Sie möchten Ihre Einfahrt befestigen, ohne auf Grünfläche zu verzichten? Rasengittersteine vereinen Stabilität mit natürlicher Optik und lassen Regenwasser ungehindert versickern. Das Verlegen ist mit etwas handwerklichem Geschick auch für Heimwerker machbar, wenn Sie systematisch vorgehen und den Untergrund richtig vorbereiten.

Rasengittersteine sind Pflastersteine mit Aussparungen, in denen Rasen wachsen kann. Die Gitterstruktur schützt das Gras vor Belastung, während gleichzeitig eine befahrbare Fläche entsteht. Das Regenwasser versickert ungehindert – ein ökologischer Vorteil, der in vielen Schweizer Gemeinden zu niedrigeren Abwassergebühren führt.
Ideal geeignet für:

Wichtige Einschränkungen: Rasengittersteine sind nicht für Dauerverkehr oder als permanente Parkplätze geeignet. Das Gras braucht Licht zum Wachsen. Im Winter dürfen Sie kein Streusalz verwenden – nur Sand oder Splitt.
Sie sind der Klassiker. Die Standardgrösse beträgt 60 mal 40 Zentimeter bei acht Zentimetern Stärke. Ein einzelner Stein wiegt zwischen 25 und 30 Kilogramm – bei einer 20 Quadratmeter grossen Einfahrt bewegen Sie somit über zwei Tonnen Material.
| Vorteile von Beton | Nachteile von Beton |
|---|---|
| Sehr robust und langlebig | Das hohe Gewicht macht das Verlegen anstrengend |
| Frostbeständig und formstabil | Beton entzieht dem Boden Feuchtigkeit |
| Preisgünstig (ab CHF 3.50 pro Stück) | Die Betonstege sind deutlich sichtbar |
| Ideal für regelmässig befahrene Auffahrten | Bei intensiver Nutzung dominiert die graue Optik |
Rasengittersteine aus Kunststoff sind deutlich leichter und einfacher zu handhaben als Steine aus Beton. Es gibt Gittersteine (ähnlich wie Beton) und Rasenwaben (sechseckige Kammern). Der Grünflächenanteil liegt bei 70 Prozent und mehr.
| Vorteile von Kunststoff | Nachteile von Kunststoff |
|---|---|
| Geringes Gewicht, einfaches Handling | Höherer Preis |
| Höherer Grünflächenanteil (bis 70 Prozent) | Geringere Dauerhaftigkeit bei Extrembelastung |
| Schmale Stege, grünere Optik | Einfache Rasenwaben sind nicht fürs Befahren geeignet |
| Keine Feuchtigkeitsentziehung |
Entscheidungshilfe: Wählen Sie Beton für regelmässig befahrene Flächen, hohe Belastungen und wenn der Preis wichtig ist. Entscheiden Sie sich für Kunststoff bei moderater Belastung, wenn Sie maximales Grün wünschen und das leichtere Handling schätzen.
Materialien:
Werkzeuge:
Mengenbedarf pro Quadratmeter: Etwa 400 Kilogramm Schotter, 50 bis 100 Kilogramm Splitt und 20 bis 30 Kilogramm Mutterboden. Lassen Sie grössere Mengen möglichst nah an der Baustelle abladen – das spart unnötige Schlepperei.
Messen Sie die Fläche genau aus und erstellen Sie einen Plan mit allen Massen. Planen Sie ein Gefälle von eineinhalb bis zwei Prozent ein – bei drei Metern Tiefe bedeutet das sechs Zentimeter Höhenunterschied von der Hauswand zur Aussenkante.
Schlagen Sie Holzpflöcke an allen Ecken ein und spannen Sie eine Richtschnur. Diese markiert die spätere Oberkante der Rasengittersteine. Überprüfen Sie mit der Wasserwaage, ob das Gefälle stimmt. Bei den meisten privaten Einfahrten benötigen Sie keine Baugenehmigung – informieren Sie sich aber bei Ihrer Gemeinde.
Die Aushubtiefe richtet sich nach der Nutzung: Für leichte Gartenwege reichen 25 Zentimeter, für befahrbare Einfahrten mindestens 45 bis 50 Zentimeter.
Stechen Sie die Ränder mit dem Spaten ab und heben Sie die Grasnarbe ab. Graben Sie die Fläche gleichmässig aus und kontrollieren Sie regelmässig die Tiefe. Verdichten Sie die Sohle gründlich mit der Rüttelplatte – mindestens zweimal in unterschiedlichen Richtungen. Der Boden ist ausreichend verdichtet, wenn beim Begehen keine Fussabdrücke mehr sichtbar bleiben.

