Ofri
  • Anfrage eingeben
  • Auftrag suchen
  • Kostenrechner
  • Einloggen
  • Neu registrieren
  • Firma eintragen
Ofri
  • Anfrage eingeben
  • Auftrag suchen
  • Kostenrechner
Ofri
  • Einloggen
  • Neu registrieren
  • Firma eintragen

Start » Ratgeber » Asbest im Haus erkennen: 10 typische Fundstellen und das richtige Vorgehen

Asbest im Haus erkennen: 10 typische Fundstellen und das richtige Vorgehen

Sie renovieren ein Haus aus den 1970er-Jahren und stossen beim Herausreissen der alten Bodenplatten auf einen schwarzen, teerartigen Kleber. Oder auf dem Dach liegen graue Wellplatten, die schon lange dort sind. In beiden Fällen taucht dieselbe Frage auf: Steckt hier Asbest drin? Asbest im Haus erkennen lässt sich sicher nur im Labor. Trotzdem gibt es Anhaltspunkte, mit denen Sie das Risiko gut einschätzen können, bevor Sie eine Wand anbohren oder eine Platte lösen. Ausschlaggebend sind das Baujahr, die Art des Materials und sein Zustand.

Elion Shala
04. September 2026 - 13 Min. Lesezeit

Asbest im Haus erkennen: graue Asbestzement-Wellplatten auf einem Dach von vor 1990

  • Asbest im Haus erkennen: geht das mit blossem Auge?
  • Das Baujahr ist der wichtigste Anhaltspunkt
  • 10 typische Fundstellen für Asbest im Haus
  • Wie sieht Asbest aus?
  • Warum Asbestfasern der Gesundheit schaden
  • Das richtige Vorgehen bei Asbestverdacht
  • Asbest im Haus erkennen: selbst prüfen oder Fachbetrieb beauftragen

Asbest im Haus erkennen: geht das mit blossem Auge?

Nein. Ob ein Baustoff Asbest enthält, zeigt allein eine Laboranalyse. Baujahr und bestimmte Materialien liefern höchstens einen begründeten Verdacht.

Asbest gibt keinen Geruch ab und ist meist fest in andere Stoffe wie Zement, Kleber oder Putz eingebunden. Von aussen sieht ein asbesthaltiges Material genauso aus wie ein harmloses. Selbst Fachleute können den Stoff nicht am Aussehen festmachen, sondern grenzen den Verdacht anhand von Baujahr, Materialart und Einbauort ein.

Das Wichtigste vorab:

  • Sichtprüfung reicht nicht: Gewissheit bringt nur die Laboranalyse.
  • Baujahr vor 1990: erhöhtes Risiko, danach praktisch keines.
  • Zehn typische Fundstellen: von der Dachplatte bis zum Elektroverteiler.
  • Gefahr entsteht beim Bearbeiten: Bohren, Schleifen, Abbrechen.
  • Bauschadstoff-Diagnostik und Sanierung vom Fachbetrieb: Offerten vergleichen.

Gewissheit bringt erst die Untersuchung einer Materialprobe im Labor. Dort werden die Fasern unter dem Mikroskop bestimmt, und erst dieses Ergebnis ist belastbar. Warum daran kein Weg vorbeiführt, beschreibt die Suva in ihrem Beitrag Asbest erkennen? Nur mit Laboranalyse.

Ohne Laboranalyse bleibt jeder Asbestverdacht eine Vermutung.

Das Baujahr ist der wichtigste Anhaltspunkt

In der Schweiz ist Asbest seit 1990 verboten, damals über die Stoffverordnung, heute über die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV). Gebäude, die davor gebaut oder saniert wurden, können asbesthaltige Materialien enthalten.

Je näher das Baujahr an dieser Grenze liegt, desto höher ist das Risiko. Zwischen den 1960er- und den späten 1980er-Jahren wurde Asbest besonders viel verbaut. Bei einem Haus aus dieser Zeit, das seither nicht gründlich saniert wurde, lohnt sich vor jedem grösseren Eingriff eine Abklärung.

