Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Soll man 40 Jahre alte Fenster ersetzen?
Bei 40 Jahre alten Fenstern spricht deutlich mehr für den Ersatz als bei 30 Jahre alten. Sie stammen aus der Zeit um 1986 und tragen meist unbeschichtetes Isolierglas mit einem U-Wert um 2,6 bis 3,2. Das ist rund doppelt so viel Wärmeverlust wie bei einem Fenster von 1996. Dazu kommt der asbesthaltige Fensterkitt, der Ausbau und Entsorgung verteuert.
Ausnahmen gibt es. Massive Holzfenster aus dieser Zeit sind oft solide gebaut. Trägt der Rahmen noch, ist neues Wärmeschutzglas darin die günstigere Lösung als ein kompletter Ersatz.
Wie oft muss man Fenster ersetzen?
Fenster folgen keinem festen Ersatzrhythmus. Die übliche Lebensdauer liegt bei 25 bis 40 Jahren, je nach Material und Wetterseite; einzelne gut gepflegte Holz-Metall-Fenster halten länger. Den Ausschlag gibt der Zustand der Substanz, keine ablaufende Frist.
Regelmässig fällig ist dagegen der Unterhalt. Für Gummidichtungen und den Anstrich des Rahmens setzt die paritätische Lebensdauertabelle je zehn Jahre an, und die Beschläge brauchen alle paar Jahre eine Nachstellung.
Sind 20 Jahre alte Fenster zu alt?
20 Jahre alte Fenster sind technisch nicht alt. Sie stammen aus der Zeit um 2006 und tragen beschichtetes Zweifach- oder frühes Dreifachglas mit einem U-Wert zwischen 0,8 und 1,6. Damit liegen viele von ihnen nahe an dem, was beim Ersatz heute verlangt wird. Der Grenzwert ist kantonal geregelt, fragen Sie bei der Energiefachstelle Ihres Kantons nach.
Sinnvoll ist ein Ersatz in diesem Alter meist nur zusammen mit einer Fassadendämmung, wenn die Fenster ohnehin nach aussen in die neue Dämmschicht versetzt werden sollen.
Kann man in einem alten Haus die Fenster ersetzen?
In einem alten Haus lassen sich die Fenster ersetzen, es kommen aber zwei Abklärungen dazu. Steht das Gebäude im Inventar der Denkmalpflege oder liegt es in einer Ortsbildschutzzone, macht die Gemeinde Vorgaben zu Format, Anzahl und Lage der Sprossen, Material und Farbton. Klären Sie vor der Bestellung bei der Bauverwaltung ab, ob der Ersatz bewilligungsfrei ist, gemeldet oder bewilligt werden muss.
Die zweite Abklärung betrifft die Bausubstanz. In Altbauten sind Laibungen oft ungleich tief und das Mauerwerk unregelmässig. Beides beeinflusst, wie das neue Fenster in der Wand sitzt und wie aufwendig die Abdichtung wird.
Was passiert, wenn man alte Fenster nicht ersetzt?
Wer alte Fenster nicht ersetzt, verliert vor allem Wärme. Über die Fenster eines typischen Einfamilienhauses entweichen rund 13 Prozent der Energie, die für Heizung, Warmwasser und Strom zugeführt wird. Wie hoch der Anteil ausfällt, hängt stark von der Fensterfläche ab. Ein akutes Risiko entsteht daraus nicht.
Kritisch wird es, sobald kalte Rahmen Kondenswasser sammeln. Dann wächst Schimmel an der Laibung, und aus einer Energiefrage wird ein Bauschaden, der auch die Wand betrifft.














