Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie schnell kommt ein Betrieb für eine Leckortung?
Spezialisierte Ortungsbetriebe und die grossen Sanierungsfirmen führen einen Pikettdienst und kommen bei fliessendem Wasser am selben Tag. Für einen trocknenden Fleck ohne akute Gefahr ist ein Termin innert weniger Tage üblich.
Ein Zuschlag für Nacht- oder Wochenendeinsatz lohnt sich selten. Sinnvoll ist der Notfalleinsatz, wenn Sie das Wasser nicht abstellen können oder wenn es in eine andere Wohnung läuft. Ist der Haupthahnen zu, verliert eine Ortung am nächsten Vormittag nichts an Genauigkeit.
Zahlt die Versicherung die Leckortung, wenn kein Leck gefunden wird?
Mehrere Schweizer Versicherer zahlen die Ursachensuche auch dann, wenn kein Leck gefunden wird. Aber nur bis zu einem festen Betrag und nur, wenn die Suche vorher mit ihnen abgesprochen war.
Ohne diese Absprache besteht das Risiko, dass die Rechnung an der Eigentümerschaft hängen bleibt. Fragen Sie deshalb vor dem Auftrag bei Ihrem Versicherer nach, welche Zusage er braucht; was der Betrieb im erfolglosen Fall verrechnet, gehört in die Offerte.
Kann ich ein Leck in der Bodenheizung ohne Aufstemmen finden lassen?
Ein Leck in der Bodenheizung lässt sich in den meisten Fällen ohne grossflächiges Aufstemmen orten. Üblich ist eine Kombination aus Thermografie, die den Leitungsverlauf sichtbar macht, und Tracergas, das an der undichten Stelle durch den Bodenaufbau entweicht.
Ist die Leitung dagegen an mehreren Stellen undicht oder liegt der Schaden in einem Kunststoffrohr aus den Achtzigerjahren, das im ganzen Kreis verspröden kann, lohnt die punktuelle Reparatur nicht mehr. Dann steht die Frage an, ob der betroffene Heizkreis stillgelegt und durch einen neuen ersetzt wird.
Wer beauftragt die Leckortung in einer Mietwohnung?
Die Leckortung in einer Mietwohnung beauftragt die Vermieterschaft. Die Mietpartei meldet den Schaden und gewährt Zugang zur Wohnung, bestellt aber selbst keine Firma.
Reagiert die Vermieterschaft nicht, melden Sie den Mangel schriftlich per Einschreiben und setzen eine Frist, die zum Schaden passt: bei fliessendem Wasser wenige Tage, bei einem trocknenden Fleck zwei bis drei Wochen. Verstreicht sie ungenutzt, wenden Sie sich an die Schlichtungsbehörde Ihres Kantons. Das Verfahren dort ist für Mietsachen kostenlos.
Was passiert nach der Leckortung mit der Feuchtigkeit im Bauteil?
Nach der Leckortung und der Reparatur bleibt Feuchtigkeit im Bauteil zurück und muss technisch getrocknet werden. Dazu setzt ein Betrieb Bautrockner ein, die der Luft die Feuchtigkeit entziehen, bei Dämmschichten unter dem Bodenbelag zusätzlich ein Unterdruckverfahren, das die feuchte Luft über Bohrlöcher absaugt.
Je nach Durchfeuchtung und Aufbau dauert das ein bis acht Wochen, und der Bautrockner läuft in dieser Zeit durchgehend. Erst danach folgen Verputz, Anstrich und Bodenbelag. Wer zu früh verschliesst, schliesst die Feuchtigkeit ein und bekommt Schimmel.