Das genaue Baujahr Ihrer Liegenschaft finden Sie im Gebäude- und Wohnungsregister des Bundes. Das Forum Asbest Schweiz stellt dazu eine Adressabfrage zum Baujahr bereit. Auch spätere Umbauten zählen: Wurde in einem alten Haus in den 1980er-Jahren ein Bad neu verfliest, kann der Plattenkleber (auch Fliesenkleber genannt) Asbest enthalten, obwohl der Rest längst modern wirkt.

Schweizer Häuser älterer Bauart haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass in ihnen Asbest verbaut wurde

10 typische Fundstellen für Asbest im Haus

Asbest wurde in Hunderten von Bauprodukten verwendet. Zehn Fundstellen tauchen in Schweizer Häusern immer wieder auf. Wer Asbest im Haus erkennen will, geht diese Liste durch, bevor er in einem Altbau etwas anbohrt, aufreisst oder abschleift.

1. Wellplatten und Fassadenplatten aus Asbestzement

Am bekanntesten sind die grauen Wellplatten und Fassadenplatten aus Asbestzement, in der Schweiz oft unter dem Markennamen Eternit bekannt. Der Markenname sagt nichts über den Asbestgehalt aus, denn der Hersteller stellte Produkt für Produkt auf asbestfreien Faserzement um, verteilt über ein ganzes Jahrzehnt.

Fassadenschiefer waren ab 1983 asbestfrei, Dachschiefer ab Ende 1984, grossformatige Fassadenplatten ab Ende 1989, die Wellplatten Ondapress und Ondacolor erst ab Mai 1990. Die Umstellungsdaten je Produkt führt die Bauschadstoff-Dokumentation PolluDoc.

Der Name Eternit sagt nichts über den Asbestgehalt, und das Jahr 1990 gilt nicht für jedes Produkt.

2. Blumenkästen, Abwasser- und Kaminrohre

Dasselbe Material steckt in Blumenkästen, Abwasserrohren und Kaminrohren. Diese Teile fallen kaum auf, weil man sie nicht mit einem Baustoff in Verbindung bringt. Bei den Rohren zog sich die Umstellung am längsten hin: asbestfrei waren zuerst die Rohre unter 150 Millimeter Durchmesser ab 1991, alle übrigen erst ab 1995. Ein Rohr aus den frühen 1990er-Jahren gehört deshalb genauso beprobt wie eines von 1975.

3. Vinyl- und Kunststoffplatten am Boden

Unter alten Belägen liegen oft Vinyl- oder Kunststoffplatten aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Die Platten selbst können Asbest enthalten, meist in geringer Menge und fest gebunden. Gefährlich wird es, wenn Sie einen alten Bodenbelag entfernen lassen oder abschleifen und dabei Fasern freisetzen.

4. Schwarzer Bitumenkleber unter dem Bodenbelag

Der schwarze, teerartige Bitumenkleber unter alten Platten und Teppichen ist häufiger belastet als der Belag darüber. Er lässt sich nicht abtragen, ohne dass Staub entsteht. Besonders heikel wird das, wenn Sie einen alten Teppichboden entfernen und der Kleber dabei in Fetzen mitkommt.

Ein Handwerker entfernt schwarzen Bitumenkleber von einer Wand in einem Altbau

5. Plattenkleber hinter den Plättli

Der Plattenkleber ist eine häufige und unangenehme Fundstelle, weil er beim Abschlagen der Plättli stark staubt. Rund ein Viertel bis ein Drittel der vor 1990 verlegten Plattenkleber enthält Asbest, meist unter einem Prozent, nach alten Rezepturen aber bis zu zehn Prozent. Betroffen sind neben dem Kleber auch der Fugenmörtel und die Mörtelbatzen nass verlegter Platten, also praktisch der ganze Aufbau hinter den Plättli.

6. Putze und Spachtelmassen

Asbest steckt nicht bloss in sichtbaren Platten. Er wurde auch bestimmten Putzen und Spachtelmassen beigemischt, um sie fester und hitzebeständiger zu machen. Von aussen ist das nicht zu sehen, weshalb sich im Altbau vor einem Wanddurchbruch eine Abklärung lohnt.

