Sie möchten Ihren Gartenweg oder Ihre Terrasse mit Gartenplatten gestalten? In unserem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Gartenplatten fachgerecht verlegen. Ob Splittbett, Mörtel oder Plattenlager: Wir zeigen, welche Methode wann sinnvoll ist, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und wann sich die Hilfe vom Profi lohnt.

Gartenplatten schaffen Struktur, sorgen für saubere Wege und verleihen Ihrem Garten ein stilvolles Erscheinungsbild. Ob auf der Terrasse, entlang von Beeten oder als Trittplatten auf dem Rasen: Gartenplatten passen sich Ihrem Aussenbereich perfekt an.
Mit Gartenplatten gestalten Sie:
Dank der Vielzahl an Formaten, Verlegemuster, Farben und Materialien lassen sich ganz individuelle Designs umsetzen – von modern bis mediterran. Und: Gartenplatten sind extrem langlebig, frostbeständig und pflegeleicht. Richtig verlegt, halten sie Jahrzehnte.
Ofri Profi-Tipp: Bevor Sie mit dem Projekt starten, lohnt sich eine durchdachte Gartenplanung. Eine saubere Planung erspart spätere, teure Korrekturen.
Nicht jede Platte eignet sich für jeden Zweck. Die Wahl des richtigen Materials entscheidet über Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Optik. Je nachdem, wo Sie die Gartenplatten verlegen möchten – Terrasse, Weg oder Einfahrt – gelten unterschiedliche Anforderungen.
| Art der Gartenplatte | Beschreibung | Vorteile | Nachteile | Einsatzort |
|---|---|---|---|---|
| Betonplatten | Gepresste Platten aus Zement und Zuschlägen. In vielen Farben und Formen erhältlich. | Preiswert, pflegeleicht, gut für Anfänger | Kann mit der Zeit ausbleichen, weniger natürlich | Terrasse, Gartenweg, Sitzplatz |
| Natursteinplatten (z. B. Granit, Sandstein, Schiefer) | Natürliche, unregelmässige Optik – jede Platte ein Unikat. | Hochwertig, langlebig, frostsicher | Teurer, teilweise säureempfindlich | Terrasse, Grillplatz, Wege |
| Feinsteinzeugplatten | Sehr dichtes, keramisches Material. Oft in Naturstein- oder Holzoptik. | Rutschfest, pflegeleicht, wasserabweisend | Schwierig zu schneiden, höherer Aufwand | Terrasse, Poolumrandung |
| Pflastersteine (Beton oder Naturstein) | Kleine, belastbare Steine für klassische Wege und Einfahrten. | Sehr belastbar, variabel kombinierbar | Aufwendige Verlegung, mehr Fugenpflege nötig | Einfahrt, Gartenweg |
| Holzoptikplatten aus Keramik | Feinsteinzeugplatten mit Holzstruktur | Natürliches Aussehen, splitterfrei | Kein echtes Holz, relativ teuer | Terrasse, Balkon, Sitzplatz |

Die Wahl der richtigen Verlegeart entscheidet über Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Optik Ihrer Gartenplatten. Je nach Untergrund, Material und Einsatzzweck kommen verschiedene Methoden infrage. Es folgt ein Überblick mit allen Vor- und Nachteilen sowie praktischen Zusatztipps.
Diese Methode ist besonders beliebt für Terrassen und Gartenwege. Dabei werden die Platten lose auf eine verdichtete Splittschicht gelegt. Die Fugen werden mit Sand oder Quarzsand gefüllt.
Diese gebundene Verlegeweise ist ideal für stark belastete Flächen oder wenn absolute Stabilität gewünscht ist. Die Platten liegen fest in einem Bett aus Drainagemörtel – besonders geeignet für Naturstein und Feinsteinzeug.
Diese Methode eignet sich perfekt für Dachterrassen und Balkone. Die Platten werden ohne Bindemittel auf höhenverstellbare Lager gelegt – einfach, trocken und rückbaubar.
Gartenplatten als Trittsteine im Rasen schaffen romantische Wege und schonen das Grün. Hierbei werden die Platten in ein kleines Fundament aus Splitt oder Kies eingesetzt.
Profi-Tipp: Achten Sie stets auf ein Gefälle von mindestens zwei Prozent – so fliesst Regenwasser zuverlässig ab.
Sollten Sie sich bereits an dieser Stelle denken, dass Sie vielleicht doch lieber einen Profi mit dieser Arbeit betrauen wollen, zögern Sie nicht, eine Offertenanfrage zu stellen.
Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Plattenleger suchen, erfahren Sie in unserem entsprechenden Fachbeitrag.
Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Geduld können auch Sie als Heimwerker Gartenplatten als DIY-Projekt selbst verlegen – besonders im Splittbett. Diese Methode eignet sich für viele Gartenbereiche und ist vergleichsweise einfach umzusetzen. Hier zeigen wir, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen – inklusive Materialliste und Werkzeug-Check.
Material:
Werkzeug:
Diese Anleitung zeigt Ihnen in acht einfachen Schritten, wie Sie dabei richtig vorgehen – von der Vorbereitung bis zum letzten Feinschliff.

