Es gibt Pflanzen, die sich im gegenseitigen Wachstum fördern und Krankheiten sowohl Schädlinge voneinander fernhalten. Aber auch solche, die miteinander auf Kriegsfuss stehen. Deshalb sollten Sie Ihre Kräuter in einer gesunden und gut durchdachten Mischung zusammen pflanzen.

Das Wissen darüber, welche Kräuter miteinander harmonieren und welche nicht, haben Menschen über Jahrhunderte zusammengetragen. Die Literatur bietet zahlreiche Ratgeber zum Anlegen des perfekten Kräutergartens. Wie also den eigenen Garten richtig bepflanzen?
Das Zusammenspiel von Kräutern hängt von verschiedenen Kriterien ab:
Manche Kräuter haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf (zum Beispiel Basilikum), während andere äussert genügsam sind (zum Beispiel Thymian). Es macht Sinn, Kräuter mit ähnlichem Nährstoffverbrauch nebeneinander zu pflanzen, um die entsprechende Gruppe gezielt und damit effizienter düngen zu können.
Auch haben Kräuter unterschiedliche Präferenzen in Sachen Standort, Beschaffenheit und Feuchtigkeit des Bodens sowie Versorgung mit Sonnenlicht. Für ein harmonisches Beet sollten Sie jene Pflanzen mit ähnlichen Vorlieben zusammen pflanzen.
Ihr Beet sollte so angelegt sein, dass die verschiedenen Pflanzen einander sowohl über als auch unter der Erdoberfläche ausreichend Platz für Wachstum und Entfaltung lassen. Deshalb sollten Sie tief- und flachwurzelnde Kräuter nebeneinander positionieren. Über der Erde sollten Sie auf ausreichend Platz zwischen den Pflanzen lassen, damit diese zu ihrer vollen Grösse heranwachsen können.
Ein weiteres Kriterium sind Nützlinge und Schädlinge. Die Wirkstoffe der Kräuter werden über die Wurzeln oder die Luft an die benachbarten Pflanze weitergegeben. Für einen möglichst positiven Effekt sollten Kräuter, welche direkt nebeneinanderstehen, sich “gut riechen können”.
Beispielsweise gibt es Pflanzen, die mit ihrem Duft Schädliche wie Blattläuse, die weisse Fliege oder Pilzkrankheiten von sich und der nebenstehenden Gewächsen fernhalten. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich, nämlich dass ein Kraut mir seinem Duft Nützlinge anlockt, die dem gesamten Beet zugutekommen. Kräuter können sich auch durch die Weitergabe von Substanzen an die Nachbarpflanze gegenseitig in ihrem Wachstum unterstützen.
Welche Kräuter sollten Sie nun also in Ihrem Beet zusammenbringen, wenn die Diversität von Bedeutung ist?
Achten Sie wie bereits oben erwähnt darauf, dass die Ansprüche der unterschiedlichen Pflanzen sowohl an den Standort als auch an die Nährstoffe zueinanderpassen. Kräuter mit ähnlichen Anforderungen unterstützen sich gegenseitig im Wachstum. Solche, die sich nicht vertragen, hemmen einander, unterdrücken sich sogar gegenseitig.

Zur Petersilie passen:

Zum Rosmarin passen:

Zum Salbei passen:

Zum Schnittlauch passen:

Zum Thymian passen:

Zum Basilikum passen:
Haben Sie Gefallen an diesem Thema? Dann lesen Sie in unseren Artikel zur Permakultur rein. Diese beschäftigt sich mit dem ökologischen Gleichgewicht im Garten und stellt Pflanzenpartnerschaften ganz gross heraus.
Absolut unverträglich sind folgende Kombinationen:
Auch unter den Pflanzen gibt es jene, die Nachbarschaften verabscheuen. Einige dieser Einzelgänger benötigen möglicherweise viel Raum für sich allein. Oder andere Kräuter vertragen deren Nähe nicht.
Zu jenen Kräutern, die Sie am besten alleinstehend pflanzen, gehören Liebstöckel, Wermut und Engelwurz.
Es sind aber nicht nur Kräuter, die sich untereinander positiv beeinflussen, sondern auch eine Nachbarschaft zwischen Kräutern und Gemüsepflanzen kann sehr von Vorteil sein. So können Duftstoffe von Kräutern entweder Nützlinge anlocken, die ebenfalls Ihrem Gemüse zugutekommen, als auch Schädlinge vom Beet fernhalten. Darüber hinaus können diese Kräuter Ihren Gemüsegarten auch ein wenig aufhübschen.
Diese Pflanzen geben einander Rückendeckung, wenn sie zusammengepflanzt werden:

Kohlfliegen und Blattläuse werden vom Sellerie-Duft von Ihren Beeten ferngehalten, während das Kohlgemüse seinen Nachbarn vor Befall von Sellerierost schützt.
Dabei spielt es keine Rollen, ob Sie nun Weisskohl, Blumenkohl, Rosenkohl oder Brokkoli pflanzen – alle Varianten von Kohlgemüse haben diesen schützenden Effekt. Am besten harmoniert der Sellerie jedoch mit Kohlrabi, da beide feuchte Böden bevorzugen.

