Graffiti entfernen lassen in der Schweiz

plaster

Bei Ofri finden Sie geprüfte Handwerker und Dienstleister in Ihrer Nähe, von anderen Nutzern bewertet. Der Service ist 100% gratis für Sie.

Wer ein Graffiti entfernen lassen will, sollte nicht lange warten, denn frischer Sprühlack lässt sich deutlich leichter lösen als ausgehärteter. Ebenso wichtig ist das richtige Verfahren: Was auf Metall funktioniert, richtet auf Verputz Schäden an. Diese Seite zeigt, wie Fachbetriebe vorgehen, was die Arbeit kostet, wer den Schaden bezahlt und wie Sie rasch zu vergleichbaren Offerten kommen.

24. August 2026 - 12 Min. Lesezeit

Was das Entfernen von Graffiti umfasst

Ein Fachbetrieb wäscht die Farbe nicht einfach ab. Bevor er das Graffiti entfernen kann, prüft er den Untergrund, das Alter der Sprayerei und die verwendete Farbe. Erst danach wählt er das Verfahren, denn dieselbe Methode, die auf einem Garagentor gut funktioniert, richtet auf einer verputzten Fassade Schäden an.

Zur Arbeit gehören auch das Auffangen des Schmutzwassers und, wo nötig, ein ausgleichender Anstrich am Schluss.

Das gilt für grossflächige Sprayereien genauso wie für Tags, die mit Filzstift oder Sprühlack gesetzten Schriftzüge, die oft an Briefkästen, Türen und Sockeln auftauchen.

Das Wichtigste vorab:

  • Untergrund und Farbmittel bestimmen das Verfahren
  • Je frischer die Sprayerei, desto günstiger die Entfernung
  • Grobe Orientierung: CHF 20.- bis CHF 100.- pro Quadratmeter
  • Zürich und Basel beteiligen sich an den Kosten
  • Offerte einholen: Offerten aus Ihrer Region vergleichen

Diese Seite behandelt nur den Farbauftrag. Geht es um Algen, Moos oder allgemeine Verschmutzung, ist das eine andere Arbeit: Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber, der zeigt, wie man einen seriösen Anbieter für die Fassadenreinigung findet.

Arbeiter in Schutzkleidung benutzt Hochdruckreiniger, um Graffiti zu entfernen

Graffitientfernung: Welches Verfahren zu welchem Untergrund passt

Untergrund und Farbmittel bestimmen gemeinsam, welches Verfahren infrage kommt. Auf glatten, dichten Flächen wie Metall oder Glas bleibt die Farbe an der Oberfläche und lässt sich chemisch lösen.

Poröse Untergründe wie Verputz, Backstein oder Naturstein saugen die Pigmente dagegen in ihre Poren, und dort hilft nur ein Verfahren, das in die Tiefe wirkt, ohne die Oberfläche abzutragen. Die Tabelle zeigt deshalb mögliche Verfahren; den Ausschlag gibt am Ende die Probefläche.

Untergrund Mögliche Verfahren Heikel
Metall, Glas chemischer Entferner, abwischen Kratzer auf Glas
Verputz Überstreichen oder sanftes Strahlen Hochdruck
Sichtbeton Heisswasser oder Trockeneis scharfe Chemie
Backstein Heisswasser, Partikelstrahlen Fugen
Naturstein Spezialverfahren nach Probefläche fast alles

Die gängigsten Methoden zur Graffitientfernung

Graffitientferner, ein Gel oder eine Paste auf Lösungsmittelbasis, weicht die Farbe auf, danach wird sie abgespült. Das Heisswasser-Hochdruckverfahren arbeitet mit heissem Wasser bei kontrolliertem Druck und löst Farbe von Beton und Backstein.

Beim Trockeneisstrahlen lässt gefrorenes Kohlendioxid die Farbschicht abplatzen; es kommt ohne Wasser und Chemie aus, die abgelösten Farbpartikel werden aufgefangen und entsorgt. Niederdruck-Partikelstrahlen, eine sanfte Form des Sandstrahlens, trägt die Farbe mit feinem Strahlmittel ab und kommt bei hartnäckigen Fällen zum Zug.

Achtung: Ein gewöhnlicher Hochdruckreiniger treibt auf Verputz die Farbe tiefer in die Poren und raut die Oberfläche auf. In die offenen Stellen dringt später Wasser ein, und aus dem Farbschaden wird ein Fassadenschaden, dessen Reparatur ein Mehrfaches der Reinigung kostet.