Markieren Sie die Fläche mit einer gespannten Schnur. Achten Sie auf ein Gefälle von circa zwei Prozent, das vom Haus wegführt – das sind zwei Zentimeter Höhenunterschied pro Meter.

Heben Sie den Untergrund ungefähr 25 bis 30 Zentimeter tief aus – je nach Plattenstärke und geplanter Tragschicht. Entfernen Sie Wurzeln und Unebenheiten.

Legen Sie Unkrautvlies aus, damit später kein Grün durch die Fugen wächst. Danach verteilen Sie eine ca. 15 Zentimeter dicke Schicht Kies oder Schotter als Tragschicht und verdichten diese mit der Rüttelplatte.

Verteilen Sie vier bis fünf Zentimeter Splitt gleichmässig. Ziehen Sie die Fläche mit einer Abziehleiste glatt. Wichtig: Arbeiten Sie zügig, damit die Fläche eben bleibt.

Beginnen Sie in einer Ecke und legen Sie die Platten auf das Splittbett. Mit Fugenkreuzen halten Sie gleichmässige Abstände von drei bis fünf Millimetern. Klopfen Sie jede Platte mit dem Gummihammer vorsichtig fest. Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage – Platten müssen eben liegen.

Damit die Randplatten nicht abrutschen, setzen Sie eine Einfassung aus Randsteinen. Diese fixieren Sie mit Magerbeton seitlich gegen das Erdreich.

Fegen Sie Quarzsand oder Fugensand diagonal in die Fugen. Danach nochmals Platten leicht abklopfen und erneut verfugen. Gegebenenfalls wiederholen, bis die Fugen gut gefüllt sind.

Zum Abschluss spritzen Sie die Fläche mit Wasser ab. So verdichtet sich der Fugensand. Überreste mit dem Besen verteilen.
Für circa 15 Quadratmeter sollten Sie – je nach Übung – mit vier bis fünf Tagen Arbeitszeit rechnen. Ein grösseres Projekt kann entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie ausreichend Pausen und Helfer ein.
Die Kosten für das Verlegen von Gartenplatten hängen von mehreren Faktoren ab, wie:
| Kostenart | Ungebundene Verlegung | Gebundene Verlegung |
|---|---|---|
| Materialkosten Gartenplatten | 30.- – 80.- CHF/m² | 30.- – 150.- CHF/m² |
| Tragschicht & Splitt | 10.- – 15.- CHF/m² | 15.- – 20.- CHF/m² |
| Verlegearbeit durch Fachbetrieb | 30.- – 40.- CHF/m² | 50–70 CHF/m² |
| Gesamtkosten (inkl. Material & Arbeit) | 70.- –135.- CHF/m² | 95.- – 240.- CHF/m² |
Rechenbeispiel: Für eine Terrasse mit 20 Quadratmeter Fläche und mittelpreisigen Betonplatten müssen Sie bei ungebundener Verlegung mit circa CHF 2’000.- bis CHF 2’500.- rechnen. Bei Naturstein und gebundener Verlegung steigen die Kosten schnell auf CHF 3’500.- und mehr.
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Das Thema Nachhaltigkeit geht uns alle an – davon zumindest ist Oliver, der bereits ein Buch zu dem Thema veröffentlicht hat, fest überzeugt. Es geht nicht darum, sich vollkommen einzuschränken, es geht vielmehr darum, alles bewusster und in Massen zu tun. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, die Welt für unsere Nachkommen lebenswert zu erhalten.




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