7. Deckenplatten und Spritzasbest

An Decken und Stahlträgern wurde Spritzasbest als Brandschutz und Schalldämmung aufgetragen, in Schichten von einem bis fünf Zentimetern und mit einem Asbestanteil von 25 bis 90 Prozent. Das ist die riskanteste Anwendung überhaupt, weil sie schwach gebunden ist und schon bei Luftzug oder leichten Erschütterungen Fasern abgibt.

In der Schweiz kam Spritzasbest vor allem in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren zum Einsatz: an Schulhaus- und Schwimmbaddecken, in Lüftungskanälen und mitunter sogar in Storenkästen.

Dafür gibt es einen Schweizer Sonderweg: Seit 1985 führen mehrere Kantone einen Spritzasbestkataster mit den bekannten Gebäuden. Wie sich eine Liegenschaft dort abfragen lässt, erklärt das Informationsblatt des Bundesamts für Gesundheit. Ein fehlender Eintrag ist allerdings kein Freibrief, erfasst wurden schätzungsweise neun von zehn Gebäuden.

Grauer Spritzasbest bedeckt einen Stahlträger in einem Gebäude

8. Alter Fensterkitt

Fensterkitt hat die höchste Trefferquote von allen: Nach einer Untersuchung der Carbotech AG enthalten 50 bis 70 Prozent der vor 1990 eingebauten Kitte Asbest, wenn auch meist unter einem Prozent. Betroffen sind nicht nur Fenster, sondern auch verglaste Türen und Tore, innen wie aussen. Beim Ausbau alter Fenster wird der Kitt mechanisch gelöst, und genau dabei entsteht Staub.

9. Isolation um Heizungsrohre, Boiler und Nachtspeicheröfen

Rund um alte Heizungsrohre und Boiler liegt oft ein heller Mörtel über der eigentlichen Dämmung, verstärkt mit Drahtgitter oder Jutegewebe. Dieser Mörtel enthält in der Regel Amosit, den Braunasbest, und damit eine gefährlichere Asbestart als der Asbestzement, in dem fast immer Chrysotil steckt. Der Gehalt liegt meist um ein Prozent, kann aber 20 Prozent erreichen, und er ist ungleichmässig verteilt.

An den Rohrbögen wurde häufig anders isoliert als auf den geraden Stücken, etwa mit Asbestgewebe. Eine Probe von der Geraden sagt deshalb nichts über die Bögen aus. Dasselbe Risiko tragen alte Nachtspeicheröfen, deren Dämmung und Speichersteine Asbest enthalten können.

Eine rohrisolation aus amosit-asbestfasern ist auf einem Metallrohr angebracht

10. Elektroverteiler und Schaltschränke

In alten Elektroverteilern und Schaltschränken bestehen die Trägerplatten und Funkenschutzbleche teils aus asbesthaltigem Material. Sichtbar wird das erst, wenn ein Elektroinstallateur den Kasten öffnet. Lassen Sie solche Verteiler bei einer Elektrosanierung deshalb gleich mitprüfen.

Wie sieht Asbest aus?

Asbest ist meist grau bis grünlich-grau und fällt kaum auf. Die faserige Struktur wird erst sichtbar, wenn das Material bricht, bröckelt oder abblättert.

Ist ein Bauteil intakt, verrät es sich optisch nicht. Erst an einer Bruchkante oder einer verwitterten Platte erkennt man manchmal die typischen feinen Fasern. Genau dann sollten Sie das Material aber in Ruhe lassen, denn beim Berühren und Bröckeln lösen sich die gefährlichen Fasern.

Fachleute unterscheiden nach der Bindung. Fest gebundener Asbest sitzt stabil in Zement oder Kleber und gibt im unbeschädigten Zustand kaum Fasern ab. Schwach gebundener Asbest, etwa in Spritzisolationen oder alten Dämmschnüren, ist deutlich riskanter, weil sich die Fasern schon bei leichter Beanspruchung lösen.

