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Start » Ratgeber » Unterlagsboden selber giessen: Tipps, Anleitung und Materialliste

Unterlagsboden selber giessen: Tipps, Anleitung und Materialliste

Der Unterlagsboden ist die Grundlage für jeden Bodenbelag. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Unterlagsboden selbst giessen, worauf Sie achten müssen und wann besser ein Profi ran sollte.

Oliver Schlupp
27. Mai 2025 - 5 Min. Lesezeit

Bauarbeiter zieht Zementestrich auf einem Innenboden auf einer Baustelle glatt

  • Was ist ein Unterlagsboden überhaupt?
  • Wann lohnt es sich, den Unterlagsboden selbst zu giessen?
  • Vorbereitung: Das brauchen Sie zum Estrich giessen
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung: Unterlagsboden giessen
  • Welche Fehler Sie beim Estrich giessen vermeiden sollten

Was ist ein Unterlagsboden überhaupt?

Der Unterlagsboden – in der Schweiz meist gleichbedeutend mit «Estrich» – bildet die tragende Schicht zwischen Rohboden, also dem Betonfundament und dem Bodenbelag. Er gleicht Unebenheiten aus, verteilt die Last gleichmässig und sorgt für eine stabile Basis zum Plätteln, für Parkett oder Teppich.

Typische Funktionen des Unterlagsbodens

  • Höhenausgleich bei unebenem Rohbeton
  • Trittschalldämmung in Kombination mit Randstreifen
  • Verteilung von Lasten (zum Beispiel bei schweren Möbeln)
  • Vorbereitung für den Bodenbelag

In der Praxis kommen verschiedene Estricharten zum Einsatz.

Die gängigsten:

  • Zementestrich: robust, feuchteunempfindlich, ideal für Keller oder Garage
  • Anhydritestrich: selbstverlaufend, für Wohnräume geeignet – empfindlich gegen Feuchtigkeit
  • Schnellestrich: bei Zeitdruck, kürzere Trocknungszeit

Ein guter Unterlagsboden sorgt für Langlebigkeit und Komfort. Fehler beim Einbau zeigen sich oft erst nach Jahren – und dann wird es meist teuer.

Wann lohnt es sich, den Unterlagsboden selbst zu giessen?

Ein frisch gegossener Unterlagsboden wird mit einer Stachelwalze entlüftet

Einen Unterlagsboden selbst zu giessen, kann sich durchaus lohnen – vor allem für handwerklich geschickte Personen mit etwas Erfahrung. Sie sparen Material- und Lohnkosten und können den Zeitplan selbst bestimmen. Doch nicht jede Situation eignet sich für ein DIY-Projekt.

Geeignet ist der Eigenbau bei:

  • Kleineren Flächen (zum Beispiel Keller, Garage, Hobbyraum)
  • Neubauten oder sanierungsbereiten Rohböden
  • Projekten ohne Fussbodenheizung oder Spezialdämmung
  • Verzicht auf fugenlose Hochglanz-Optik

Nicht empfehlenswert bei:

  • Grossen, offenen Flächen mit hohem Anspruch an Ebenheit
  • Kombination mit Fussbodenheizung oder besonderen Schichten (zum Beispiel Dämmung gegen Feuchtigkeit)
  • Zeitdruck oder fehlender Ausrüstung

Unser Tipp: Wer unsicher ist oder professionelle Ergebnisse wünscht, beauftragt lieber einen Fachbetrieb. Gerade bei Wohnflächen lohnt sich das langfristig auf jeden Fall. Durch das Stellen einer Offertenanfrage erhalten Sie unverbindliche Angebote. Danach können Sie immer noch überlegen, den Unterlagsboden selbst zu giessen.

Vorbereitung: Das brauchen Sie zum Estrich giessen

Bevor Sie den Unterlagsboden giessen, müssen Sie den Untergrund vorbereiten und das Material bereitlegen. Eine saubere und korrekte Vorbereitung ist für ein gutes Ergebnis massgeblich.

