Moderne Installationen benötigen einen FI-Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter). Dieser unterbricht bei Fehlerströmen sofort die Stromversorgung und verhindert tödliche Stromschläge.

Arbeiten am Stromnetz dürfen ausschliesslich von konzessionierten Elektroinstallateuren durchgeführt werden. Unsachgemässe elektrische Arbeiten sind lebensgefährlich und strafbar.

Schritt 5: Inbetriebnahme und Prüfung

Nach Abschluss der Installation führt der Fachbetrieb eine systematische Inbetriebnahme durch:

Bereich Inhalte
Funktionsprüfung Wasser Langsames Befüllen des Boilers über den Kaltwasseranschluss; Kontrolle aller Anschlüsse auf Dichtigkeit; Prüfung des Druckablassventils; Test der Warmwasserentnahme an allen Zapfstellen
Funktionsprüfung Elektrik Messung der Erdung und Durchgangsprüfung; Kontrolle der Thermostatfunktion; Test des automatischen Einschaltens nach Wasserentnahme; Prüfung der automatischen Abschaltung bei Zieltemperatur
Einstellung der Parameter Wassertemperatur einstellen (empfohlen: 55–60 °C); Bei Wärmepumpenboilern: Betriebszeiten programmieren; Legionellenschutz aktivieren (wöchentliches Aufheizen auf 65 °C)

Schritt 6: Einweisung und Dokumentation

Der Installateur erklärt Ihnen die Bedienung des Boilers. Sie erhalten Informationen zu Temperatureinstellung, Wartungsintervallen und Notfallmassnahmen. Der Fachbetrieb übergibt Ihnen vollständige Unterlagen: Bedienungsanleitung, Installationsprotokoll, Garantieunterlagen und Wartungsempfehlungen.

Bei Wärmepumpenboilern ist eine jährliche Wartung empfehlenswert. Elektroboiler sollten alle fünf Jahre entkalkt werden.

Kosten für den Boileranschluss

Materialkosten verschiedener Boilertypen

Boilertyp Speichergrösse (in Liter) Gerätepreis (in CHF) Anschlussmaterial (in CHF) Gesamtkosten Material (in CHF)
Elektroboiler 200-300 800.- bis 1’500.- 150.- bis 250.- 950.- bis 1’750.-
Wärmepumpenboiler 200-300 3’500.- bis 5’500.- 200.- bis 300.- 3’700.- bis 5’800.-
Indirekt beheizt 200-300 1’200.- bis 2’500.- 250.- bis 400.- 1’450.- bis 2’900.-

Installationskosten

Die Arbeitskosten variieren je nach Aufwand und örtlichen Gegebenheiten:

Einfacher Ersatz: Wenn bereits alle Anschlüsse vorhanden sind und nur der Boiler getauscht wird, rechnen Sie mit CHF 500.- bis CHF 800.-. Die Arbeiten dauern etwa vier bis sechs Stunden.

Neuinstallation: Müssen neue Leitungen verlegt werden oder fehlt der separate Stromkreis, steigen die Kosten auf CHF 1’200.- bis CHF 2’000.-. Komplexe Installationen mit Wanddurchbrüchen oder neuen Verteilern kosten entsprechend mehr.

Zusätzliche Kosten bei Wärmepumpenboilern:

  • Luftkanäle für Zu- und Abluft: CHF 300.- bis CHF 600.-
  • Kondenswasserablauf neu erstellen: CHF 200.- bis CHF 400.-
  • Verstärkung der elektrischen Zuleitung: CHF 400.- bis CHF 800.-

Die höheren Anschaffungskosten des Wärmepumpenboilers amortisieren sich durch die deutlich niedrigeren Betriebskosten innerhalb von etwa neun Jahren. Bei steigenden Strompreisen verkürzt sich diese Zeit.

Förderungen nutzen: Viele Kantone fördern den Ersatz von Elektroboilern durch Wärmepumpenboiler mit Beiträgen von CHF 1’600.- bis CHF 2’400.-. Diese Förderung reduziert die Investitionskosten erheblich und verkürzt die Amortisationszeit auf etwa fünf Jahre. Zudem können Sie die Investition steuerlich geltend machen.

Wartung und Unterhalt

Regelmässige Kontrollen

Jährliche Sichtprüfung:

  • Kontrolle auf Wasseraustritt und Verfärbungen
  • Prüfung des Sicherheitsventils (sollte gelegentlich tropfen)
  • Kontrolle der Temperaturanzeige
  • Bei Wärmepumpenboilern: Luftfilter reinigen

Alle fünf Jahre bei Elektroboilern:

  • Professionelle Entkalkung durch Fachbetrieb
  • Inspektion der Heizstäbe
  • Prüfung der Magnesium-Anode (Korrosionsschutz)
  • Kosten: CHF 300.- bis CHF 500.-

Jährliche Wartung bei Wärmepumpenboilern:

  • Kontrolle der Wärmepumpe und des Kältekreislaufs
  • Reinigung des Kondensators
  • Prüfung des Kompressors
  • Kontrolle der elektrischen Anschlüsse
  • Kosten: CHF 200.- bis CHF 350.-

Typische Probleme und Lösungen

  • Zu heisses oder zu kaltes Wasser: Thermostat defekt oder falsch eingestellt. Fachbetrieb kontaktieren für Einstellung oder Austausch.
  • Verfärbtes Wasser: Korrosion im Boiler, Magnesium-Anode verbraucht. Sofortige Wartung nötig, sonst droht Leckage.
  • Wasser aus Sicherheitsventil: Normales tropfenweises Austreten ist okay (Druckausgleich). Ständiges Fliessen deutet auf zu hohen Druck oder defektes Ventil hin.
  • Geräusche im Boiler: Kalkablagerungen verursachen Knistergeräusche. Entkalkung ist fällig.
  • Wärmepumpenboiler arbeitet ständig: Zu niedrige Raumtemperatur, Filter verschmutzt oder Kältemittelverlust. Fachmann prüfen lassen.