Bei Sichtbeton, also unverputztem Beton, dessen Oberfläche sichtbar bleibt, und bei Naturstein wie Sandstein arbeiten Fachbetriebe besonders vorsichtig, weil jede abgetragene Schicht das Erscheinungsbild dauerhaft verändert. Bei denkmalgeschützten Bauten gehört die Denkmalpflege früh ins Gespräch.

Nahaufnahme einer Hand, die Graffiti entfernt, indem sie es mit einer Farbrolle überdeckt

Warum nach der Reinigung oft ein heller Fleck bleibt

Auch eine fachgerechte Reinigung hinterlässt auf porösen Untergründen häufig einen Schatten. Für diese Schattenbildung gibt es zwei Gründe:

  • Ein Rest der Pigmente sitzt zu tief in den Poren, um ihn ohne Substanzverlust herauszuholen.
  • Die gereinigte Stelle ist heller als ihre Umgebung, weil dort auch Jahre von Witterungsschmutz mitentfernt wurden.

Bei gestrichenen Fassaden ist deshalb oft nicht die Reinigung der wirtschaftlichste Weg, sondern ein neuer Anstrich. Ein Malerbetrieb überstreicht das Graffiti mit einer Sperrschicht, damit die Farbe nicht durchschlägt, und gleicht die Fläche mit einem Egalisationsanstrich an, einem deckenden Anstrich über die ganze Wand, der Farbunterschiede verschwinden lässt.

Was das kostet, zeigt die Übersicht zu den Kosten für das Streichen der Fassade; den Auftrag selbst können Sie direkt als Fassade streichen lassen ausschreiben.

Zwei Facharbeiter in orangefarbenen Uniformen entfernen Graffiti von einer Betonwand

Was das Entfernen von Graffiti kostet

Feste Quadratmeterpreise gibt es bei dieser Arbeit kaum. Als grobe Orientierung: Ein Graffiti entfernen zu lassen, kostet rund CHF 20.- bis CHF 100.- pro Quadratmeter, je nach Untergrund, Verfahren, Alter der Sprayerei und Region. Ein frisches Tag auf einem Metalltor liegt am unteren Rand, ein eingebranntes Graffiti auf Naturstein am oberen.

Für kleine Flächen verrechnen viele Betriebe eine Mindestpauschale von einigen hundert Franken, weil Anfahrt, Einrichtung und Entsorgung gleich bleiben. Braucht es ein Gerüst oder eine Hebebühne, weil die Sprayerei vom Boden aus nicht erreichbar ist, kommt dieser Posten dazu; steht das Gerät auf dem Trottoir, braucht es dafür meist eine Bewilligung der Gemeinde.

Je frischer das Graffiti, desto kleiner die Rechnung.

In mehreren Städten müssen Sie die Kosten nicht allein tragen:

Stadt Angebot Wichtigste Bedingung
Zürich Abo «Schöns Züri», CHF 580.- pro Jahr gestrichene Fassaden, Arbeiten bis 2,5 Meter Höhe
Basel «Spray-Out», 80 Prozent Rückerstattung Anzeige und Rechnung eines Fachbetriebs
Bern Verein «Casa Blanca», Entfernung innert 48 Stunden Vandalismus-Zusatzversicherung

In Zürich betreibt die Stadt mit «Schöns Züri» ein eigenes Abo für gestrichene Fassaden; der Hauseigentümerverband des Kantons zahlt seinen Mitgliedern einmalig CHF 300.- daran.

In der Stadt Basel wird druch die Aktion «Spray-Out» ein grosser Teil der Reinigungskosten erstattet. Dafür wird aber eine Anzeige bei der Polizei und die Rechnung eines Fachbetriebs verlangt. Das Geld fliesst also nur, wenn ein Fachbetrieb die Reinigung ausführt. Leistungen und Bedingungen dieser Angebote ändern sich; massgebend ist die jeweils aktuelle Angebotsseite.

Arbeiter reinigt Graffiti von einer Backsteinwand in einer Stadtstrasse

So kommen Sie zu vergleichbaren Offerten

Für eine brauchbare Offerte muss kein Betrieb sofort vorbeikommen. Zwei gute Fotos ersetzen oft die erste Besichtigung: eines aus zwei bis drei Metern Abstand, auf dem Farbe und Untergrund erkennbar sind, und eines aus grösserer Distanz, das die Lage und die Zugänglichkeit zeigt.

Dazu gehören die ungefähren Masse der besprayten Fläche und die Angabe, ob die Stelle vom Boden aus erreichbar ist.

Mit diesen Angaben stellen Sie eine einzige Anfrage; interessierte Betriebe aus Ihrer Region reichen darauf ihre Offerten ein. Wie viele sich melden, hängt von Region und Auslastung ab. Die Betriebe sind geprüft und von früheren Kundinnen und Kunden bewertet, was den Vergleich von Preis und Vorgehen erleichtert.

Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich; beauftragt wird erst, wenn ein Angebot überzeugt. Bei Ofri dauert die Anfrage wenige Minuten.

Eine behandschuhte Hand reinigt eine Wand

Woran Sie einen geeigneten Fachbetrieb erkennen

Eine seriöse Offerte beginnt mit einer Probefläche. Bevor ein Betrieb die ganze Wand behandelt, testet er das Verfahren mit einer Probereinigung an einer kleinen, wenig sichtbaren Stelle. So zeigt sich, ob die Methode die Farbe löst, ohne den Untergrund anzugreifen. Ein Betrieb, der ohne diesen Test einen Fixpreis für Naturstein oder Sichtbeton nennt, verspricht mehr, als er wissen kann.

Achten Sie ausserdem darauf, dass die Offerte das Verfahren benennt und begründet und dass Referenzen zu vergleichbaren Untergründen vorliegen.

Fragen Sie auch nach dem Umgang mit dem Schmutzwasser: Nach dem Gewässerschutzgesetz darf Reinigungswasser mit Farb- und Lösungsmittelresten weder versickern noch in einen Strassenschacht gelangen; ein seriöser Betrieb fängt es auf und entsorgt es fachgerecht. Spezialisierte Reinigungsfirmen finden Sie im Firmenverzeichnis; geht es um das Überstreichen einer gestrichenen Fassade, ist ein Malerbetrieb aus Ihrer Region der richtige Ansprechpartner.

Kapuzentragender Künstler sprüht Graffiti an eine Betonwand in städtischer Umgebung

Wer den Schaden bezahlt und warum sich eine Anzeige lohnt

Grundsätzlich bleibt der Schaden an der Eigentümerin oder dem Eigentümer der Liegenschaft hängen, solange die Täterschaft nicht ermittelt wird. Drei Punkte entscheiden darüber, ob Sie einen Teil der Kosten zurückholen können.

Anzeige und Strafantrag

Eine Sprayerei ist eine Sachbeschädigung nach Artikel 144 des Strafgesetzbuchs. In der Regel ist sie ein Antragsdelikt: Die Justiz verfolgt die Tat nur, wenn die geschädigte Person einen Strafantrag stellt, also erklärt, dass sie eine Bestrafung verlangt. Die Frist dafür beträgt drei Monate und beginnt erst an dem Tag, an dem Ihnen die Täterschaft bekannt wird.

Warten sollten Sie trotzdem nicht: Die Anzeige gegen Unbekannt ist jederzeit möglich und sichert die Beweise. Der Polizeirapport ist zudem der Schlüssel zu Versicherungsleistungen und Fördergeldern.

Was die Versicherung übernimmt

In den meisten Kantonen deckt die obligatorische Gebäudeversicherung Feuer- und Elementarschäden, also Schäden durch Naturereignisse wie Sturm oder Hagel. Vandalismus gehört nicht dazu.

Sprayereien sind nur gedeckt, wenn Sie eine Zusatzversicherung für Vandalismus- oder Umgebungsschäden abgeschlossen haben, und auch dann meist mit einer Obergrenze von wenigen tausend Franken pro Jahr. Die Versicherer verlangen für die Auszahlung üblicherweise den Polizeirapport.

Wer im Mietverhältnis zahlt

Der Unterhalt der Fassade ist Sache der Vermieterschaft: Sie muss die Liegenschaft nach Artikel 256 des Obligationenrechts in gebrauchstauglichem Zustand erhalten.

Mietende zahlen für eine Sprayerei nur, wenn sie den Schaden selbst verursacht haben. Entdecken Sie als Mieterin oder Mieter ein Graffiti, sind Sie nach Artikel 257g des Obligationenrechts verpflichtet, den Mangel der Verwaltung oder Vermieterschaft zu melden. Eine Reinigung auf eigene Faust sollten Sie nicht in Auftrag geben.

Graffiti entsteht beim Sprühen von Farben mit Sprühdosen

Antigraffiti-Beschichtung: Vorsorge für gefährdete Fassaden

Wird eine Wand immer wieder besprayt, lohnt sich eine Schutzbeschichtung. Angeboten werden drei Typen:

  • Die Opferschicht, ein Wachsüberzug, wird beim nächsten Graffiti zusammen mit der Farbe abgewaschen und danach erneuert.
  • Semipermanente Beschichtungen überstehen mehrere Entfernungen, bevor sie ersetzt werden müssen.
  • Permanente Beschichtungen halten je nach Witterungslage mehrere Jahre durch.