Für befahrbare Flächen ist eine Randbefestigung zwingend notwendig. Sie verhindert, dass sich die Rasengittersteine seitlich verschieben.
Heben Sie entlang der Linie einen 20 bis 30 Zentimeter breiten Graben aus. Füllen Sie zehn Zentimeter Schotter ein und verdichten Sie. Geben Sie fünf Zentimeter Beton in den Graben und setzen Sie die Kantensteine darauf. Richten Sie sie mit Wasserwaage und Gummihammer exakt aus. Hinterfüllen Sie aussen mit Beton und lassen Sie alles mindestens 24 Stunden aushärten.
Die Tragschicht ist das Fundament. Verwenden Sie gebrochenen Schotter Körnung 16 bis 32 Millimeter – eckige Kanten verzahnen sich besser als Rundkies. Die Schichtdicke sollte etwa 20 Zentimeter betragen.
Bringen Sie den Schotter in zwei Lagen auf: Erst zehn Zentimeter verteilen und verdichten, dann die zweite Lage. Führen Sie die Rüttelplatte mindestens zweimal über jede Stelle. Die verdichtete Schicht sinkt etwa zehn bis 15 Prozent ab. Kontrollieren Sie mit der Richtlatte, ob das Gefälle stimmt.
Verteilen Sie feinen Splitt oder ein Sand-Splitt-Gemisch (zwei zu eins) in einer Schicht von fünf bis zehn Zentimetern. Ziehen Sie die Oberfläche mit einer Richtlatte glatt ab. Die Höhe so wählen, dass die Rasengittersteine nach dem Aufsetzen etwa ein bis zwei Zentimeter über dem Niveau stehen.
Profi-Tipp: Mischen Sie einige Kilogramm Tonmineral pro Kubikmeter bei – das erhöht die Stabilität erheblich. Optional können Sie auch Langzeitdünger beimischen (20 bis 30 Gramm pro Quadratmeter).
Verdichten Sie das Verlegebett leicht mit der Rüttelplatte. Glätten Sie nur den Bereich, den Sie zeitnah belegen können, denn offene Flächen sind anfällig für Regen und Wind.
Lesen Sie die Herstellerangaben, denn manche Steine haben eine Ober- und Unterseite. Beginnen Sie in einer Ecke und arbeiten Sie sich systematisch vor. Legen Sie die Steine stumpf aneinander, die meisten haben Noppen die automatisch den richtigen Abstand sicherstellen.

Setzen Sie jeden Stein behutsam auf und klopfen Sie ihn mit dem Gummihammer leicht fest. Kontrollieren Sie regelmässig mit der Richtlatte, ob alles eben liegt und das Gefälle stimmt. An Rändern schneiden Sie Steine mit der Flex zu (Schutzbrille nicht vergessen).
Verteilen Sie hochwertigen Mutterboden oder Substrat auf den Steinen und fegen Sie es in die Kammern. Füllen Sie zunächst bis knapp unter die Oberkante und stampfen Sie leicht. Jetzt die gesamte Fläche mit der Rüttelplatte abrütteln, um die Steine endgültig in Position zu bringen.
Nach dem Abrütteln ist das Substrat abgesackt. Füllen Sie nochmals nach, diesmal bis zur Oberkante oder leicht darüber. Säen Sie Parkplatzrasen aus (30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter) und arbeiten Sie das Saatgut leicht ein.
Wichtig nach der Aussaat:
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Regelmässige Pflege:
Bei richtiger Pflege halten Betonsteine praktisch unbegrenzt, Kunststoffvarianten mindestens zehn bis 15 Jahre.

Diese Fehler führen zu Problemen:
Investieren Sie Zeit in gründliche Vorbereitung – hier wird die Grundlage für die nächsten Jahrzehnte gelegt.
Bei sehr grossen Flächen über 50 Quadratmetern, problematischem Untergrund (weicher Boden, Grundwasser, Hanglagen), komplizierten Formen oder fehlender Erfahrung ist professionelle Hilfe sinnvoll. Auch eine Mischung ist denkbar: Sie übernehmen das Ausheben, der Profi den Unterbau und die Verlegung.
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Rasengittersteine vereinen Stabilität mit Ökologie und sind mit richtiger Vorbereitung auch als DIY-Projekt machbar. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren: Sorgfältige Planung, ausreichend tiefer Aushub, gut verdichtete Tragschicht, ein exaktes Verlegebett und korrektes Gefälle.
Die Materialwahl richtet sich nach dem Einsatzzweck: Beton für regelmässig befahrene Flächen, Kunststoff für optisch anspruchsvolle Bereiche mit moderater Belastung. Die Kosten für DIY liegen deutlich unter professioneller Verlegung, aber der Zeitaufwand und die körperliche Belastung sollten nicht unterschätzt werden.
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