Der Ahorn gehört zu den beliebtesten Bäumen in Schweizer Gärten. Mit seiner schönen Form, der intensiven Herbstfärbung und dem dichten Blätterdach ist er ein echtes Highlight. Doch damit der Ahornbaum gesund und schön bleibt, braucht er regelmässige Pflege – und dazu gehört auch der richtige Schnitt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann und wie Sie einen Ahornbaum schneiden, ohne ihn zu schädigen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und praktischen Tipps gelingt Ihnen das auch als Hobbygärtner.

Ein gezielter Schnitt fördert das gesunde Wachstum des Baumes. Er verhindert, dass sich Äste kreuzen oder gegenseitig das Licht nehmen. So kann der Baum seine Energie besser nutzen. Wer seinen Ahorn hingegen nicht regelmässig schneidet, riskiert kahle Stellen, Pilzbefall oder sogar Instabilität bei starkem Wind. Gerade bei älteren Bäumen kann das gefährlich werden.
Der richtige Zeitpunkt ist beim Schneiden von Ahornbäumen von besonderer Wichtigkeit. Wer ihn zur falschen Zeit schneidet, riskiert nämlich, dass der Baum «ausblutet». Das passiert, wenn der Baum nach dem Schnitt zu stark Wasser und Nährstoffe über die Schnittwunden verliert – eine echte Belastung für die Pflanze.
Ideal ist der Spätsommer oder Frühherbst, genauer: zwischen Mitte August und Ende September. Zu dieser Zeit ist der Saftdruck im Baum geringer, die Wunden heilen schneller und der Baum kann sich optimal auf den Winter vorbereiten. Ein weiterer Pluspunkt: Im Herbst ist die Aststruktur ohne Laub besser erkennbar, was präzises Arbeiten erleichtert.

Viele Hobbygärtner greifen auch im zeitigen Frühjahr zur Schere. Davon ist beim Ahorn jedoch abzuraten. Im Frühling ist der Saftfluss nämlich besonders stark – der Baum kann dann bei jedem Schnitt massiv bluten.
Unser Tipp: Schneiden Sie Ihren Ahorn an einem trockenen, bewölkten Tag. So vermeiden Sie Sonnenbrand an frischen Schnittstellen und minimieren das Risiko von Infektionen durch Pilze oder Bakterien.
Damit der Rückschnitt gelingt und Ihr Ahornbaum keinen Schaden nimmt und womöglich gefällt werden muss, brauchen Sie das richtige Werkzeug. Stumpfe oder unsaubere Geräte verursachen unschöne Risse und fördern Krankheiten. Achten Sie also auf Qualität und Sauberkeit. Diese Werkzeuge sollten Sie bereithalten:
Astschere: Für dünnere Äste bis etwa drei Zentimeter Durchmesser. Am besten eine Bypass-Schere verwenden, die sauber und glatt schneidet.
Baumsäge: Für dickere Äste über drei Zentimeter. Eine Klappsäge mit ziehendem Schnitt funktioniert am besten.
Teleskop-Astschneider: Für hohe Äste, die Sie vom Boden aus erreichen möchten – praktisch und sicher.
Gartenschere: Für kleine Triebe und Formschnitte.
Desinfektionsmittel: Reinigen Sie die Werkzeuge vor und nach dem Schneiden, um Pilze oder Bakterien nicht weiterzuverbreiten. Handschuhe und Schutzbrille: Schützen Sie sich vor Splittern und Dornen – auch beim Ahorn ist Vorsicht besser als Nachsicht.
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Ein Ahorn lässt sich mit der richtigen Technik gut schneiden. Wichtig ist, strukturiert vorzugehen und dem Baum dabei nicht zu schaden. So geht’s:
Bevor Sie zur Schere oder Säge greifen, schauen Sie sich den Ahorn genau an. Gibt es tote, kranke oder nach innen wachsende Äste? Notieren Sie sich, welche Äste entfernt werden sollen – das spart Zeit. Sie können diese Äste auch mit einem bunten Stoffstreifen markieren.
Starten Sie mit allem, was offensichtlich nicht mehr lebt. Diese Äste erkennen Sie daran, dass sie brüchig sind oder keine Knospen tragen. Entfernen Sie sie direkt an der Astgabel – aber ohne die sogenannte «Astkragenwulst» zu verletzen.
Äste, die sich kreuzen oder Richtung Stamm wachsen, nehmen einander Licht. Schneiden Sie einen der beiden zurück. So sorgen Sie für mehr Luft und Licht im Innern der Krone.
Jetzt kommt die Form ins Spiel. Kürzen Sie lange Triebe etwas ein, aber nur bis zur nächsten Verzweigung. Lassen Sie immer ein Auge oder eine Knospe stehen – daraus treibt der Baum wieder aus.

Nach dem Schnitt sollten Sie die Wunden prüfen. Sind sie glatt und nicht ausgefranst? Dann haben Sie alles richtig gemacht. Grosse Schnittflächen nicht mit Wundverschlussmitteln behandeln – der Baum heilt am besten von selbst.
Hinweis: Verwenden Sie beim Schneiden Ihres Ahornbaums niemals eine Motorsäge, ausser Sie sind Profi oder lassen einen Fachmann ran. Bei Unsicherheiten können Sie immer auch einen Gärtner über Ofri finden.
Fehler Sie beim Schneiden vom Ahorn vermeiden sollten
Ein junger Ahornbaum braucht keine grossen Eingriffe. Ziel ist eine stabile Grundstruktur. Entfernen Sie regelmässig Seitentriebe, die zu steil wachsen oder sich kreuzen. Kürzen Sie die Haupttriebe leicht, um eine schöne, verzweigte Krone zu fördern. Wichtig: Weniger ist mehr. Zu viel Rückschnitt hemmt das Wachstum.
Bei älteren Exemplaren geht es mehr um Pflege und Sicherheit. Entfernen Sie tote, kranke oder beschädigte Äste. Achten Sie besonders auf grosse Äste, die zur Last werden können. Die Krone darf leicht ausgelichtet werden – aber bitte nur mit Bedacht. Ein radikaler Schnitt schadet der Vitalität.
Wichtig: Ältere Bäume regenerieren langsamer. Arbeiten Sie daher schonender und schneiden Sie nie mehr als ein Drittel der Krone.
Bei sehr alten oder besonders grossen Bäumen lohnt sich die Unterstützung durch einen Profi. Einen passenden Experten finden Sie wie immer bei Ofri.
Sollten Sie darüber nachdenken, Ihren Garten umzuplanen oder auch bei neuen Grundstücken ganz neu anzulegen, stehen Ihnen Profis für Gartenplanung über Ofri gerne tatkräftig zur Seite.








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