Vor der Tat selbst schützt keine Beschichtung; sie verkürzt die spätere Entfernung und senkt deren Kosten. Welcher Typ passt, hängt vom Untergrund ab: Die Beschichtung muss Wasserdampf durchlassen und darf das Erscheinungsbild nicht verändern, und bei geschützten Bauten redet die Denkmalpflege mit. Auch hier beginnt die Arbeit mit einer Probefläche.

Warum sich rasches Handeln doppelt auszahlt

Frischer Sprühlack lässt sich leichter und damit günstiger lösen als einer, der unter Sonne und Witterung ausgehärtet ist. Und eine zügig gereinigte Wand bleibt nach der Erfahrung der Stadtreinigungen eher sauber; auf diesen Effekt setzen die Programme in Zürich, Basel und Bern.

Machen Sie darum zuerst die Fotos, erstatten Sie die Anzeige und holen Sie danach unverbindlich Offerten von Fachbetrieben aus Ihrer Region ein. So liegt die Entscheidungsgrundlage innert weniger Tage auf dem Tisch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich ein Graffiti selbst entfernen?

Auf glatten, nicht saugenden Flächen wie Metall, Glas oder beschichteten Garagentoren funktioniert ein Graffitientferner aus dem Fachhandel oft gut. Auf Verputz, Backstein oder Naturstein richten Eigenversuche dagegen meist mehr Schaden an als die Sprayerei selbst, weil die Farbe verrieben oder der Untergrund angegriffen wird. Dort gehört die Arbeit in die Hände eines Fachbetriebs.

Wie schnell sollte ein Graffiti entfernt werden?

Möglichst innert Tagen. Frische Farbe sitzt noch an der Oberfläche und lässt sich mit weniger Aufwand lösen; unter Sonneneinstrahlung härtet sie aus und haftet stärker. Schnelles Entfernen senkt zudem die Wahrscheinlichkeit, dass dieselbe Wand erneut besprayt wird.

Muss ich die Sprayerei der Polizei melden?

Eine Pflicht besteht nicht, und die dreimonatige Antragsfrist beginnt erst, wenn die Täterschaft bekannt ist. Trotzdem lohnt sich die rasche Anzeige gegen Unbekannt: Die meisten Versicherungen und städtischen Programme verlangen für ihre Leistungen einen Polizeirapport. In vielen Kantonen geht das online über das Portal Suisse ePolice.

Zahlt die Gebäudeversicherung die Graffitientfernung?

In den meisten Kantonen nicht, denn die obligatorische Gebäudeversicherung deckt Feuer- und Elementarschäden. Dafür braucht es eine Zusatzversicherung gegen Vandalismusschäden, die viele Versicherer anbieten. Prüfen Sie die Police auf Deckungssumme und Selbstbehalt, bevor Sie die Reinigung beauftragen.

Was kostet die Entfernung eines kleinen Graffiti?

Auch bei kleinen Flächen verrechnen die meisten Betriebe eine Mindestpauschale von einigen hundert Franken, weil Anfahrt, Einrichtung und Entsorgung unabhängig von der Grösse anfallen. In Basel und Zürich senken die städtischen Programme den Eigenanteil deutlich.

Helfen Hausmittel gegen Graffiti?

Kaum. Aceton oder Verdünner lösen Sprühlack zwar an, verreiben ihn auf den meisten Flächen aber nur grossflächig. Auf porösen Untergründen treiben Lösungsmittel die Pigmente zusätzlich in die Tiefe und erschweren die spätere Fachreinigung. Sinnvoller ist es, das Geld direkt in eine professionelle Entfernung zu stecken.

Ähnliche Aufträge

Graffiti entfernen Keller Abteilung in Zürich

Fcz muss weg

8004 Zürich (Zürich)

graffiti entfernen in Basel

graffiti entfernen siehe Bild

4053 Basel (Basel-Stadt)

Schwarzes Graffiti von Holz-Rolladen entfernen in Zürich

Es geht um die einmalige Entfernung von Graffiti auf 3 Holz-Rolladen und dem anshliessenden auftragen einer Anti-Graffiti-Beschichtung. Schaden: - 3m2 (1m2/Holz-Rollade) - Schwarze Farbe - lediglich Rollade bemalt (Rahmen aus Alu und Hausf...

8005 Zürich (Zürich)

Fassade Reinigen und Streichen in Basel

Fassade rechts neben Einfahrt reinigen (Graffiti entfernen, Wand z.t. leicht ausbessern) Fassade links neben Einfahrt (Hausseite) reinigen (Graffiti etc.), ausbessern, und bis Höhe 1. Stock neu Streichen, inkl. Hauseingang Fassade Strassen...

4057 Basel (Basel-Stadt)