Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Pflanzen wachsen am schnellsten als Sichtschutz?
Unter den Heckengehölzen wächst Liguster mit dreissig bis vierzig Zentimetern pro Jahr am schnellsten, dicht gefolgt von Hainbuche und Rotbuche. Den höchsten Jahreszuwachs überhaupt erreicht Fargesia-Bambus mit bis zu einem Meter. Trotzdem dauert es je nach Art zwei bis fünf Jahre, bis die Hecke wirklich blickdicht steht. Wer sofort Sichtschutz braucht, kauft vorkultivierte Heckenelemente aus der Baumschule: Sie sind bereits auf Höhe gezogen und wirken vom ersten Tag an, kosten aber ein Vielfaches.
Welche Pflanzen sind am besten für den Sichtschutz?
Das hängt davon ab, ob der Sichtschutz auch im Winter wirken soll. Für ganzjährig blickdichten Schutz sind immergrüne Heckenpflanzen wie Eibe, Thuja oder Portugiesischer Kirschlorbeer am zuverlässigsten; bei der Eibe ist zu beachten, dass alle Teile ausser dem roten Samenmantel stark giftig sind. Wer einen natürlicheren Look möchte, kombiniert eine Mischhecke mit hohen Gräsern und Stauden. Auf Terrassen und Balkonen bewähren sich Fargesia-Bambus im Kübel und Kletterpflanzen am Rankgitter.
Welche winterharte Pflanze eignet sich als Sichtschutz?
Eibe, Thuja, Portugiesischer Kirschlorbeer, Hainbuche und Efeu sind winterhart und fürs Schweizer Klima geeignet. Liguster und Rotbuche sind ebenso robust, verlieren im Winter aber einen Teil ihres Laubes. Beim Bambus entscheidet nicht die Wuchsform, sondern die konkrete Art und Sorte über die Winterhärte: Es gibt sowohl sehr harte ausläufertreibende als auch empfindlichere horstbildende Sorten. Wählen Sie eine Sorte, die für Ihren Standort ausgewiesen ist, und schützen Sie im Kübel den Wurzelballen vor starkem Frost und die Pflanze vor austrocknendem Wind.
Was ist der beste Sichtschutz zum Nachbarn?
Zum Nachbargrundstück ist eine immergrüne Hecke aus Eibe, Thuja oder Portugiesischem Kirschlorbeer die bewährteste Lösung, weil sie ganzjährig schützt und sich auf Höhe und Breite halten lässt. Entscheidend ist der Grenzabstand, und der ist kantonal geregelt. Im Kanton Zürich muss die Hecke halb so weit von der Grenze wegstehen wie sie hoch ist, mindestens sechzig Zentimeter. Im Kanton Bern reichen bei Hecken bis 1,2 Meter fünfzig Zentimeter. Klären Sie den für Sie geltenden Wert vor dem Kauf mit der Gemeinde ab.
Darf man in der Schweiz noch Kirschlorbeer pflanzen?
Für den klassischen Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) gilt kein allgemeines Pflanzverbot, aber seit dem 1. September 2024 sind Verkauf, Verschenken, Vermieten und Einfuhr schweizweit untersagt. Er steht in Anhang 2.2 der Freisetzungsverordnung, weil Vögel seine Samen in die Wälder tragen, wo er einheimische Arten verdrängt. Eine bestehende Hecke dürfen Sie behalten und schneiden lassen; achten Sie darauf, dass sie sich nicht weiter aussät. Der Portugiesische Kirschlorbeer ist vom Verbot nicht betroffen und gilt als gängiger Ersatz.














