Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Fenster selber austauschen?
Ein einzelnes Standardfenster im Erdgeschoss ist mit handwerklicher Übung und einer zweiten Person machbar. Der kritische Schritt ist nicht das Einsetzen, sondern die Abdichtung der Anschlussfuge: Sitzt die innere Luftdichtung nicht durchgehend, entstehen Wärmebrücken und Feuchteschäden, die sich später nur mit aufgestemmter Laibung beheben lassen. Ab dem ersten Obergeschoss und bei mehreren Fenstern ist der Fachbetrieb die sicherere Wahl.
Soll man 30 Jahre alte Fenster austauschen?
Nicht das Baujahr entscheidet, sondern der Zustand. Sind Rahmen und Anschluss intakt und die Verglasung dicht, kann ein Fenster nach 30 Jahren noch Jahre halten. Beschlagene Scheiben, Zugluft und Schimmel an der Laibung sprechen dagegen klar für einen Austausch. Lassen Sie die Fenster begutachten, bevor Sie bestellen.
Wie lange dauert es, ein Fenster auszutauschen?
Der Einbau selbst dauert zwei bis drei Stunden pro Fenster, ein Renovationsfenster mit Überschubmontage rund eine Stunde. Vom Aufmass bis zur Abnahme vergehen jedoch sechs bis zehn Wochen, weil Fenster Massanfertigungen sind und die Produktion vier bis acht Wochen braucht.
Braucht es für den Fensterersatz eine Baubewilligung?
Für den Ersatz in gleicher Grösse, Teilung und Farbe verlangen die meisten Gemeinden keine Baubewilligung. Bewilligungspflichtig wird es, sobald Sie Format, Sprossenteilung oder Farbton ändern. Steht das Gebäude im Inventar der Denkmalpflege oder liegt es in einer Ortsbildschutzzone, gelten eigene Vorgaben. Fragen Sie vor der Bestellung bei der Bauverwaltung nach.
Kann man Fenster im Winter austauschen?
Grundsätzlich ja, nicht aber bei Frost oder Schneefall: Montageschaum und Kleber härten unter fünf Grad nicht zuverlässig aus. Der Raum kühlt während der Arbeiten stark aus, deshalb sollten Sie Möbel abdecken und pro Tag nur so viele Fenster einplanen, wie am Abend wieder dicht sind.

