Materialien

  • Zement (zum Beispiel CEM II 32,5)
  • Estrichsand (Körnung 0–8 Millimeter)
  • Wasser
  • Optional: Fliessmittel oder Schnellestrich-Zusatz
  • Randdämmstreifen
  • Trennfolie (bei schwimmendem Estrich)

Werkzeuge

  • Mörtelmischer oder Mischmaschine
  • Maurerkelle, Glättkelle, Abziehlatte
  • Wasserwaage
  • Eimer, Schaufel
  • Reibebrett oder Glätter
  • Schutzkleidung (Handschuhe, Brille)

Untergrund vorbereiten

  • Rohboden reinigen: Staub, Fett, lose Teile entfernen
  • Dämmung anbringen: Bei Bedarf trittschall- oder wärmedämmende Platten verlegen
  • Randdämmstreifen setzen: Verhindert Schallbrücken
  • Trennfolie auslegen: Bei schwimmender Konstruktion notwendig

Mehr Infos zum Thema Estrichboden isolieren finden Sie in unserem Fachbeitrag.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Unterlagsboden giessen

Mit etwas Vorbereitung und dem richtigen Vorgehen können Sie Ihren Unterlagsboden selbst giessen. So gehen Sie dabei systematisch vor:

Schritt 1: Untergrund vorbereiten

  1. Reinigen Sie die Fläche gründlich.
  2. Verlegen Sie gegebenenfalls Dämmplatten und eine Trennfolie.
  3. Bringen Sie die Randdämmstreifen umlaufend an.
  4. Markieren Sie die Estrichhöhe mit einer Schlauchwaage oder Laser.

Schritt 2: Estrichmischung herstellen

  1. Mischen Sie Zement und Sand im Verhältnis 1:3.
  2. Fügen Sie Wasser hinzu, bis eine erdfeuchte Masse entsteht.
  3. Die Mischung darf nicht zu nass sein – sie soll formbar bleiben.
  4. Mischen Sie nur so viel an, wie Sie in 30 Minuten verarbeiten können.

Schritt 3: Estrich einbringen

  1. Beginnen Sie in der Ecke gegenüber der Tür.
  2. Füllen Sie die Mischung auf den vorbereiteten Boden.
  3. Verdichten Sie sie leicht mit einer Schaufel oder Holzlatte.
  4. Arbeiten Sie in Bahnen oder Feldern.

Schritt 4: Estrich abziehen und glätten

  1. Ziehen Sie die Oberfläche mit einer Abziehlatte auf das Markierungsniveau ab.
  2. Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage.
  3. Glätten Sie die Fläche mit einem Reibebrett, wenn nötig.
  4. Ecken und Ränder mit der Kelle nacharbeiten.

Mann glättet Unterlagsboden mit einem Reibebrett

Schritt 5: Trocknen und pflegen

  1. Halten Sie die Fläche in den ersten Tagen feucht (zum Beispiel mit Folie abdecken).
  2. Vermeiden Sie Zugluft, Sonne und Frost.
  3. Nach 24 bis 48 Stunden begehbar, volle Belastung nach circa 28 Tagen.

Sollten Sie nun einen Plattenleger für den nächsten Schritt benötigen, dürfen wir Ihnen unseren Ratgeber empfehlen: Was Sie bei der Auswahl eines Plattenlegers beachten sollten

Welche Fehler Sie beim Estrich giessen vermeiden sollten

Beim Giessen des Unterlagsbodens können kleine Fehler grosse Auswirkungen haben. Diese häufigen Probleme sollten Sie unbedingt vermeiden:

1. Zu viel Wasser

Ein zu flüssiger Estrich lässt sich zwar leichter verarbeiten, bildet aber Risse beim Trocknen und verliert an Tragfähigkeit.

2. Falsches Mischverhältnis

Ein zu hoher Sandanteil oder zu wenig Zement beeinträchtigt die Festigkeit. Halten Sie das Verhältnis von 1:3 (Zement:Sand) ein.

Sandiger Unterlagsboden

3. Ungleichmässiger Aufbau

Arbeiten Sie immer systematisch in Bahnen oder Abschnitten. Übersprungene Stellen führen zu Niveauunterschieden.

4. Keine Randdämmung

Fehlende Randstreifen verursachen Schallbrücken und Spannungsrisse.

5. Zu schnelles Austrocknen

Vermeiden Sie Sonne und Durchzug – sonst trocknet der Estrich ungleichmässig. Feuchtigkeit im Estrich ist wichtig für die Aushärtung.

6. Belastung vor Trocknung

Ein Estrich braucht Zeit. Warten Sie mit weiteren Arbeiten, bis der Boden vollständig getrocknet ist.

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Oliver Schlupp
Autor

Das Thema Nachhaltigkeit geht uns alle an – davon zumindest ist Oliver, der bereits ein Buch zu dem Thema veröffentlicht hat, fest überzeugt. Es geht nicht darum, sich vollkommen einzuschränken, es geht vielmehr darum, alles bewusster und in Massen zu tun. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, die Welt für unsere Nachkommen lebenswert zu erhalten.

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