Bruchkante einer Asbestzementplatte: an der Faserstruktur lässt sich Asbest im Haus erkennen

Warum Asbestfasern der Gesundheit schaden

Beim Bearbeiten von asbesthaltigem Material werden mikroskopisch feine Fasern frei. Eingeatmet setzen sie sich in der Lunge fest und lassen sich vom Körper nicht mehr abbauen.

Welche Krankheiten Asbestfasern auslösen

Über Jahre kann das zu schweren Erkrankungen führen: zur Asbestose, einer Vernarbung des Lungengewebes, sowie zu Lungenkrebs und zum Brustfellkrebs, dem sogenannten Mesotheliom. Tückisch ist die lange Latenzzeit von oft 20 bis 40 Jahren zwischen dem Einatmen und dem Ausbruch einer Krankheit.

Diese Zeitspanne erklärt, warum die Zahl der Erkrankungen erst Jahrzehnte nach dem Verbot ihren Höhepunkt erreicht. Betroffen sind vor allem Menschen, die beruflich mit dem Material zu tun hatten.

Warum der Zustand des Materials entscheidet

Fest gebundener, unbeschädigter Asbest in der Wand oder unter dem Boden gibt im Alltag kaum Fasern ab. Zur Gefahr wird er erst, wenn er beschädigt, angebohrt oder abgeschliffen wird. Eine intakte Fassadenplatte ist deshalb kein Grund zur Sorge, eine bröckelnde Rohrisolation im Keller schon.

Gefährlich wird Asbest nicht durch sein Dasein, sondern durch das Bearbeiten.

Wer welche Arbeiten ausführen darf

Das Forum Asbest ordnet die Gefährdung beim Umbau nach einem Ampelsystem. Grün heisst kein Asbest und kein Handlungsbedarf. Orange heisst erhöhte Gefährdung, hier darf ein eigens instruierter Fachbetrieb mit der passenden Ausrüstung arbeiten. Rot heisst grosse Gefährdung, und dann übernimmt zwingend ein Suva-anerkanntes Asbestsanierungsunternehmen.

Die Trennlinie zwischen Orange und Rot verläuft entlang der Bindung. Fest gebundene Materialien wie Asbestzementplatten, Plattenkleber, Fensterkitt und alte Bodenbeläge darf ein instruierter Betrieb entfernen. Schwach gebundene gehören dem Sanierungsunternehmen: Spritzasbest, Rohrisolationen mit Mörtel, Leichtbauplatten hinter Türen und in Elektrotableaus, Akustik- und Deckenplatten, Brandabschottungen sowie Asbestschnüre und -gewebe. Geregelt ist das in der EKAS-Richtlinie 6503.

Nahaufnahme von metallischem Material, das wie Asbest aussieht, auf einem Tisch

Das richtige Vorgehen bei Asbestverdacht

Der wichtigste Grundsatz lautet: nicht daran herumkratzen. Verdächtiges Material lassen Sie unberührt und ziehen für die Abklärung eine Fachperson bei.

Verdächtiges Material unberührt lassen

Solange niemand daran arbeitet, geht von fest gebundenem Material kaum Gefahr aus. Verzichten Sie deshalb auf jeden Eingriff, bis der Verdacht geklärt ist, denn schon ein einziges Bohrloch setzt Fasern frei. Markieren Sie die Stelle notfalls, damit sie beim nächsten Handgriff niemand übersieht.

Achtung: Nehmen Sie im Verdachtsfall keine Materialprobe selbst und bohren, sägen oder schleifen Sie nicht am fraglichen Bauteil. Schon kleine Eingriffe setzen Fasern frei. Die Probenahme gehört in Fachhände, ebenso das Entfernen bestätigter asbesthaltiger Materialien.

Die Probenahme gehört in Fachhände

Für die Beurteilung ist eine Bauschadstoff-Diagnostikerin oder ein Bauschadstoff-Diagnostiker zuständig. Diese Fachleute entnehmen die Materialprobe sachgerecht, ohne unnötig Fasern freizusetzen, und lassen sie in einem spezialisierten Labor analysieren. Qualifizierte Adressen führen die Suva und das Forum Asbest Schweiz in ihren Verzeichnissen.

