Rosen sind wie gute Freundschaften: ein bisschen anspruchsvoll, aber unglaublich lohnend. Sie schenken uns herrlichen Duft, wunderbare Farben und unübertroffene Eleganz – und fordern im Gegenzug nur etwas Aufmerksamkeit. Wer Rosen pflegt, wird reich belohnt. Rosen brauchen jemanden, der hinschaut, der reagiert und der im Rhythmus der Natur lebt. Rosenpflege ist kein Hexenwerk – sie ist Handwerk mit Herz. Und genau darum geht’s in diesem Ratgeber. Wir begleiten Sie durchs ganze Jahr, zeigen, was wann zu tun ist, und geben wertvolle Tipps.

Der Winter hat sich verabschiedet, die ersten Knospen strecken sich der Sonne entgegen – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Ihre Rosen fit für die Saison zu machen.

Rosen lieben einen kräftigen Rückschnitt im Frühling. Das regt sie an, neu auszutreiben, kräftiger zu wachsen und üppiger zu blühen.
Faustregel: Sobald die Forsythien blühen, ist Schnittzeit.
Manchmal haben Spätfröste ihre Spuren hinterlassen. Schneiden Sie erfrorene oder vertrocknete Triebe zurück bis ins gesunde Holz. Rötlich-grüne Triebe sind lebendig – braune sind abgestorben.
Nach dem Schnitt folgt das Frühstück: Ihre Rosen brauchen Nährstoffe, um neue Triebe und Blätter zu bilden. Verwenden Sie einen organischen Rosendünger oder gut verrotteten Kompost.
Mulchen & Lüften: Lockern Sie die Erde um die Rosen mit einer kleinen Harke. Das bringt Luft an die Wurzeln. Eine Schicht Rindenmulch oder Stroh schützt den Boden vor dem Austrocknen und unterdrückt Unkraut.
Jetzt zeigen Ihre Rosen, was sie können. Sie blühen, duften, wachsen – und benötigen dabei aber Ihre Unterstützung. Im Sommer geht es darum, die Schönheit zu erhalten und neue Kraft für weitere Blüten zu schenken.

Zwischen Mitte Juli und Ende August befinden sich die Rosen übrigens in der sogenannten Saftruhe. Das bedeutet, die Rinde lässt sich leicht vom Holz lösen, was eine erfolgreiche Veredelung der Rosen möglich macht.
Damit die Rose ihre Energie nicht in Samenbildung steckt, sollten Sie verwelkte Blüten abschneiden. Das fördert neue Knospen – besonders bei öfter blühenden Sorten. Schneiden Sie knapp über einem nach aussen zeigenden Blattansatz.
Tipp: Machen Sie das zur Abendroutine. Ein kurzer Rundgang durch den Garten – Blüten wegzupfen, Duft einatmen, Tag abschliessen.
Rosen brauchen Wasser – besonders an heissen Tagen. Giessen Sie morgens oder abends, immer direkt an den Wurzelbereich, nicht über die Blätter. So beugen Sie Pilzkrankheiten vor.
Richtwert: Einmal pro Woche durchdringend giessen reicht oft – lieber seltener und dafür gründlich.
Typische Sommerprobleme sind Mehltau, Rosenrost und Blattläuse. Wer diese früh erkennt, kann viel retten. Arbeiten Sie am besten mit einem natürlichen Gegenmittel:
Verwenden Sie es als Gesichtswasser, Raumduft oder auch als kleines Mitbringsel:
Sie benötigen:
So geht’s:
Wenn Sie das selbst hergestellte Rosenwasser kühl lagern, hält es etwa eine Woche.
Wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler werden, spüren dies auch die Rosen. Jetzt ist die Zeit, sie langsam auf den Winter vorzubereiten – mit kleinen Pflegeschritten, die grosse Wirkung zeigen.

Ein radikaler Schnitt ist im Herbst nicht nötig – der kommt erst im Frühling. Aber lange Triebe kürzen Sie besser leicht ein, damit sie bei Wind und Schnee nicht abbrechen. Entfernen Sie dabei auch welke Blätter und krankes Holz.
Tipp: Lassen Sie verblühte Hagebutten ruhig stehen – sie sehen schön aus und dienen Vögeln als Nahrung.
Im Spätsommer (bis spätestens Mitte August) dürfen Sie Ihre Rosen ein letztes Mal düngen. Danach nicht mehr – sonst treiben sie neu aus und sind frostempfindlich. Jetzt geht’s ums Verholzen, nicht ums Wachsen.
Lockern Sie den Boden ein letztes Mal und entfernen Sie Unkraut. Dann geben Sie eine Schicht Kompost oder Rindenmulch rund um die Pflanze – das schützt die Wurzeln und reichert den Boden an.
Gönnen Sie Ihren Rosen im Herbst Ruhe. Verzichten Sie auf zu viel Wasser und schneiden Sie auch keine frischen Austriebe mehr ab. So stellt sich die Pflanze auf den Winter ein und fährt ihre Systeme langsam runter.
Im Winter zieht sich die Rose zurück. Oberirdisch wirkt sie oft kahl und leblos – doch unter der Erde speichert sie Kraft für den nächsten Frühling. Jetzt geht es darum, sie vor Kälte und Frost zu schützen, ohne sie aber zu sehr zu verwöhnen.

Bei empfindlichen Sorten oder in rauen Lagen hilft ein gezielter Winterschutz:
Rosen im Topf sind frostempfindlicher. Wenn möglich, frostfrei überwintern – zum Beispiel in einer Garage oder einem unbeheizten Wintergarten. Am besten:
Im Winter brauchen Ihre Rosen keine Pflege, keine Düngung, keinen Rückschnitt. Beobachten Sie – mehr nicht. Vielleicht ein Spaziergang durch den Garten, ein Blick auf die Eiskristalle an den kahlen Zweigen. Schönheit findet sich auch in der Stille.
| Fehler | Warum problematisch? | Besser so: |
|---|---|---|
| Zu tiefes oder falsches Schneiden | Schwächt die Pflanze, verhindert Blüte | Im Frühling über dem dritten bis fünften Auge schneiden |
| Überdüngen im Spätsommer/Herbst | Fördert weiches Wachstum – anfällig für Frost | Spätestens Mitte August die letzte Düngung vornehmen |
| Zu viel Giessen – besonders von oben | Fördert Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Sternrusstau | Morgens giessen, direkt an die Wurzeln, nicht über Blätter |
| Keine Luftzirkulation rund um die Pflanze | Krankheiten breiten sich schneller aus | Genügend Abstand beim Pflanzen, regelmässig auslichten |
| Winterschutz mit Plastikfolie | Staut Feuchtigkeit – ideal für Schimmel und Fäulnis | Besser: Naturmaterialien wie Jute, Laub oder Tannenreisig |
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