Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ohne Bodenheizung?
Ohne Bodenheizung liegt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mindestens zehn Prozent höher, weil Radiatoren heisseres Heizwasser brauchen als eine Bodenheizung. In den Schweizer Feldmessungen erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in sanierten Häusern mit 40 bis 45 Grad Vorlauftemperatur eine Jahresarbeitszahl von 3.1, in Neubauten mit 30 bis 35 Grad eine von 3.5.
Für 15’000 Kilowattstunden Wärme im Jahr sind das gut 4’800 statt knapp 4’300 Kilowattstunden Strom. Brauchen die Radiatoren noch heisseres Wasser, wächst der Abstand. Grössere Radiatoren oder eine bessere Dämmung senken die nötige Temperatur und damit den Mehrverbrauch.
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe mit Erdsonde?
Eine Wärmepumpe mit Erdsonde verbraucht rechnerisch rund ein Viertel weniger Strom als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im selben Haus. In den Schweizer Feldmessungen kamen Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonde im Mittel auf eine Jahresarbeitszahl von 4.6, Luft-Wasser-Wärmepumpen auf 3.4.
Für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und vier Personen ergibt das knapp 3’500 statt gut 4’800 Kilowattstunden im Jahr. Der Vorteil ist im Winter am grössten, weil das Erdreich dann wärmer ist als die Aussenluft. Dem stehen die höheren Kosten für die Bohrung gegenüber.
Ist Strom für die Wärmepumpe günstiger als normaler Haushaltsstrom?
Strom für die Wärmepumpe ist nicht automatisch günstiger als Haushaltsstrom, weil beide ohne besondere Vereinbarung über denselben Zähler und denselben Tarif laufen. Günstiger wird er, wenn Ihr Netzbetreiber einen Wärmepumpentarif führt. Im Gegenzug darf er die Anlage zu Spitzenzeiten für einige Stunden sperren.
Ob es einen solchen Tarif gibt und was er kostet, steht im Tarifblatt Ihres Netzbetreibers. Bei einem Tarif mit Hoch- und Niedertarif sparen Sie zusätzlich, wenn die Wärmepumpe das Warmwasser in den günstigen Stunden aufheizt.
Wie finde ich heraus, wie viel Strom nur die Wärmepumpe verbraucht?
Wie viel Strom nur die Wärmepumpe verbraucht, zeigt bei neueren Geräten das Display oder die App des Herstellers. Diese Werte sind teils gerechnet statt gemessen und eignen sich deshalb vor allem für den Vergleich von Monat zu Monat. Genau misst ein eigener Stromzähler, den Anlagen mit Wärmepumpentarif schon haben.
Fehlt er, baut ein Elektroinstallateur einen zusätzlichen Zähler ein. Arbeiten im Sicherungskasten sind Sache einer Fachperson mit Installationsbewilligung.
Senkt eine Photovoltaikanlage den Stromverbrauch der Wärmepumpe?
Eine Photovoltaikanlage senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe nicht, weil die Anlage gleich viel Strom braucht, egal woher er kommt. Sie senkt aber den Bezug aus dem Netz und damit die Stromkosten, weil ein Teil des Stroms vom eigenen Dach stammt.
Im Winter ist der Effekt kleiner als im Sommer, weil dann weniger Sonne scheint und gleichzeitig am meisten geheizt wird. Am besten passt der Solarstrom zum Warmwasser, das die Wärmepumpe über Mittag aufheizen kann.

