Bestätigt sich der Verdacht, übernimmt anschliessend ein Sanierungsbetrieb. Diagnostik und Sanierung aus einer Hand sind die Ausnahme, meist arbeiten zwei Betriebe nacheinander.

Meldepflicht bei bewilligungspflichtigen Bauarbeiten

Bei bewilligungspflichtigen Bauarbeiten kommt eine gesetzliche Pflicht dazu. Sind Bauabfälle mit gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Asbest zu erwarten, muss die Bauherrschaft der Baubehörde vorab Angaben zu diesen Abfällen und ihrer Entsorgung machen (Art. 16 der Abfallverordnung VVEA). Schadstoffe wie Asbest gehören also vor den Umbau abgeklärt, nicht erst, wenn sie beim Aufreissen zum Vorschein kommen.

Warum Testkits für Privatpersonen wenig helfen

Im Handel sind zwar Asbest-Testkits für Privatpersonen erhältlich. Das eigentliche Risiko steckt aber nicht im Labor, sondern in der Probenahme: Wer selbst an fest verbautem Material kratzt oder bohrt, setzt genau die Fasern frei, die er meiden will, und das meist ohne Absaugung und ohne geeignete Schutzmaske. Für fest eingebaute Bauteile rät die Suva deshalb zur Probenahme durch Fachleute.

Sie wohnen zur Miete? Dann informieren Sie bei einem Verdacht zuerst die Verwaltung oder die Vermieterschaft, denn diese Meldepflicht hält das Gesetz fest (Art. 257g OR). Handeln Sie nicht eigenmächtig, sonst bleiben Sie unter Umständen auf den Kosten sitzen.

Was eine Laboranalyse ungefähr kostet

Die Analyse einer einzelnen Materialprobe im Labor ist vergleichsweise günstig und liegt je nach Labor grob bei CHF 50.- bis CHF 150.- pro Probe. Deutlich mehr kosten eine flächendeckende Gebäudeuntersuchung und eine allfällige Sanierung, deren Spannen und Preistreiber bei den Kosten einer Asbestsanierung aufgeschlüsselt sind.

Asbestentsorgung: Wohin asbesthaltige Abfälle gehören

Entferntes Material ist Sonderabfall und geht auf eine Deponie vom Typ E, doppelt verpackt in Kunststoffsäcken innerhalb eines Big Bags. Kehrichtverbrennungsanlagen und Schmelzwerke in der Schweiz nehmen es nicht an, auch nicht zusammen mit dem Metallrohr, an dem es klebt. Der Sanierungsbetrieb erledigt Abtransport und Entsorgung in der Regel mit.

Für kleine Mengen aus dem Privathaushalt, etwa eine einzelne Eternitplatte vom Gartenhaus, gelten je nach Kanton eigene Annahmeregeln. Klären Sie diese vorab mit der Deponie oder der kantonalen Fachstelle, sonst stehen Sie mit verpacktem Sonderabfall vor verschlossenem Tor. Wer nur diesen Schritt braucht, findet über ofri.ch Betriebe, die Asbest entsorgen.

Asbest im Haus erkennen: selbst prüfen oder Fachbetrieb beauftragen

Selbst erledigen können Sie nur die Vorarbeit: das Baujahr klären, verdächtige Materialien und Einbauorte notieren und alles Fragliche unberührt lassen. Die eigentliche Prüfung ist dagegen kein Heimwerk.

Weder die Probenahme noch die Analyse noch eine Sanierung lassen sich ohne Fachwissen und Schutzausrüstung sicher durchführen. Wer hier spart und selbst Hand anlegt, riskiert die eigene Gesundheit und die der Mitbewohnenden. Geht es um ein altes Eternit-Dach, sind die Kosten einer Dachsanierung und die separat anfallenden Kosten für die Eternit-Entsorgung ein guter erster Anhaltspunkt für die Budgetplanung.