Tropfender Wasserhahn

Durchlauferhitzer als Alternative?

Durchlauferhitzer erwärmen Wasser erst dann, wenn Sie den Wasserhahn öffnen. Es gibt keinen Speicher. Diese Geräte eignen sich für Haushalte mit geringem Warmwasserbedarf oder als dezentrale Lösung für einzelne Zapfstellen.

Vorteile von Durchlauferhitzern:

  • Keine Speicherverluste, da kein Warmhalten nötig
  • Kompakte Bauweise, platzsparend
  • Unbegrenzte Warmwassermenge
  • Geringere Anschaffungskosten

Nachteile:

  • Sehr hohe Spitzenlast (18 bis 27 Kilowatt)
  • Oft unzureichende Leistung bei mehreren gleichzeitigen Entnahmestellen
  • Weniger komfortabel als Boiler
  • Nur bedingt für moderne Niedrigenergiehäuser geeignet

Für normale Einfamilienhäuser mit vollwertigem Warmwasserbedarf sind Boiler die bessere Lösung. Durchlauferhitzer eignen sich eher für Gäste-WCs, separate Waschplätze oder Ferienhäuser mit geringem Verbrauch.

Fazit: Professioneller Anschluss ist unverzichtbar

Der Anschluss eines Boilers ist aus mehreren Gründen ausschliesslich Fachleuten vorbehalten. Die Kombination aus Wasser, Strom und eventuell Gas birgt erhebliche Gefahren. Gesetzliche Vorschriften in der Schweiz schreiben vor, dass nur qualifizierte Installateure diese Arbeiten durchführen dürfen.

Die Investition in einen professionellen Anschluss schützt Sie vor Unfällen, Wasserschäden und rechtlichen Konsequenzen. Sie erhalten eine Gewährleistung auf die Arbeiten und die Sicherheit einer fachgerechten Installation nach allen technischen Normen.

Wenn Sie einen neuen Boiler benötigen, setzen Sie auf moderne Wärmepumpenboiler statt auf veraltete Elektroboiler. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich durch massive Stromeinsparungen innerhalb weniger Jahre. Mit kantonalen Förderungen wird die Investition noch attraktiver.

Auf Ofri finden Sie qualifizierte Sanitär- und Heizungsfachbetriebe, die Ihren Boiler professionell anschliessen. Vergleichen Sie mehrere Offerten und wählen Sie den Betrieb mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. So stellen Sie sicher, dass Ihr Warmwasser sicher, effizient und gesetzeskonform bereitgestellt wird.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Boiler anschliessen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich meinen alten Elektroboiler selbst anschliessen?

Nein, auf keinen Fall. Der elektrische Anschluss darf nur von konzessionierten Elektroinstallateuren durchgeführt werden. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Bei Verstössen erlischt die Versicherungsdeckung und Sie haften für alle Schäden.

Wie lange dauert die Installation eines neuen Boilers?

Bei einem einfachen Austausch rechnen Sie mit vier bis sechs Stunden. Bei Neuinstallationen oder wenn neue Leitungen verlegt werden müssen, kann es ein bis zwei Tage dauern. Wärmepumpenboiler benötigen wegen zusätzlicher Arbeiten (Luftkanäle, Kondenswasserablauf) etwas mehr Zeit.

Lohnt sich der Umstieg von Elektroboiler auf Wärmepumpenboiler?

Ja, definitiv. Trotz höherer Anschaffungskosten sparen Sie jährlich CHF 600.- bis CHF 800.- an Stromkosten. Mit kantonalen Förderbeiträgen amortisiert sich die Investition bereits nach fünf bis sieben Jahren. Die Lebensdauer eines Wärmepumpenboilers beträgt 15 bis 20 Jahre.

Welche Boilergrösse benötige ich?

Als Faustregel gilt: 50 Liter pro Person bei normalem Verbrauch. Ein Vierpersonenhaushalt kommt in der Regel mit 200 bis 300 Litern aus. Bei Badewannen oder hohem Warmwasserbedarf sollten Sie 300 Liter einplanen. Überdimensionieren Sie nicht, das führt zu unnötigen Speicherverlusten.

Brauche ich eine Baubewilligung für einen neuen Boiler?

Normalerweise nicht, wenn Sie einen bestehenden Boiler ersetzen. Bei Neuinstallationen in Neubauten ist der Boiler Teil der Gebäudetechnik und im Baugesuch enthalten. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über spezifische Anforderungen.

Was kostet der Betrieb verschiedener Boilertypen?

Ein Elektroboiler (300 L) kostet etwa CHF 1’100.- pro Jahr an Strom. Ein Wärmepumpenboiler verbraucht nur etwa CHF 350.- pro Jahr. Ein indirekt beheizter Boiler an einer modernen Wärmepumpenheizung kostet etwa CHF 200.- bis CHF 300.- pro Jahr.

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