Auch diese beiden Pflanzen tun sich gegenseitig gut. Der Name des Bohnenkrauts lässt irrtümlicherweise vermuten, dass beide Pflanzen derselben Familie angehören. Doch dem ist nicht so. Während die Bohne zur Familie der Hülsenfrüchte zählt, gehört das Bohnenkraut jener der Lippenblütler an.
Das Bohnenkraut hält durch seinen Duft die schwarze Bohnenlaus von seinem Nachbarn fern. Aber nicht nur im Beet geben beide Pflanzen eine gute Mischung ab, sondern auch auf dem Teller.

Ein weiteres Powercouple, das ebenfalls nicht nur in Speisen unschlagbar ist, ist Gurken und Dill. Diese beiden Pflanzen gehören unbedingt zusammen. Während der Dill zur Familie der Doldenblütler gehört, zählt die Gurke zu den Kürbisgewächsen. Beide haben ähnlich Ansprüche, doch der Dill hat einen geringeren Nährstoffverbrauch als sein Gefährte, entzieht ihm somit auch keine Nahrung. Der Doldenblütler wirkt sich positiv auf die Keimfähigkeit des Kürbisgewächses aus.
Das Duo lässt sich zudem durch den Borretsch erweitern. Dessen blaue Blüten locken bestäubende Insekten an und steigern damit den Ertrag.

Dieses Ménage-à-trois ist eine äusserst vielversprechende Kombination. Die beiden Kräuter schützen die Tomate vor Schädlingen. So hält das Basilikum sowohl den Mehltau als auch die weisse Fliege von dem Gemüse fern, während die Petersilie die unerwünschte Blattlaus vertreibt. Und auch im Salat sind die drei eine unschlagbare Mischung.
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Der Experte kann Sie bei Ihrem Vorhaben mit Rat und Tat unterstützen. Er wird Ihnen helfen die Beete oder den gesamten Garten nach Ihren Vorstellungen zu bepflanzen.

Eine gute Alternative zum Anlegen eines Kräuterbeets ist übrigens die Kräuterspirale. Wenn diese richtig angelegt ist, können Sie sich das ganze Jahr über eine üppige Ernte freuen.
Hierbei ist die richtige Planung und Anordnung der Kräuter entscheidend. Die sonnenverliebten Kräuter kommen oben auf die Spitze. In der Mitte pflanzen Sie Kräuter, die den Halbschatten bevorzugen. Kräuter, die eine humose Erde lieben, kommen an den Sockel der Spirale. Durstige Kräuter finden ganz unten die besten Voraussetzungen.
Für garten- und balkonlose Geniesser gibt es auch gute Nachrichten. Viele Küchenkräuter lassen sich ganz ausgezeichnet in der Wohnung anbauen. Meist reicht schon ein sonniges Fleckchen auf der Fensterbank.
Noch ein klein wenig Pflege und etwas Wasser zur rechten Zeit und schon kann man sich an einem Reichtum von Kräuterschätzen erfreuen. Achten Sie darauf, dass zwischen den Pflanzen genügend Platz ist, damit diese sich gut entfalten können.

Ideale Kumpane, um gemeinsam in einem Balkonkasten zu wachsen, sind Kombinationen aus
Diese Kräuter brauchen nicht nur wenig Platz, sondern die Kombinationen begünstigen sich. Achten Sie auf den empfohlenen Abstand zwischen den Pflanzen, wenn Sie verschiedene Kräuter gemeinsam in einen Topf setzen.
Diese Fragen stellen sich besonders viele Menschen, wenn es um die Frage geht, welche Kräuter zusmamengepflanzt werden dürfen. Wir wollen Ihnen die Antworten darauf nicht vorenthalten:
Diese beiden Pflanzen darf man zusammen pflanzen. Achten Sie jedoch auf einen ausreichenden Abstand, damit beide genug Platz haben, um zu gedeihen. Gerade weil die Kräuter sehr ähnliche Ansprüche haben, ist es durchaus sinnvoll, Petersilie und Schnittlauch in einem Beet zu pflanzen.
Es gibt Pflanzen, deren Nähe der Schnittlauch nicht verträgt. Dazu zählen, wie weiter oben erwähnt Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Gartenkresse, Kopfkohl, Rosmarin, Koriander und die Rote Bete.
Schnittlauch, Petersilie und Basilikum harmonieren sehr gut miteinander, da diese Pflanzen ähnliche Bedürfnisse haben. Den Schnittlauch sollten Sie allerdings nach Möglichkeit etwas weiter weg pflanzen, da er viel Platz benötigt.





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