Für die Abklärung und eine allfällige Sanierung stellen Sie am besten eine Offertenanfrage und vergleichen die Angebote spezialisierter Betriebe aus Ihrer Region unverbindlich.

Handwerker mit Atemschutzmaske und Schutzanzug bei einer Sanierung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist es gefährlich, in einem Haus mit Asbest zu wohnen?

In den meisten Fällen ist das Wohnen in einem Haus mit Asbest ungefährlich. Solange asbesthaltige Materialien fest gebunden und unbeschädigt sind, etwa eine intakte Dachplatte oder ein verputzter Plattenkleber hinter den Plättli, gelangen kaum Fasern in die Raumluft.

Kritisch wird es erst, wenn das Material beschädigt ist oder bearbeitet wird. Bröckelnde Platten, offene Rohrisolationen oder Bohren und Schleifen setzen Fasern frei. Beschädigtes oder schwach gebundenes Material sollten Sie deshalb fachlich beurteilen lassen, auch wenn keine Renovation ansteht.

Wie wahrscheinlich ist Asbest im Putz?

In Gebäuden von vor 1990 ist es durchaus möglich. Asbest wurde manchen Putzen, Spachtelmassen und besonders Fliesenklebern beigemischt, um sie fester und hitzebeständiger zu machen. Verlässlich einschätzen lässt sich das nur mit einer Laboranalyse.

Häufiger als im reinen Wandputz findet sich Asbest im Fliesenkleber hinter den Plättli. Das wird oft erst zum Thema, wenn ein altes Bad umgebaut wird und der Kleber beim Abschlagen staubt. Planen Sie in einem Altbau solche Arbeiten, klären Sie den Verdacht besser vorher ab.

Wie sieht Asbest im Mauerwerk aus?

Im Mauerwerk sieht man Asbest gar nicht. Er steckt nicht im Stein selbst, sondern in Putzen, Spachtelmassen und im Plattenkleber, und diese Schichten unterscheiden sich optisch nicht von asbestfreien. Typisch sind Bauten aus den 1960er- bis 1980er-Jahren mit verputzten Wänden oder verfliesten Bädern aus dieser Zeit.

Sichtbar wird der Verdacht erst beim Abschlagen, und dann ist es zu spät, weil der Staub bereits Fasern trägt. Planen Sie in einem Altbau einen Wanddurchbruch oder eine Badsanierung, lassen Sie Putz und Plattenkleber vorher beproben.

Welche Symptome treten bei Asbestbefall in der Wohnung auf?

Asbest in der Wohnung verursacht keine spürbaren Symptome. Man sieht, riecht und schmeckt die Fasern nicht, und ein festes, unbeschädigtes Material löst weder Husten noch Reizungen aus. Wer sich Sorgen macht, sollte deshalb nicht auf Symptome achten, sondern das Material prüfen lassen.

Gesundheitliche Folgen entstehen erst durch über Jahre eingeatmete Fasern und zeigen sich meist Jahrzehnte später, vor allem bei Menschen, die beruflich stark belastet waren. Wenn Sie befürchten, Fasern eingeatmet zu haben, oder anhaltende Beschwerden wie Atemnot oder Reizhusten haben, ist das eine Frage für Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, nicht für eine Materialprüfung.

Muss ich Asbest im Haus zwingend entfernen?

Asbest muss nicht in jedem Fall entfernt werden. Fest gebundenes, unbeschädigtes Material darf oft bleiben, solange niemand es bearbeitet. Eine intakte Fassadenplatte oder ein Boden unter neuem Belag ist kein akuter Handlungsbedarf.

Sobald Sie aber renovieren, umbauen oder das Material bereits beschädigt ist, führt an einer fachgerechten Entfernung kein Weg vorbei. Auch wer langfristig plant, saniert asbesthaltige Bauteile sinnvollerweise im Zuge einer ohnehin anstehenden Renovation gleich mit.

Ist dieser Artikel lesenswert?
Ja
Nein
Ist dieser Artikel lesenswert?
0%
Ja
100%
Nein

Einfach gratis mehrere Offerten einholen

  • 100% gratis für Sie
  • Geprüfte Handwerker & Dienstleister
  • Mit Nutzerbewertungen

Komplett kostenlos & unverbindlich.

