Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was schluckt den Schall im Raum?
Schall wird von porösen, weichen und faserigen Materialien geschluckt, also von Textilien, Mineralwolle, Schaumstoff, Teppichen, Polstermöbeln, schweren Vorhängen und speziellen Akustikpaneelen. Diese Materialien lassen Schallwellen in ihre Struktur eindringen, wo die Energie durch Reibung in Wärme umgewandelt wird. Harte, glatte Flächen wie Beton, Glas, Platten und Parkett reflektieren den Schall dagegen zurück und sind die Hauptursache für Nachhall und Echos in Wohnräumen.
Was tun bei schlechter Raumakustik?
Beginnen Sie mit den einfachsten Massnahmen: ein grosser, dicker Teppich auf dem Boden, schwere Vorhänge an den Fenstern und Polstermöbel im Raum. Falls das nicht genügt, behandeln Sie gezielt die grössten kahlen Wand- und Deckenflächen mit Akustikpaneelen oder Akustikbildern. Bei einem Flatterecho helfen Absorber oder Diffusoren auf den betroffenen parallelen Flächen, bei hartnäckigem Bassdröhnen grosse Absorber in den Raumecken. Führt das nicht zum Ziel, empfiehlt sich der Beizug eines Fachbetriebs.
Welches Material schluckt Schall am besten?
Im Wohnbereich ist Mineralwolle in ausreichender Dicke das wirksamste und breitbandigste Material; sie bildet den Kern der meisten professionellen Akustikpaneele. Absorptionsgrade nahe 1,0 und die höchste Absorberklasse A nach ISO 11654 gelten allerdings immer für einen geprüften Aufbau aus Dicke, Oberfläche und Montageabstand; dieselbe Platte kann je nach Montage in einer schlechteren Klasse landen. Fragen Sie deshalb nach den Werten für genau die Montage, die Sie planen. Schwere, gefaltete Vorhänge und Polstermöbel sind die besten alltagstauglichen Alternativen. Dünne Schaumstoffmatten wirken nur bei hohen Frequenzen; für eine breitbandige Wirkung braucht es eine Kombination mehrerer Massnahmen.
Wie viel Fläche muss ich für eine hörbar bessere Raumakustik mit Absorbern behandeln?
Für Wohnräume rechnen Fachbetriebe mit rund 20 bis 30 Prozent der gesamten Raumoberfläche, die Schall aufnehmen sollte. Das ist eine Planungsgrösse; wie viel es im einzelnen Zimmer braucht, hängt von Raumhöhe, Volumen, Einrichtung und der Wirkung der gewählten Absorber ab. Vorhandenes Mobiliar zählt mit: Ein Wohnzimmer mit grossem Teppich, Stoffsofa und schweren Vorhängen liegt häufig schon nahe an diesem Wert. Ein einzelnes Akustikbild senkt den Nachhall eines ganzen Zimmers dagegen nicht spürbar, auch wenn es gegen eine einzelne störende Reflexion durchaus hilft. Ergänzen Sie schrittweise und vergleichen Sie den Klang jeweils am selben Platz.
Kann ich die Raumakustik in einer Mietwohnung verbessern, ohne zu bohren?
Ja, in einer Mietwohnung lässt sich fast alles ohne Bohrlöcher umsetzen. Teppich, Vorhänge an der bestehenden Schiene, Polstermöbel und ein gefülltes Bücherregal brauchen kein Werkzeug, und Akustikbilder gibt es mit Klettbefestigung oder für die Aufhängung an bestehenden Bilderleisten. Bei Deckensegeln ist Vorsicht geboten: Ein vorhandener Lampenhaken oder eine Spannstange kommt nur infrage, wenn Hersteller und Tragfähigkeit diese Aufhängung ausdrücklich hergeben, denn die Platte hängt über Kopf. Ist das unklar, wählen Sie freistehende Akustikelemente oder Stellwände. Bohren wird nötig, sobald schwere Paneele fest an eine Betonwand oder Betondecke sollen.















