Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann und wie veredelt man Apfelbäume?
Apfelbäume werden am häufigsten entweder im späten Winter durch Kopulation oder Spaltpfropfen (Februar bis März) oder im Hochsommer durch Okulieren (Juli bis August) veredelt. Für die Winterveredlung schneiden Sie zunächst Edelreiser von der Wunschsorte, lagern diese kühl im Kühlschrank und führen die Veredlung auf einer passenden Unterlage durch, sobald die Temperaturen konstant über null Grad steigen. Entscheidend ist stets die saubere Ausrichtung der Kambiumschichten.
Wann ist die beste Zeit zum Pfropfen?
Die beste Zeit für das Pfropfen im Sinne der Winterveredlung ist von Februar bis März, kurz bevor die Knospen zu schwellen beginnen. In diesem Zeitraum ist der Baum noch in der Ruhe, aber das Kambium beginnt langsam aktiv zu werden – ideal für das Anwachsen. Wer zu spät beginnt und der Baum bereits in den vollen Austrieb geht, riskiert schlechtere Anwachsraten und muss bis zum Sommer warten.
Wann sollte man Obstbäume veredeln?
Das hängt von der Methode ab: Spaltpfropfen und Kopulation gelingen am besten von Februar bis März; Rindenpfropfen funktioniert ab Ende März, sobald die Rinde sich leicht ablösen lässt; Okulieren ist von Juli bis August ideal. Generell gilt: Veredeln Sie nie bei Frost und vermeiden Sie Temperaturen über 25 °C – die frischen Schnittflächen heilen unter extremen Bedingungen schlecht ab.
Kann man alte Apfelsorten veredeln?
Ja, und das ist sogar besonders empfehlenswert. Alte und seltene Apfelsorten lassen sich hervorragend über Veredlung erhalten und weitergeben. Solange der Baum noch lebt und gesunde Triebe bildet, können Edelreiser entnommen werden. Für die Bestimmung unbekannter Sorten stehen Pomologenvereine und kantonale Fachstellen für Obstbau zur Verfügung – häufig können diese auch bei der Beschaffung von Edelreisern seltener Sorten weiterhelfen.