Kategorien
  • Architektur, Planung, Statik (23)
  • Autoreparatur, Autoservice (3)
  • Bad (40)
  • Baugrube, Erdbau, Fundament (8)
  • Dach (21)
  • Elektriker, Elektroinstallation (5)
  • Endreinigung, Umzugsreinigung (4)
  • Entsorgung, Entrümpelung (3)
  • Fenster & Türen (27)
  • Folierungen, Beschriftungen (3)
  • Garten & Umgebung (75)
  • Gartenhaus, Carport, Sauna (2)
  • Gerüstbau, Gerüste (1)
  • Glasbau, Verglasungen (2)
  • Heizung, Lüftung, Klima, Kälte (32)
  • Internet & Multimedia (1)
  • Isolation, Dichtung, Dämmung (18)
  • Küche (3)
  • Maler- & Gipserarbeiten (44)
  • Maurer, Verputz, Beton, Fugen (7)
  • Metallbau (5)
  • Parkett, Laminat, Teppich (12)
  • Pflasterarbeiten, Wege und Strassen (6)
  • Platten, Plättli, Fliesen (17)
  • Polsterei & Sattlerei (1)
  • Putzkraft, sonstige Reinigungen (3)
  • Sanitärarbeiten (2)
  • Schädlingsbekämpfung (4)
  • Schreiner, Möbel, Innenausbau (11)
  • Solar, Photovoltaik (8)
  • Sonstige Arbeiten (32)
  • Spenglerarbeiten, Blecharbeiten (6)
  • Storen, Rollläden, Markisen (4)
  • Transporte, Kleintransporte (2)
  • Umbau, Totalrenovation, Anbau (15)
  • Umzug, Zügeln (11)
  • Zäune, Tore, Sichtschutz (9)
  • Zimmerei, Holzbau (12)
Neuste Artikel
Wärmepumpe Stromverbrauch: von Kilowattstunden bis Franken
06. September 2026
Hinterlüftete Fassade oder Kompaktfassade: Aufbau, Kosten und wann sich welches System lohnt
05. September 2026
Apfelbaum spritzen: Wann, womit und wie oft
02. September 2026
Bad renovieren ohne Plättli zu entfernen: diese 7 Wege gibt es
27. August 2026
ZEV gründen: 5 Punkte, an denen Ihr Vorhaben scheitern kann
26. August 2026
Ähnliche Artikel
Dach
Flachdach abdichten: Ratgeber zu Material, Kosten und Ablauf
Dach
Dachreinigung – Vorteile, Nachteile und Tipps
Dach
Dach decken: Materialien, Planung und Anleitung
Dach
Dachsanierung: Der komplette Ratgeber für Ihr Sanierungsprojekt

Einfach gratis mehrere Offerten einholen

100% gratis für Sie

Geprüfte Handwerker & Dienstleister

Mit Nutzerbewertungen

Offerten einholen
Kostenlos Offerten einholen

Ofri
Tragen Sie sich für unseren Newsletter ein
ofri.ch
  • Über uns
  • Medienmitteilungen
  • Ofri in den Medien
  • Karriere bei Ofri
  • Blog
  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Open-Source-Lizenzen
FÜR AUFTRAGGEBER
  • Auftraggeber - so geht's
  • Gratis für Auftraggeber
  • Anfrage eingeben
  • Kosten schätzen
  • Dienstleistungen
  • Firmenverzeichnis
  • Berufe
  • Standorte
  • Gemeindeverzeichnis
  • Ratgeber
Für Auftragnehmer
  • Auftragnehmer - so geht's
  • Gebühren für Auftragnehmer
  • Handwerker-Akademie
  • Anfragen-Archiv
  • Anfragen suchen
  • RSS-Feed - beendete Aufträge
Hilfe
  • Häufige Fragen
  • Kontakt
Ofri Internet GmbH. Copyright © 2026. Alle Rechte vorbehalten.